Ob die Verantwortlichen beim Karlsruher SC wissen, dass sie mit ihrer letzten Spielerverpflichtung dem Hochdeutschen in der Schweiz einen Bärendienst erweisen? Gerade eben noch konnten die Boulevardjournalisten vom Blick durch ihre sprachschöpferische Kraft den Beweis der Schönheit hochdeutscher Sprache antreten, schon spielt “Pummel-Profi” Klemen Lavric nicht mehr in St. Gallen sondern beim Karlsruher SC, und das Wort bleibt in der Schweiz, wie der Linguist zu sagen pflegt, ohne Referenten. Wenn es aber etwas in der Wirklichkeit nicht gibt, muss sehr viel darüber erzählt werden, damit ein Wort nicht sofort wieder vergessen wird. Im Dienste des Hochdeutschen in der Schweiz sollten ausgewählte Fußballer der Vereine eine Trainingseinheit der Woche in Konditoreien und Fast-Food-Restaurants verbringen.
Nun spielt der “Pummel-Profi” also wieder in Deutschland. Sieht man das Foto auf der oben verlinkten Seite vom KSC, hat er entweder abgenommen oder er war von Anfang an nur das Opfer der journalistischen Hochdeutsch-Kampagne. Klemen Lavric beim MSV und ich, da gab es übrigens am Anfang eine so große Zuneigung, dass ich ihm sogar seinen damals noch nur zeitweiligen Stürmertrab nachsehen wollte. Wie die Geschichte weiterging? Das ahnt ihr doch, wenn ich sage, heute denke ich bei dem Namen immer als erstes, zwischen ihm und mir hätte es damals eine feine Freundschaft zweier schon etwas älter gewordenen Herren gegeben? Jedes Mal, wenn ich von Klemen Lavric lese, überrascht es mich immer wieder von Neuem, dass er noch spielt. Ich glaube, er müsste mindestens Mitte 40 sein, der 1981 geborene. Ich konnte ihm aber nie böse sein. Deshalb freue ich mich auf Stürmertrab sowie auf Hintern raus, den rückwärts gehaltenen Klammerarm und das Fallen lassen, wenn der Ball nach der Annahme dann doch verspringt. Zu sehen im Auftaktspiel der nächsten Saison vom MSV Duisburg beim Karlsruher SC.





0 Antworten zu „Ohne Lavric Pummel-Profi-Knappheit in der Schweiz?“