Mit '1. FC Nürnberg' verschlagwortete Einträge

Fremdsprachenunterricht aus gegebenem Anlass

Noch besser hätten sich FSV Mainz 05, SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Nürberg gestern nicht an den von mir und etlichen anderen letzte Woche am Kicker-Tabellenrechner sorgsam ausgearbeiteten Ablaufplan der restlichen Saison halten können. Dies ist um so mehr zu loben, als der MSV Duisburg am Freitagabend seinen Teil der notwendigen Arbeit gar nicht erst geleistet hat. Deshalb möchte ich diesen letzten Spieltag für uns MSV-Fans retten und uns zu Weltgewandtheit und internationaler Small-Talk-Fähigkeit verhelfen. In ferner Zukunft könnten wir ja vielleicht bei einer der internationalen Aufgaben des MSV Duisburg einmal wieder mit jenen Fans zusammenkommen, die nicht des Deutschen mächtig sind. Dann aber schnell an die heutige Lektion „Idiomatische Redewendungen“ erinnert!

Aus gegebenem Anlass wenden wir uns einer oft anwendbaren Weisheit zu, die da lautet: Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär.

Im Englischen haben wir mehrere Möglichkeiten der Übersetzung: Pigs might fly if they had wings.
(Sinngemäß: Schweine könnten fliegen, wenn sie Flügel hätten.)

If ifs and ands were pots and pans there’d be no work for tinkers.
(Sinngemäß: Wenn wenns und unds Krüge und Pfannen wären, gäbe es keine Arbeit für Kesselflicker.)

Für das Französische ist mir nur eine Übersetzung geläufig: Avec des si on pourrait mettre Paris en bouteille.
(Sinngemäß: Mit wenns könnte man Paris in eine Flasche füllen.)

Ergänzungen und Übersetzungen in weitere Sprachen sind jederzeit willkommen.

Saison 2008/2009 – 23. Spieltag 1. FC Nürnberg (H)

Aus so einem Spiel wie gestern Abend gegen den 1. FC Nürnberg gehe ich mit zwiespältigen Gefühlen und bin leider nicht vom späten Ausgleich derart euphorisiert.

Eine sehr mäßige Erste Halbzeit habe ich gesehen, in der vom Platz hinter dem MSV-Tor aus nach meinem Geschmack viel zu viele Momente des Spiels ganz genau zu sehen waren. Viel lieber hätte ich schon zu dieser Zeit nicht genau mitbekommen wollen, was passiert, wie es etwa dann beim Gewusel vor dem indirekten Freistoß in der Zweiten Halbzeit auf der Gegenseite der Fall war. Heute lese ich also zur Erklärung von einem gestreckten Bein und weiß nun auch die bei aller Euphorie verfassten Erläuterungen zum Regelwerk einzuordnen.

Die in Aachen gesehenen Ansätze im Spielaufbau ließen sich erst in der zweiten Halbzeit ein wenig entdecken. Nürnberg hatte sich die Duisburger Erfahrungen des letzten Spieltages anscheinend zum Vorbild genommen und griff zur Freude ihres Torhüters recht erfolgreich in der gegnerischen Hälfte an. Das schaltete zwar nicht jeden Duisburger Angriff aus, doch allzu viel klappte da nicht nach vorne. Andererseits bewegte sich das Spiel dann gerne zwischen Mittellinie und Strafraum des MSV hin und her, weil zu meiner großen Erleichterung der letzte Pass der Nürnberger in die Mitte nicht ankam. Auch das kannten wir aus dem Aachener Spiel vom Verein aller Verein. Da machte es dann auch nichts, wenn in der ersten halben Stunde immer mal wieder ein Nürnberger Stürmer in der Mitte völlig frei stand und ich das Gefühl entwickelte, da stimmt was nicht mit der Innenverteidung. Ehe die Nürnberger das entdeckten, hatten sich Björn Schlicke und Markus Brzenska aber endgültig gut organisiert und das zunächst bedrohlich wirkende, mittige Loch in der Abwehr dauerhaft geschlossen. Vor allem eins war aber mein vornehmlicher Eindruck, genau wie in Aachen letzte Woche lief auch in Duisburg der Ball bei der Gastmannschaft flüssiger.

Von Anbeginn der zweiten Halbzeit war dem Spiel des MSV endlich der Zug zum Tor anzumerken. Auch da klappte noch nicht viel durch ein  schnelles Flachpassspiel, aber die langen Bälle wurden vorne nun besser behauptet und der Druck in Richtung Strafraum nahm zu. Dennoch kam die Führung letztlich etwas überraschend, weil der Weg solcher als Flanke gedachten scharf geschossenen, flachen Bälle niemals so genau vorhersehbar ist – schon gar nicht quer durch den ganzen Strafraum.

Wenn ich Makiadi als Torschützen jubeln sehe, erinner ich mich außerdem an eine Szene, in der er nach einem langen Ball auf ihn in den Strafraum dort doch sehr deutlich von seinem Gegenspieler mit dem Arm weggedrückt wurde. Das  ist anscheinend nach dieser besonderen Schlussphase gar kein Thema mehr. Oder verfolge ich da gerade das nicht angesagte Gegenprogramm zur englischen Härte?

Bei der Nürnberger Führung habe ich mal wieder gemerkt, wie tiefe Spuren die Spiele der Bommer-Ära bei mir hinterlassen haben. Noch immer hängen mir diese damaligen Enttäuschungen in letzten Minuten nach und ich glaube, das ist auch der Grund, dass ich den Ausgleich gar nicht mehr habe richtig feiern können. Zu sehr war ich zurückgeworfen in diese alten Erfahrungen und haderte mit dem Schicksal.

Da stelle ich fest, die Mannschaft ist da Gott sei Dank weiter als ich, der Fan, und weiß zumindest um ihre kämpferische Qualität. Markus Brzenska erinnert sich auch noch an die Vergangenheit, wenn er sagt, in der Hinrunde hätten sie so ein Spiel noch verloren. Er aber hat diese Vergangenheit gut verarbeitet. Ich bin noch dabei. Gegen Freiburg auf ein Neues.

Club-Fan bei Radio-Zebra – Programmhinweis

Über die Bande gespielt kommt hier der Programmhinweis auf eine Sendung von Radio Zebra. Lese ich doch bei meiner persönlichen Vorbereitung für das Spiel am Montag gegen den 1. FC Nürnberg nicht nur diesen Vorbericht im Blog von „Clubfans United“ sondern lzwei Beiträge zuvor auch den Programmhinweis auf dieses Interview mit dem Blogautor Alexander Endl als Fan des kommenden Gegners bei Radio Zebra. Davor gibt es allerdings bis ungefähr zur Hälfte der Sendung natürlich den Rückblick auf das Spiel gegen Aachen inklusive Architekturkritik zum Stadionneubau vor Ort, mit dem Walter Hellmichs Unternehmen beauftragt ist.