Leben heißt Rhythmus

Neulich überlegte ich noch, wie das Schreiben hier mit der Zeit immer mehr in den Sog der Tagesaktualität geriet und wie das seit der Winterpause für mich nachgelassen hatte. Beim MSV Duisburg schien Normalität eingekehrt zu sein. Über die Verantwortlichen im Verein brauchte man sich erst einmal keine Gedanken mehr zu machen. Und alles deutete darauf hin, dass die Saison ohne große Aufregung zu Ende gespielt werden kann.

Nach den ersten zwei Spielen in diesem Jahr holt mich die Tagesaktualität nun wieder ein. Normalität ist langweilig. Im Sport muss es auch Ziele über den Spieltag hinaus geben, und die heißen beim MSV Duisburg doch wieder, den Abstiegsplätzen entkommen. Damit die Saison auch für uns Zuschauer noch einmal spannender wird, verlor die Mannschaft des MSV auch gegen den zweiten Verein, der sich momentan auf eben einem solchen Abstiegsplatz befindet und das auch direkt mal mit 4:2. Das war keine unglückliche Niederlage gegen den FC Hansa Rostock. Vier Tore hinzunehmen von einer Mannschaft, die zuvor in 20 Spielen gerade mal vierzehn zusammen bekommen hatte, das signalisiert: wir brauchen Druck. Alltag ist nicht das intensive Leben, das wir uns wünschen. Wir wollen, dass es um etwas geht. Am besten um alles. Das hat die Mannschaft vom MSV Duisburg nun, und damit auch wir Zuschauer.

Die Leistung vom MSV Duisburg muss sehr schlecht gewesen sein. Gesehen habe ich nichts, gehört habe ich nichts. Umstritten ist die Meinung aber nirgendwo. Da kommt die Verpflichtung von Sören Brandby zur rechten Zeit. Sie lässt auf Ivo Grlics gute Arbeit rückschließen, vor allem aber erhält  diese Verpflichtung nun eine zusätzliche Bedeutung nach dem Motto: Irgendetwas muss der Spieler im MSV Duisburg erkennen, was wir noch nicht sehen. Schließlich wechselt der Spieler vom SC Paderborn aus einem Verein des Erfolgs in dieser Saison zu einem Verein, der auf den unteren Tabellenplätzen für die nötige Abwechslung im Leben sucht. Allerdings weiß ich nicht, welchen Wert er zurzeit für den Kader des SC Paderborn besitzt. Da muss ich mal in der angeheirateten Heimat nachfragen. Das Interesse am Fußball dort ist in der letzten Zeit ja stetig gestiegen.

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