Der dreistimmige Klagegesang in der Besetzung Jochen, Tina und Thorsten wird ja bereits von einem vielstimmigen Hintergrundchor unterstützt. Da muss ich nur noch leise mitsummen. Es gibt also kein stabiles Leistungsvermögen dieser Mannschaft. Da bleibt nicht mehr als resigniertes Seufzen nach einem Sonntagnachmittag bei Kaffee, Kuchen und Duisburger Familienbesuch in Köln, während einmal mehr im Hintergrund Marco Röhling ununterbrochen um Worte rang, die schlechte MSV-Leistung erzählbar zu machen. Und dann: “Was für ein Graupentor! Aber egal…!” So ganz egal war es mir nicht, weil so ein Tor dann immer wieder meine Hoffnung kitzelt, wenn ich nichts mit eigenen Augen sehe. Der Glaube versetzt dann schon mal den ein oder anderen Hügel auf dem inneren Weg zum Anschluss an die Spitzenplätze. Vielleicht sollte ich ja ohnehin demnächst eher die Spiele des Vereins aller Vereine imaginieren. Dann sind die Niederlagen wenigstens schön anzusehen. Ach, es war ja ein Unentschieden gegen TuS Koblenz. So etwas vergisst man angesichts der gehörten Worte und der im SWR gesehenen Bilder ganz. Andererseits, dieses Tor zum Ausgleich wird mir im Gedächtnis bleiben. Das hatte was vom choreografierten Chaos einer Slapstick-Komödie, als Mihai Tararache an die linke Eckfahne schoss, um ins Tor zu treffen, und Björn Schlicke da hineinrannte, flankte und in der Mitte Cedrick Makiadi einschoss. Leider ist so was ja beim Verein aller Vereine eher selten wiederholbar. Denn im Gegensatz zur Slapstick-Komödie, in der dann das Spiel auf perfektem Timing beruht, scheint es sich beim MSV ja meist eher doch um Zufall zu handeln.
Klagechor hat eine Stimme mehr
Veröffentlicht 3. November 2008 Saison 2008/2009 Hinterlasse einen KommentarSchlagworte: Björn Schlicke, Cedrick Makiadi, Mihai Tararache, Slapstick-Komödie, TuS Koblenz






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