Stig Töfting will im Polargebiet Fußball spielen

Morgen gibt es hier eine Besprechung der Fußballerbiografie  „Unhaltbar“ des „Welttorhüters“ Lutz Pfannenstiel. Eine Randnotiz des Buches soll euch aber schon heute nicht vorenthalten werden. Pfannenstiel hatte die Idee zu einem ungewöhnlichen Fußballspiel, um damit medienwirksam für den Klimaschutz zu werben. Das Projekt nennt er „Global Goal“. Zunächst war von ihm geplant, in der Antarktis ehemalige und aktuelle Fußballstars  in einem Benefizspiel aufeinander treffen zu lassen. Inzwischen wird das Projekt von vielen Fußballern unterstützt und andere mögliche Spielorte sind hinzugekommen.

Einen dieser Fußballstars, die Lutz Pfannenstiel eine Zusage für das Benefizspiel gegeben haben, konnten wir von 1997 bis 2000 auch in Duisburg spielen sehen: Stig Töfting. Töfting gehört für mich zu den erinnerungswürdigsten Spielern der MSV-Geschichte, und alleine der Abstieg des MSV in der Saison 1999/2000 und Töftings damit verbundener Vereinswechsel verhinderte,  dass sein Name in Duisburg heute in einem Atemzug mit den Helden der 70er Jahre genannt wird. Mit seiner körperbetonten Spielweise im Mittelfeld und mit dem wegen seines bulligen Körpers sehr typischen, dynamischen Laufstils, mit seiner Einsatzbereitschaft und seiner emotionalen Verbundenheit mit dem Publikum gab es jedenfalls alle Zutaten zur Legendenbildung. Die drei Spielzeiten in Duisburg waren dazu einfach nur eine zu kurze Zeit.

3 Responses to “Stig Töfting will im Polargebiet Fußball spielen”


  1. 1 Trainer Baade 8. Oktober 2009 um 15:58

    Stig Töfting, noch heute komme ich ins Schwärmen. So lang isses ja auch noch gar nicht her.

    Was der Legendenbildung allerdings auch ein wenig abträglich war, war sein unschönes – zumindest aus MSV-Sicht – Transfergebaren nach der Saison 99/00, denn da fehlt bei fussballdaten seine kurze Stippvisite zurück in Arhus „der Familie wegen“, um dann ein paar Tage später für die nächste Saison doch zum HSV zu wechseln.

    Auch wenn das Argument sicher eines bleibt, denn Arhus-Hamburg kann man wohl pendeln, während das bei Duisburg-Arhus schon schwieriger aussieht.

    Aber: Ich hatte mich ohnehin nie an diesen Verteufelungen beteiligt, Blogs gab’s eh noch keine und verbal genauso wenig wie innerlich.

    Er bleibt mein Heroe, so selten ich solche Gefühle für andere, nicht gerade schicke Männer hatte. Er grüßt sogar noch jeden Morgen als kicker-Ausschnitt von der Innenseite meines Badezimmerschranks. Mein kleines Pin-Up sozusagen.

    Stig Töfting sollte allerdings durchaus noch mal eine etwas ausführlichere Würdigung erfahren als die wenigen Sätze. Von Dir oder von mir.

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    • 2 Kees Jaratz 9. Oktober 2009 um 06:51

      Jetzt weiß ich auch, warum ich gestern Mühe hatte, diesen Mann auf einen Satz zu bringen und mir so viele andere Dinge durch den Kopf gingen, die mir genauso wichtig erschienen. Der Mann braucht einfach viel mehr Sätze. Du hast recht. Gestern gingen mir immer wieder neue Worte über ihn durch den Kopf, die aber wiederum andere Sätze nötig machten. Denn Stig Töftings Geschichte berührt für mich immer wieder auch grundsätzliche Fragen – zum Fußball und seiner Entwicklung sowieso, aber auch ganz allgemein zum Menschsein und dem Leben.

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  1. 1 Der "Welttorhüter" blickt zurück - Lutz Pfannenstiel: Unhaltbar « Fakten und Gerüchte aus dem Stadionbus Trackback zu 9. Oktober 2009 um 10:34

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