Die Last einer erwartbaren Verhandlungsniederlage

Manchmal frage ich mich für einen kurzen Moment, wo Peter Neururer in diesem Durcheinander steht. Markus Brzenska spielt also nächste Saison in Cottbus. So etwas war vorhersehbar nach diesem Dumping-Preis, den Walter Hellmich mal eben so in die Verhandlungen von Bruno Hübner dazwischen geworfen haben soll. Das ist schon komisch mit so einem Geschehen. Da steht der MSV Duisburg nun als Verlierer der Verhandlungen da. Ich hatte es schon einmal gesagt, aber vielleicht nicht deutlich genug. Die nicht erfolgte Verpflichtung von Markus Brzenska ist nicht das Problem. Auch wenn die eingespielte Innenverteidigung der letzten Saison nun nicht wieder auf dem Platz der MSV-Arena stehen wird. Wir haben die Spieler für eine wahrscheinlich funktionierende Verteidigung.

Als eigentliches Problem erweist sich in meinen Augen dieses so unnötige Gefühl der Niederlage. So etwas wirkt atmosphärisch und muss erst einmal wieder beiseite geräumt werden. Zu dieser Atmosphäre passt dann die Meldung gut, dass auch David Strihavka nicht kommen wird, weil er nach Pilsen zurückgekehrt ist. Das wird gegenüber der NRZ von Bruno Hübner sogleich als normaler Vorgang im Fußballgeschäft beschrieben. Hübner erwartet also weiter das Kommen Strihavkas. Er mag ja kommen und vielleicht wird Kouemaha gehen. Aber wieviel Energie wird mit all dem Dementieren und Zurechtrücken gebunden. Wieviel Energie wird in diesem Verein damit verbraucht, in einem manchmal richtungslos wirkenden Arbeiten einen Weg zu finden. Wie oft steht ein Handeln in der Gegenwart entgegen öffentlichem Reden der Vergangenheit? Dann braucht es wieder neue Worte.

Immer geht es alleine um das Vertrauen in die Arbeit der sportlichen Leitung. Das wiederum hat nur in Grenzen mit Bruno Hübner zu tun, sondern vor allem damit wie Walter Hellmich immer wieder in die Arbeit seines Managers hineinredet und gleichzeitig im Verein aber das Bild aufrecht gehalten wird, Bruno Hübner und Peter Neururer arbeiten in enger Abstimmung allein verantwortlich.  All diese Widersprüche brauchen viele Erklärungen und deshalb fällt es außerdem noch auf, dass die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins aller Vereine im Grunde nicht stattfindet. Wenn erklärt wird, dann meist im nachhinein als letzte Maßnahme, die Meinung einer schon skeptischen Öffentlichkeit zu beeinflussen. Aber vielleicht ist es so, dass mehr Erklärungen von der sportlichen Leitung des MSV die Fans nur weiter verunsichern würden? Vielleicht ist die Wahrheit des Geschehens so bedrohlich für den erhofften Erfolg in der nächsten Saison, dass sich niemand traut sie zu erzählen.

Dass sich solche Gedanken einstellen und man darüber zu spekulieren beginnt, ist die eigentliche Bürde, mit der der MSV nun umzugehen hat. Markus Brzenskas Abwesenheit als Innenverteidiger in der nächsten Saison fällt dabei schon gar nicht mehr ins Gewicht.

0 Antworten zu „Die Last einer erwartbaren Verhandlungsniederlage“



  1. Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s




Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Heimspiel am 2. Juni - 20 Uhr

Die Infos für den Abend zum Buch

Hier geht es zum Fangedächtnis

Bloglisten

du2010.de

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 97 other followers