Befreit und zwischenzeitlich altbekannt

So kann das also immer wieder sein, wenn die eine Mannschaft ihre letzte Chance nutzen will und es für die andere Mannschaft um etwas geht, was nicht von vornherein ganz eindeutig ist. Mit dem Blick auf die  Leistung in den letzten Spielen des MSV war jedenfalls wenig über das Auftreten der Mannschaft in Kaiserslautern vorherzusagen. Aber anscheinend ging es für die Spieler doch auch um so etwas wie Stolz. Die pure Lust am Gewinnen konnte  wieder entdeckt werden.

Uns als MSV-Fans kommt das natürlich ganz bekannt vor, dieser völlige Leistungsinbruch vom 1. FC Kaiserslautern, wie ich es gestern von Marco Röhling erzählt bekam und heute etwa bei „Der Westen“ zu lesen ist. Da bin ich angesichts des Sieges und des Spielverlaufs hin- und hergerissen zwischen meinen Gefühlen. Nichts bleibt als stabiler Zustand. Da stellt sich keine grundsätzliche Zufriedenheit ein, weil sich gleichzeitig immer noch dieses „zu spät“ bemerkbar macht.  Andererseits ist die Hoffnung auf die nächste Saison endlich gestärkt worden und ich fühle mich bestätigt, die MSV-Spielstärke mit Hilfe der Psychologie zu erklären.  Das Können der Spieler ist also vorhanden. Sandro Wagner kann auch als MSV-Stürmer das Kopfballspiel. Die erfolgreiche Ecke gehört in den DVD-Zusammenschnitt mit erfolgreichen Spielszenen für die zukünftige Saison. Ich kann mich an eine gefährliche Ecke dieser Mannschaft überhaupt nicht mehr erinnern. Dieses Kopfballtor von Sandro Wagner nach einer Ecke ist eine Sensation.

Allerdings spüre ich auch leisen Missmut, so etwas letzte Woche gegen Rot-Weiß Oberhausen nicht gesehen zu haben.  Außerdem ist da das Wiedererkennen altbekannter Zumutungen, wenn ich an die drei Gegentore innerhalb von elf Minuten denke. Da wirkt ab der 66. Minute eine 4:0-Führung für einen Sieg des MSV nicht hoch genug. Dieses Gefühl gleicht übrigens eher einem selbstgerechten  Nörgeln. Was ich mir aber durchgehen lasse, da mir die meisten der vergangenen Ängste und Sorgen um notwendige Punkte noch immer sehr lebendig sind.

So bahnt sich jetzt ein einigermaßen versöhnlicher Saisonabschluss an mit einer hoffnungsfrohen Sommerpause. Für mich wird jedenfalls eins deutlich, diese Mannschaft braucht Sicherheiten in der Spielanlage, wenn sie einmal nicht sofort erfolgreich ist. Das wird die Hauptarbeit für Peter Neururer bei der Vorbereitung auf die nächste Saison.

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