Und wenn sich einer nach dem anderen verletzt?

Wir Menschen arbeiten nun auch schon seit Jahrhunderten daran, diesem Leben das Unglück und Gefahren auszutreiben. Früher hat man dazu Wissen gesammelt, den Göttern Opfergaben gereicht und gehofft, es wird schon gut gehen. Heute sammelt man Wissen, glaubt an Wahrscheinlichkeiten und hofft darüber hinaus, es wird schon gut gehen. Bei allem Zahlenglauben geht es gegen alle Wahrscheinlichkeit dann doch auch manchmal schief.  Da macht der Fußball keine Ausnahme, und deshalb hat Eintracht Frankfurt „da ein Problem„.

Normalerweise ist der Kader eines Fußballvereins im professionellen Sport mit drei Torhütern gut bedient. Drei Torhüter haben sich trotz aller nationalen Unterschiede im Sicherheitsempfinden als internationaler Standard durchgesetzt. Das ist als Sicherheitsmarge wohl begründet, sitzt bei  Ausfall eines Torhüters dann dennoch ein Spezialist für das Tor auf der Auswechselbank.

Ob bei Eintracht Frankfurt eine Angstkultur vorherrscht, wenn es um die für den guten Verlauf einer Saison notwendigen Torhüter geht, vermag ich nicht zu sagen. Ungewöhnlich ist es schon, wenn vier Torhüter zu Beginn der Saison im Kader stehen. Andererseits mögen die Verletzungen von Jan Zimmermann und Ralf Fährmann vor Beginn der Saison da eine Rolle bei der Kaderplanung gespielt haben. Hinzu kommen vielleicht auch Vorahnungen von besonderen Gefahren, denen ein Torhüter in Frankfurt ausgesetzt ist.

Letzte Woche verletzte sich nämlich Markus Pröll das Schultereckgelenk, als ihm nach einem Freundschaftsspiel ein kleines Mädchen in die Quere kam. Damit blieb Oka Nikolov als letzter der vier Torhüter des Kaders übrig. Man kennt das aus anderen Vereinen, die zweite Mannschaft hilft dann aus. Doch heute lese ich vom Mittelfußbruch des Andreas Rössl, U23-Torhüter der Eintracht und als besagte Aushilfskraft in der Not vorgesehen.

Ich weiß nicht, ob Eintracht Frankfurt in Zukunft einen Torhüter nur noch bei Zahlung von Gefahrenzulagen verpflichten kann, aber eins weiß ich sicher, Frankfurts Bevölkerung kann sich glücklich schätzen, in der Gegenwart zu leben. Früher wäre da wahrscheinlich spätestens jetzt jemand fällig gewesen – wenn nicht als Opfergabe für die Götter so doch als Sündenbock.

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