Wenn ich in München nach Ausflugszielen für junge, hippe Städtetouristen suche, komme ich am FC Bayern München nicht vorbei. Denke ich zumindest angesichts des Unterhaltungswerts von Fußball für diese Gesellschaft und des Erfolgs des Vereins. Ganz selbstverständlich bin ich also davon ausgegangen, dass der FC Bayern München all seinen überall in Deutschland wohnenden Fans während ihres München-Aufenthalts Gelegenheit gibt, die Geschichte und vor allem auch die Pokale dieses Vereins in einer entsprechend aufbereiteten Ausstellung bestaunen zu können. Dem ist nicht so. Es gibt kein Vereinsmuseum. Die Pokale stehen in der Geschäftsstelle. Da kann ein Blick drauf geworfen werden, wenn man mal beim öffentlichen Training vorbeischaut. Aber Vereinsgeschichte? Nichts davon. Merkwürdig. Dabei sind sie doch sonst immer ganz vorne dabei gewesen in der Entdeckung möglicher Geschäftsfelder über den eigentlichen Sport hinaus. Zumal ich mit Uli Hoeneß gerade dort jemanden erlebe, dem traditionelle Werte nicht egal sind. Zu diesen traditionellen Werten gehört doch aber auch das Bewusstsein für die Vergangenheit.
Was mich am FC Bayern München erstaunt
Veröffentlicht 9. Juli 2009 Fußball und Kultur , Halbzeitpausengespräch 6 KommentareTags: FC Bayern München


Es gab wahrscheinlich mal eins, das wurde aber entweder von Klinsmann abgebaut („Blicken nur nach vorne…“) oder jetzt auf Geheiß von Louis van Gaal („Wichtig bin allein ich.“/“Was meine Vorgänger gemacht haben, interessiert mich nicht“).
Offtopic ist übrigens Ahanfouf zurück im Zweitliga-Geschäft, bei Fortuna. Die Story von damals wurde nie aufgelöst, richtig? (Will den Beitrag aber nicht kapern.)
Wäre das was: Das Sommerinterview am Düsseldorfer Rheinufer? Verständnisvoll, aber auch kritisch: Herr Ahanfouf, kommen wir jetzt noch einmal auf ihre Zeit in Wiesbaden zu sprechen … Aber was rede ich, erstmal muss das Museums-Konzept ausgearbeitet werden. Dann das Interview.
On-Topic: Nein, es gab nie ein Museum und ginge es nach Hoeneß, käme vermutlich auch nie eins. Geht es um Fußball, lebt der Mann völlig im hier und jetzt, jegliche Nostalgie ist dem fremd. Nichts desto trotz tut sich mittelfristig da wohl was.
Zu spät, zu spät, um Ausflugstipp zu werden, zu spät, zu spät, zu spät.
Merkwürdiger Weise hatte ich gerade sofort den schon lange hier nicht mehr gehörten „Ritter Rost“ in meinem Ohr. Was das nun wieder soll?
Keine Ahnung, was das soll: du sprichst in Rätseln. Dein Ohrwurm ist wahrscheinlich ein „Insider“, magste aufklären?
Ritter Rost ist der große Held des Kinder-Popsongs.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ritter_Rost
Die Macher bedienen sich aus allen popmusikalischen Ecken und schreiben witzige Texte. Und da gibt es einen netten kleinen Song über das Verpassen von Möglichkeiten, der da heißt: Zu spät, zu spät zum Gänseblümchen pflücken.
Anstrengende Tage bringen am Abend wirre und verkürzte Gedanken