Als MSV-Fan zu „Wetten dass, …“?

Am Ende dieser Saison werde ich mich bei „Wetten dass, …“ bewerben. Dann kann ich nämlich typische Spielsituationen des Vereins aller Vereine allein an der Tonlage von Marco Röhlings Stimme erkennen. Gestern war es so, dass beim Geburtstagskaffee im Nebenzimmer ein Uralt-Transistorradio vor sich hin blecherte und ich am Kaffeetisch sitzend natürlich nichts anderes verstehen konnte als eine Montage von Melodien, Geräuschen und Stimme, was in Konzertsälen auch als Moderne Musik durchgegangen wäre. Die Stimme sprach einen Text, den ich nur verstehen konnte, wenn ich aufsprang und in die Küche hastete. So blieb mir nichts anderes übrig als ein wenig Bewegung und auf den Tonfall von Marco Röhlings Stimme zu achten. Und da bahnte sich in der ersten Halbzeit ja kurz das alte Spiel an. Ein guter Beginn ohne Tor mit allmählichem Gegenhalten der gegnerischen Mannschaft bis diese Mannschaft dann zum Leidwesen … Aber dann wurde ja alles anderes. Meine Hoffnung gestern, etwas müsse hinzugekommen sein zur „harten Arbeit“ während der Winterpause, hat sich erfüllt. Oder auch: die „harte Arbeit“ war nicht Selbstzweck sondern hatte ein Ergebnis.

Denn in der zweiten Halbzeit fand der MSV zur anfänglichen Überlegenheit zurück. Das war unverkennbar an Marco Röhlings Stimme festzustellen. Die besorgte Aufgeregtheit war einer erwartungsvollen Aufgeregtheit gewichen. Das mündete zunächst immer wieder in einen enttäuschten Ton. Was mich schließlich auch mal auf halbem Wege zurückkehren ließ. Die vergebene Chance  brauchte ich nicht nocheinmal beschrieben zu haben. Doch als sich dann zum Ende hin der immer dramatischer werdende Klang der Stimme in einem Aufschrei des Jubels entlud, rannte ich, mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht, in die Küche und ließ mir noch einmal erzählen, wie es zu dem Tor gekommen war. Großartig! Nach Jahren drei Punkte in Rostock. Einen Angstgegner besiegt, auch wenn überall von der schwachen Heimmannschaft zu lesen ist. Das ist beim Verein aller Vereine nämlich kein Grund zu gewinnen, dass so ein Gegner schwach ist. Wir haben in der Hinrunde gegen so viele schwache Mannschaften verloren, dass ich jetzt und heute in diesem Sieg  eine Wende sehen will. Der Spannungsbogen für „Mitten in Meiderich“ trägt. Erstmal bis zur nächsten Woche. Denn auch ich denke nur von Spiel zu Spiel.

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