Jetzt ist aber allmählich gut. Da sitze ich in der angeheirateten Heimat Paderborn beim Libori-Fest, höre abends die anscheinend aus Köln heimlich mitgereiste Genesis-Cover-Band Stil Collins hier sowie die Fury-in-the-Slaugtherhouse-Brüder dort, bin gut gelaunt bei wunderbarem Wetter und lese gerade für meine weitere Saisonvorbereitung die Nachricht vom mehrwöchigen Ausfall Julian Kochs. Eigentlich wollte ich ein paar der Blogs zusammenstellen, die über die in dieser Saison in die 2. Liga hinzugekommenen Vereine schreiben. Jetzt heißt es erst mal mentale Soforthilfe durch andauerndes Schimpfen und Fluchen.
Im Moment stehe ich vor denselben Problemen wie Oliver Reck. Wo ihm die Spieler ausgehen, fehlen mir allmählich die Ideen, wie sich aus diesen Unglücks-Nachrichten vor dem Spiel am Sonntag gegen den VfR Aalen noch ein positiver Kern herausschälen ließe. Da muss ich erstmal einen Tag lang drüber nachdenken. Die Mannschaft wird am Sonntag auf jeden Fall sämtliche Unterstützung durch glücksversprechende Rituale und das Anziehen ausgewählter Sieger-Trikots brauchen. Ich stelle hier im Dom auch mal eine Kerze auf. Schaden wird’s nicht, und wahrscheinlich singt gerade sowieso schon wieder ein Chor. Eigentlich ist das Libori-Fest sowieso eine Art Cross-Over-Festival nebst Kirmes und katholischem Beiprogramm. Wer´s genauer wissen will, siehe auch Heiliger Liborius.
Übrigens langweilen sich die Sicherheitskräfte vor Ort ein wenig, wenn der MSV Duisburg gerade mal nicht in Paderborn spielt. Da trifft es sich gut, dass die britische Armee noch immer Soldaten hier stationiert. Es scheint so, als ob sie uns Auswärtsfans gut vertreten. Bis Dezember gibt es also genug Gelegenheit für Polizei und ihre privaten Helfer, in der Gegend rumzustehen und unfreundlich gucken zu üben. Die Blogs gibt es wahrscheinlich morgen, dann ordne ich auch die Linkliste um. Einfach weitermachen, egal, was passiert. Anders geht es ohnehin nicht. Das hilft. Im Moment kann ich trotz allem schon wieder auf einen siegreichen Saisonauftakt hoffen.





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