Das Finale der U-21-Europameisterschaft gestern Abend habe ich mir nicht durchgehend ansehen können. Erst in der zweiten Halbzeit blieb Zeit für längere Spielabschnitte, bei denen hier heute Morgen nur die Perspektive MSV Duisburg zählt. Ich fühle mich nämlich bestätigt, wenn ich das Spiel von Sandro Wagner noch einmal Revue passieren lasse. Er ist trotz seiner Größe bis jetzt kein guter Kopfballspieler. In der Bedrängnis kann er sich nicht durchsetzen. Seine Stärke ist die gute Ballkontrolle beim Sprint. Deshalb ist das Sturmzentrum auch nicht sein Platz. Welche Großchance hat er vertan und wie hat er seine beiden Tore gemacht? Hoffen wir also, in der nächsten Saison können seine deutlich bemessenen Stärken in der Spielanlage vom Verein aller Vereine jederzeit berücksichtigt werden. Hoffen wir ebenfalls, der Schwung seiner zwei Tore im Finale und des damit verbundenen Titelgewinns trägt ihn noch in der nächsten Saison. Hoffen wir aber außerdem, Peter Neururer holt ihn wieder auf den Boden des Zweitliga-Alltags zurück. Die Gefahr der Selbstüberschätzung sehe ich angesichts seines Torjubels nämlich wieder aufziehen. Schließlich hatten wir diese Art inszenierten Torjubel von ihm bei seinen ersten Toren für den MSV ebenfalls gesehen, ohne dass seine Leistungen konstant blieben. Stolz soll er ruhig sein, aber um sich so egozentrisch zu feiern, wie er es im Überschwang dann manchmal tut, dazu fehlt ihm dann doch die alles überragende spielerische Klasse. Da bin ich ganz opportunistischer Fan, erst in einem solchen Fall würde ich es ihm nachsehen. Sympathisch wäre es mir dann immer noch nicht.
Wie hat Sandro Wagner noch mal seine Tore geschossen?
Veröffentlicht 30. Juni 2009 Spieler damals und heute 1 KommentarTags: Sandro Wagner, U-21-Europameisterschaft


Sein Ego-Jubel hat mir auch missfallen. Auch wenn ich verstehen kann, dass er Frust geschoben hat, als er ständig auf der Bank sitzen musste. Diese U21 hat sich sehr als Team dargestellt. Da passte das nicht so recht rein.