Mitten in Meiderich – Folge 8

Was bisher geschah … „Mitten in Meiderich“ ist die Mini-Doku über den MSV Duisburg. In der ersten Folge hieß es noch, wir begleiten den MSV bei dem Versuch, doch noch aufzusteigen. Die einzelnen Folgen aber sind bislang nicht mehr auf diese starke Grundidee hin ausgerichtet. Einen längeren Erzählfaden gibt es nicht. Das Serielle der Doku baut fast ausschließlich auf die äußere Form der Präsentation und dem unkonkreten Thema „MSV Duisburg“. Deshalb braucht eine jede Folge eigentlich eine einzelne starke Geschichte mit Anfang und Ende.  Wirklich gefunden werden diese Geschichten bislang nur im Ansatz. Deshalb bieten die Folgen ein kunterbuntes Allerlei, das manchmal etwas beliebig wirkt. In diesen Grenzen gewährt „Mitten in Meiderich“ in den besseren Momenten den Blick aufs Tagesgeschäft, der angesichts des Formats natürlich immer etwas flüchtig ist …

Da hatte ich meinen Einleitungstext geschrieben, ehe ich mir die achte Folge von „Mitten in Meiderich“ ansah und meinte zunächst ihn voreilig geschrieben zu haben. Zu Beginn dieser Folge achten die Macher dieses Mal auf genau das, was mir bislang fehlte. Sie stellen mit Christian Tiffert eine Hauptfigur ins Zentrum der Folge und haben bei diesen ersten Bildern von dem „Mann hinter den Spitzen“ den Verlauf der Saison im Blick. Das bietet sich gerade bei Tiffert natürlich an, der von Bommer nicht mehr berücksichtigt wurde und nun zu einer der Stützen der Mannschaft zählt. So erfahren wir aus persönlicher Perspektive eine Wertung des Ganzen, und da reichen in dem Format jene Sätze, die deutlich manchen, Bommer hat ihn seinen Fähigkeiten gemäß nicht richtig eingesetzt.

Hinzu kommt in dieser Folge der euphorisierende Sieg gegen Freiburg. Chance und Gefahr zugleich, die Chance bot sich, indem die Radioreportage eingespielt werden kann und das 1:0 so noch einmal lebendig wird. Die Gefahr war den Erzählfaden zu verlieren, und genau das ist geschehen. Anstatt Tiffert nach diesem Spiel im Blick zu halten, hören wir zunächst dieses langweilige O-Ton-Klischee von Walter Hellmich nach dem Spiel. Auch Peter Neururer  hat nun nicht wirklich Interessantes zu sagen, wenn er auch einen authentischeren Eindruck macht als der Präsident. Und als Tiffert endlich wieder in den Fokus rückt, erfahren wir durch seine O-Töne auch nicht viel anderes als Standardsätze der Branche und das, was wir von Tiffert bereits am Anfang haben kennen gelernt. Stark anfangen, schwach enden schafft man auch in 4 Minuten 59 Sekunden.

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