Archiv für Februar 2010

Witzige und originelle „Fan-Choreo“ zu Walter Hellmich

Nachdem  in der vorletzten Woche die Geschäfte von Walter Hellmich beim und mit dem MSV Duisburg in die Medienöffentlichkeit gerieten, reagierte der Vorstandsvorsitzende des MSV Duisburg mit einigen Interviews. Hier, bei der Fußballpresseschau Indirekter Freistoß, findet sich eine gute Zusammenfassung der öffentlich gewordenen Stimmen. Walter Hellmichs Interview mit dem Reviersport vom 18.2. wird dort nicht erwähnt. Dort sagt er zwar nichts anderes als im Interview bei der Westen vom 19.2., doch nennt er die Kritiker zudem flapsig „doof“.

Manchmal bin ich ein Träumer, dann denke ich mir die Welt als eine der besten und kann dann glauben, mit dieser flapsigen Bemerkung hat Walter Hellmich den Grundstein für eine bislang nicht zu erhoffende Entwicklung gelegt. Diese flapsige Bemerkung wurde nämlich von Fans in einer Choreografie aufgegriffen. Als Stehplatzzuschauer war mir natürlich klar, da gibt es einen Kommentar zu Walter Hellmich auf der linken Stehplatzseite. Doch natürlich zeigte weder die Stadionregie diese Pappschilder auf der großen Leinwand, noch habe ich bislang irgendetwas in den Medien dazu gelesen. Walter Hellmich gehört einfach zu sehr ins Ruhrgebiet-Establishement als dass die Auseinandersetzung mit ihm von den Medien vor Ort weiter am Köcheln gehalten wird. So habe ich erst gestern, spät abends die Choreografie hier, im MSVPortal, entdeckt. Man muss auf der Seite runterscrollen, bis man zu dem Foto kommt. (Am Ende dieses Textes gibt es nun zwei Links direkt zu Fotos.)

Diese Choreografie ist so überaus witzig und originell, dass ich hoffe, sie kann über die Hellmich-Angelegenheit hinaus ein Maßstab für das Umfeld des Vereins werden. Diese Choreografie war ein Mittel der Kritik auf einem Niveau, das ich aus Fankurven kaum kenne. Diese Kritik ging nicht unter die Gürtellinie. Sie gab Anstoß nachzudenken und durch ihren Humor ließ sie die Kritiker in einem guten Licht erscheinen.

In der besten aller Welten gibt es einen Vertrauten von Walter Hellmich der ihm rät, das Gespräch zu suchen mit Menschen, die für solch eine Kritik verantwortlich sind. In der besten aller Welten würde dieser Mensch Walter Hellmich sagen: „Walter, ich weiß dir fällt das schwer, aber sieh das mal so, du hast mit deiner flapsigen Bemerkung in diesem einen Interview überhaupt erst diesen Ton möglich gemacht. Du warst nicht zu aggressiv. Du hast deine Sicht deutlich gemacht. Du bist letztlich doch dafür verantwortlich, dass die Sache so gut werden kann. Du verlierst dein Gesicht nicht, wenn du auf diese Leute zugehst. Wir wollen doch alle nur das Beste für den Verein. Und Leute, die so kreativ und originell sind, solche Leute kann dieser Verein gut gebrauchen. Mit diesen Leuten haben wir eine Chance im Revierfußball so einzigartig dazustehen, wie du es dir immer erträumt hast. Alle werden dich bewundern, dass du, Walter Hellmich, trotz der zum Teil so deutlichen Kritik das Gespräch gesucht hast.“

Ich weiß, einer der großen Fehler aller Menschen ist die Annahme, das Gegenüber denke genau wie man selbst. Aber ich rede ja nur von der besten aller Welten. Mit dieser Choreografie erkenne ich tatsächlich einen Kern dessen, was den MSV Duisburg zu einem besonderen Verein machen kann. Und da denke ich auch in Marketing-Dimensionen, und schlage mit dem wirtschaftlichen Ertrag damit doch den Bogen auch wieder zurück zum sportlichen Erfolg.  Warum ist es schick geworden, Fan vom FC St. Pauli zu sein? Im Kölner Kneipenkarneval war eine gern genommene „Verkleidung“ von Menschen im Alter um die 30 eine St.Pauli-Fanausstattung. Da steht eine lange Entwicklung hinter, die ihren Ausgang in der besonderen Fan-Kultur dieses Vereins hatte. In der besten aller Welten unterstützen die Verantwortlichen des MSV Duisburg die Entwicklung einer Fan-Kultur, in der Kritik auf die oben angesprochene Weise geäußert wird.

Ich glaube, im heutigen Fußballgeschäft müssen Vereine wie der MSV Duisburg daran arbeiten, Zuschauer unabhängig vom sportlichen Erfolg an den Verein zu binden. So eine Zuschauerbindung fördert man, indem die Menschen, die sich zum MSV bekennen, für ihre Identität etwas erhalten, was über den Fußball hinaus geht. Kreativität, Witz und Humor scheinen mir da keine schlechten Eigenschaften zu sein. Auch Vereine haben Identitäten, und Vereinsverantwortliche müssten sich Gedanken über solche Identitäten machen, sie entwickeln und jede unter den Zuschauer gemachte Bewegung hin zu einer besonderen Identität unterstützen. So etwas geschieht nur auf lange Frist, und es entsteht nicht per Verordnung, sondern nur durch die Zuschauer selbst. Die Vereinsverantwortlichen können nur die Bedingungen verbessern, unter denen solche Zuschaueraktivitäten stattfinden. In der besten aller Welten hätte ich im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen den Anfang einer neuen Entwicklung beim MSV Duisburg gesehen.

Eine Bitte noch: Wenn irgend ein Leser einen direkten Link zu dem Foto kennt – vielleicht ist das Foto ja bei Flickr, oder wo auch immer. ebenfalls eingestellt – so maile er ihn mir doch bitte. Ist zum Weiterklicken einfacher.

Und MSV-Fans sei Dank, ich kann zwei Foto-Quellen direkt verlinken: Nochmals Danke schön für die beiden Mails!!! Zum einen hier das Foto auf der Seite der Fotografin Gabriele Petrick und zum anderen das Foto aus dem Fotoalbum vom RWO-Fanblock.

Abschlussschwäche von RWO-Abwehr bringt MSV um drei Punkte

Besser konnte die Abwehr des MSV Duisburg es ihren Oberhausener Kollegen nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit einfach nicht vormachen. Tatsächlich ins eigene Tor schießen, das geht natürlich nur beim Training. Aber einem Eigentor möglichst nahe kommen, um damit dem Gegner Vorbild zu sein, das muss der MSV Duisburg mit seinen zurzeit nur selten erfolgreichen Stürmern anscheinend einfach riskieren. So kam es zu diesem perfekt vorgetragenen Zusammenspiel von MSV-Abwehr und RWO-Sturm. Über halbrechts drang ein Oberhausener Stürmer bei einem Konter in den Strafraum Richtung Torauslinie ein. Scharf folgte der Pass in die Mitte. Der Ball flog an Tom Starke vorbei. Hinter Starke hätte der halblinks in den Strafraum sprintende Oberhausener Stürmer den Ball möglicherweise ins Tor reingrätschen können. Doch sicherheitshalber wollten zwei Abwehrspieler der Duisburger ihm zuvorkommen. Der erste verpasste den Ball, der zweite aber traf, und am rechten Pfosten rollte der Ball knapp vorbei. Maßarbeit! Selbst die Stadionregie wollte diesen Versuch vorbildhaft zu wirken mit ihren Mitteln unterstützen und blendete einen neuen Spielstand ein: 2:3 stand da auf der Anzeigetafel. Das signalisierte, wenn alles klappt, liebe Oberhausener Verteidiger, wird euer Eigentor sogar hier oben lobend erwähnt. Nach etwa einer Minute wurde das Phantomtor dann wieder gelöscht. Schließlich soll man es nun auch nicht übertreiben mit der freundlichen Zuwendung.

Trotz der vorbildhaften Bemühung hat die Oberhausener Abwehr völlig versagt. Sie hat es darauf ankommen lassen, vor allem Srdjan Baljak und Caiuby bei ihren Versuchen ein Tor für den MSV Duisburg zu erzielen, allein zu lassen. Dabei hat die Duisburger Abwehr gerade in der ersten Hälfte nicht nur mit der vorbildhaften Anleitung zum Eigentor sehr viel dafür getan, um ein freundliches Klima zwischen beiden Mannschaften entstehen zu lassen. Das Zusammenspiel von MSV-Abwehr und RWO-Angriff verhalf dem Spiel zu zwei Toren. Früh schon, in der 7. Minute,  erinnerten sich die MSV-Verteidiger nämlich daran, dass die Bewegungen gegnerischer Stürmer dann besonders gut zur Geltung kommen, wenn ihnen viel Raum gelassen wird. Schnelles Eindringen in den Strafraum und ein Torschuss gelingen einfach besser, wenn niemand dabei stört. Das wussten Torschütze Moritz Stoppelkamp und seine Sturmkollegen sehr zu schätzen und versuchten diese Art Angriff deshalb gleich mehrmals. Allerdings muss bei solchen Versuchen das eigene Können auch  jedes Mal vollständig abgerufen werden, sonst braucht es noch mehr Unterstützung. Beim zweiten Stoppelkamp-Tor verhedderten sich die Oberhausener Stürmer nach der ersten Angriffswelle in den Duisburger Strafraum hinein. Sie fanden für ihren stürmerischen Ausdruck keine passenden Positionen mehr, weil der ihnen zur Orientierung dienende Ball von der Duisburger Verteidigung in Besitz genommen war. Es müssen die verloren wirkenden Blicke der Oberhausener Stürmer gewesen sein, die die Duisburger Spieler in dem Moment zutiefst rührten. Sie brachten es nicht über das Herz, den Ball aus dem Strafraum wegzuschlagen, sondern überließen ihn noch zweimal diesen unglücklichen Oberhausener Spielern.  Der Lohn dieser Geste war die Freude sämtlicher Oberhausener über die barmherzige Gabe, die sie selbstlos weiterreichten, um dem großen Ganzen, dem Spiel, ein Tor zu schenken.

An die Leistung ihrer Sturmkollegen reichte die der Oberhausener Verteidigung aber eben nicht heran. Ab Mitte der zweiten Halbzeit schienen die Verteidiger schwer angeschlagen zu sein, so dass niemand mehr ihnen einen kräftigen Schuss aufs eigene Tor hätte zugetraut.  Spätestens da war es an der Zeit, dass der MSV Duisburg so einen Schuss selbst auf  den Fuß nehmen musste. Doch reichten die Mittel der Mannschaft nicht aus, einen Gegner auszuspielen, dessen körperliche Kräfte so deutlich nachließen. Im Gegenteil, mancher von der Oberhausener Abwehr weit nach vorn geschlagene Ball fand häufig genug einen Mitspieler im Mittelfeld, so dass auch zu diesem Zeitpunkt noch der ein oder andere Oberhausener Konter Richtung Duisburger Tor gelaufen wurde.

Einmal mehr spielte die gegnerische Mannschaft bei ihren Angriffszügen präziser. Beim MSV Duisburg gab es zu wenig schnelles Zusammenspiel. Und wenn es denn einmal versucht wurde, gelang oft der letzte Pass nicht oder der Abschluss vor dem Tor blieb viel zu harmlos. Die aussichtsreichste Chance zum dritten Duisburger Tor hatte der eingewechselte Dario Vidosic, dessen Schuss aber so wirkte, als wolle er Christoph Semmler im Oberhausener Tor den Ball präzise in die Arme spielen. Auch Caiuby mit seiner meiner Meinung nach stärksten Saisonleistung kam zum Ende des Spiels hin nicht mehr gefährlich in Strafraumnähe.

Die spielerische Qualität der Mannschaft reicht einfach nicht, um ganz oben mitzuspielen. Es gibt viele kleine Unzulänglichkeiten, die in der Summe jenen Unterschied zu den obersten vier Mannschaften ausmachen. Mit Bielefeld sehe ich den MSV Duisburg auf Augenhöhe. Ich möchte es anders haben.  Aber je länger die Saison andauert, desto anstrengender werden die gedanklichen Konstruktionen, die es mir ermöglichen meine Hoffnungen gegen die Einsicht noch aufrecht zu erhalten.

Liest man die Kommentare nach dem Spiel, scheint die Stimmung in der Mannschaft zu kippen. Eine allgemeine Unzufriedenheit sucht ein Ventil. Diesen Groll in produktive Energie umzuwandeln kommt als weitere Aufgabe auf Milan Sasic und sein Trainerteam zu – neben der weiterhin notwendigen Arbeit, die spielerische Qualität der Mannschaft zu steigern.

Offenes Bekenntnis von Kees Jaratz! – Ein Leben ohne Derby-Gefühle

Heute bekenne ich: Ich gehöre zu einer Minderheit. Man sieht es mir nicht an, doch ich bin anders als die meisten Anhänger eines Fußballvereins. Viele werden mich nun fanbehindert nennen. Ich kann nur sagen, ich leide nicht unter einem Mangel. Die Derby-Empfindungslosigkeit gehört zu meinem Leben. Diese Eigenschaft macht in der persönlichen Begegnung vielleicht unsicher und ängstlich. Doch ich hoffe auf die integrative Kraft des Fußballs nach meinem Bekenntnis, und vielleicht ergibt sich in den Zeiten des Internets nach einer solch offenen Erklärung der regelmäßige Austausch mit Betroffenen anderer Vereine.

Seit Anfang der Woche wird das Reden im Fußballkulturraum NRW immer aufgeregter, und ich kann nicht richtig mitreden. Derby raunt es den Rhein runter von Köln über Leverkusen nach Duisburg und von dort weiter Richtung Osten nach Oberhausen über Gelsenkirchen bis nach Dortmund. Im Ballungsraum Rhein-Ruhr werden die Fußballanhänger hibbelig und kribbelig, und ich bin nur so angespannt, kantersieg-vorfreudig wie immer.

Nachdem wir letzten Freitag beim Auswärtsspiel des MSV Duisburg in Bielefeld laut Stadionsprecher zu meiner Überraschung ein West-Derby erleben durften, sind drei Spiele dieses Wochenendes nun ganz deutlich wirklich wichtig für die Identität der beteiligten Vereine.  Oder für die Identität der Fans? Für wen auch immer. Drei Derbys an einem Wochenende! In England ließ man sich nicht lumpen und benannte eine ganze Grafschaft nach so einem Ereignis. Mutterland! Mehr muss man in so einem Fall nicht sagen. Dort begann die Geschichte der Derbys. Klingt in meinen Ohren übrigens komisch: Derby im Plural. Hat vielleicht was mit Einzigartigkeit zu tun, die nicht beliebig vermehrbar ist. Im Ruhrgebiet heißt eines dieser Derbys ja gerne auch: DAS Derby. Hier allerdings interessiert DAS Derby nur der Vollständigkeit halber.

Denn der MSV Duisburg spielt in einem anderen Derby. Der Gegner heißt Rot-Weiß Oberhausen, und da wir Zebra-Fans uns noch immer über Zweitliga-Anstoßzeiten freuen dürfen, wird  die Derby-Serie im Ballungsraum mit dem Spiel in Duisburg um 18 Uhr eröffnet. Zweieinhalb Stunden später geht es weiter mit DEM „Revierderby“ FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund, und am nächsten Tag spielen im rheinischen Derby noch Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln. Heißt das Spiel des MSV Duisburg gegen Rot-Weiß Oberhausen eigentlich wie das Spiel des Vfl Bochum gegen den FC Schalke O4 oder Borussia Dortmund ebenfalls „Kleines Revierderby“? Oder bewegen wir uns noch eine Etage tiefer? „Klitzekleines Revierderby“ würde mir aber gar nicht gefallen. Gibt es „Rhein-Herne-Kanal-Derby“ oder „Emscherderby“? Oder gehört das Spiel gar in die Rheinschiene und wäre als kleines rheinisches Derby der Begegnung Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln verwandt? Das war jetzt nicht ganz ernst gemeint. Aber vergesst mir nicht „Oberhausen/Rheinland“ (!).

Als Kind hat mich diese regionale Zuschreibung sehr verwundert. Ich habe meine ersten Lebensjahre in Ruhrort verbracht, und schon der Wohnort meiner Großeltern, Meiderich, war für mich im Gegensatz zur Nordseestadt Ruhrort ein staubiges Wüstendorf tief im Landesinneren, dessen Einwohner  ich bedauerte. Wieso beanspruchte dann das vom Rhein noch entfernter gelegene Oberhausen diese regionale Zuschreibung – deutlich sichtbar für mich auf dem Bahnhofsschild im Hauptbahnhof? Als Kind aber nimmt man die verwunderlichsten Aussagen von Erwachsenen einfach hin. Nach dem Essen von Obst darf man nichts trinken, ist nur ein Beispiel. Unzählige Male habe ich mich nicht an diese damalige Grundregel erwachsenen Lebens gehalten und nichts passierte. Da kam es auf eine Ungereimtheit mehr auch nicht an.

Vielleicht wäre ich jetzt voller Derby-Emotionen, wenn schon damals mein in Oberhausen lebender Großonkel mit irgendwelchen Rheinland-Erklärungen zu seinem Wohnort mir und meinem Ruhrortstolz zu nahe gekommen wäre. Kam er aber nicht. Es gab auch nicht einen Anhänger von Rot-Weiß Oberhausen in meiner Nähe, der meine aufblühende MSV-Zuneigung bedroht hätte. Für die Stabilisierung der eigenen unsicheren Gefühle lässt sich ein ausgeprägtes Freund-Feind-Schema nämlich effektiv nutzen. Der Ehemann einer Arbeitskollegin meiner Mutter war der einzige RWO-Fan, von dessen Interesse die Erwachsenen jedoch stets mit unaufgeregter Verständnislosigkeit sprachen. In meiner Familie gab es also keinerlei Ermunterung und Anregung zu Derby-Gefühlen. Damals dachte auch noch niemand daran, solche familiären Defizite durch intensive Förderung auszugleichen. Damals war vor allem die SPD vollauf damit beschäftigt, ihr Bildungsprogramm auszuarbeiten. Die klassische Schulbildung stand dabei an erster Stelle. An soziale Kompetenz für Fußballanhänger wurde dabei weniger gedacht.

Andererseits beginnen wir heute erst zu begreifen, wie kompliziert das Wechselspiel zwischen angeborenen Eigenschaften und den Einflüssen der Umwelt vonstatten geht. Vielleicht lautet eine der nächsten Schlagzeilen in der Boulevard-Presse: „Derby-Gen entdeckt!“. Was mir die Gewissheit gäbe, in meinem Gen-Pool wiese die entsprechende Sequenz gegenüber der Bevölkerungsmehrheit eine veränderte Abfolge der DNA-Molelüle auf. Das wäre dann besonders wichtig, wenn wir aus irgendeinem Grund plötzlich in einer Gesellschaft lebten, in der die Empfänglichkeit für Derby-Gefühle als gesund und die Abwesenheit von Derby-Gefühlen als krankhaft beschrieben würde. Dann hätten meine Nachkommen nämlich ein Problem. Aus dem sich nach dem heutigen Tag vielleicht ergebenen losen Austausch von ebenfalls Betroffenen müsst dann auf jeden Fall ein Interessenverband entstehen. Wir fordern mehr Mittel für die Frühförderung von Derby-Gefühl-Empfänglichkeit. Das wären doch mal überraschende Forderungen an die Politik, wo es immer nur um Kultur und traditionelles Lernen geht.

Aber heute müssen wir uns um so etwas noch keine Gedanken machen. Es ist, wie es ist. Ich kann aus einem erhofften 5:1-Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen nicht mehr Gefühle heraus holen als aus einem ähnlich hohen Sieg meinetwegen gegen TuS Koblenz. Mir kommt aber gerade noch ein weiterer Gedanke. Vielleicht ist es ganz anders? Vielleicht bin ich gar nicht derbygefühlsempfindlungslos? Vielleicht bin ich spielgefühlshypersensibel? Vielleicht schlagen meine Gefühle als Anhänger des MSV Duisburg an jedem Spieltag so hoch aus, wie es für andere Fans nur an Derby-Spieltagen erlebbar ist. Wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern, werde ich auf diesen Gedanken zurück kommen. Im Moment bin ich erst einmal nur froh, dass endlich die Wahrheit gesagt ist.

Darf der MSV auf RWO-Torgefahr hoffen?

Als abschlussstarker Stürmer ist Srdjan Baljak im Sturm des MSV Duisburg noch immer allein auf weiter Flur. Kein anderer der gesunden Stürmer des Vereins aller Vereine erweist sich als sonderlich treffsicher, und die Rückkehr von Sören Larsen wird immer weiter nach hinten verschoben. Vielleicht waren die letzten beiden Spiele ein Fingerzeig. Denn in solchen Zeiten können unkonventionelle spielerische Mittel die Rettung der Aufstiegshoffnung sein. Deshalb habe ich einen Blick auf den Oberhausener Kader geworfen, um herauszufinden, ob Srdjan Baljak wie in den letzten beiden Spiel auch dieses Mal Unterstützung vom Gegner erwarten darf.

Leider nehmen sich Oberhausens Abwehrspieler ihre Stürmer zum Vorbild. Torgefährlich wird es bei Rot-Weiß Oberhausen weder im Sturm noch in der Verteidigung. Gerade einmal fünf Eigentore haben sämtliche Spieler des Vereins im Laufe ihrer Karrieren  erzielen können. Für diese fünf Eigentore waren fünf Spieler verantwortlich. Nicht einen Top-Scorer hat Rot-Weiß Oberhausen in den eigenen Reihen.

Wenigstens war Marinko Miletic in dieser Saison schon einmal erfolgreich. Er schoss im Heimspiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen TSV 1860 München sogar ein besonders beachtetes Eigentor, das im Dezember letzten Jahres zum Sieg der Münchner führte. Kurz vor dem Spiel war der DFB auf vermehrte Wetteinsätze auf die Begegnung hingewiesen worden, so dass das Spiel unter besonderer Beobachtung stand. Wer solchem Druck stand hält und dennoch sein Tor macht, dem ist morgen im Spiel gegen den MSV Duisburg hoffentlich einiges zuzutrauen.

Sein Partner in der Innenverteidigung, Thomas Schlieter, hat zwar schon ebenfalls ein Eigentor erzielt. Doch das geschah während der Saison 2005/06, als er noch für die SpVgg Velbert spielte. Von Tim Kruse können wir nichts erwarten, auch wenn er für Fortuna Düsseldorf spielend in der Saison 2005/05 ein Eingentor geschossen hat. Er hat nach einer Verletzung noch Trainingsrückstand und steht nicht im Kader. Hoffnung macht aber die Aufstellung von Daniel Gordon, der  während der Saison 2008/09, noch für Borussia Dortmund II spielend, beim Schuss aufs eigene Tor erfolgreich war. Sollte es knapp werden, könnte dann immer noch Ronny König eingewechselt werden, dessen Eigentor in der Saison 2007/08, noch für SV Wehen Wiesbaden spielend, schon einige Zeit zurück liegt.

Vielleicht können wir aber auch mit einer Überraschung rechnen. Vielleicht explodiert endlich einmal einer der beiden Außenverteidiger von Rot-Weiß Oberhausen vor dem eigenen Tor, oder aber die Daten bei transfermarkt.de wurden nicht exakt genug erfasst. Vielleicht ist gar Mike Terranova hinten genauso treffsicher wie vorne? Erste Unklarkeiten der Datenlage bei transfermarkt.de ergaben sich nämlich schon für Marinko Miletic, dessen so besonders beachtetes Eigentor die Statistiker der Seite bislang noch nicht erfasst haben. Deshalb verbleiben wir bei unserem Vereinstest mit dem Hinweis, alle Angaben sind ohne Gewähr. Ich hoffe auf den Kantersieg und tippe dennoch nur ein 2:0.

Wenn Worte doch nicht Vertrauen schaffen – Walter Hellmich

Dieses Interview mit Walter Hellmich war also Chefsache. Rüdiger Oppers hat sich des Themas angenommen, seines Zeichen Chefredakteur der NRZ. Natürlich war der Form halber auch ein Redakteur des Sports dabei.  Als MSV-Fan bin ich eigentlich ganz froh, dass Walter Hellmich im Ruhrgebiet offensichtlich sehr gut vernetzt ist. Ein Chefredakteur des WAZ-Konzerns springt dem MSV-Präsidenten nach den öffentlich gewordenen Vorwürfen der letzten Woche zur Seite und gibt ihm Gelegenheit, sich in einem Interview positiv darzustellen. Denn nichts anderes ist dieses Interview, ein Versuch, in der Öffentlichkeit wieder Boden gut zu machen.

Wäre ich nun Walter Hellmichs PR-Berater, so würde ich allerdings angesichts des Interviews mal wieder resignierend seufzen. Einmal mehr müsste ich akzeptieren, mein Chef kann einfach nicht aus seiner Haut. Dieses Interview wird nichts ändern. Alle, die für ihn waren, werden es weiterhin bleiben. Jeder, der gegen ihn ist, wird sich in seiner Meinung bestätigt sehen. Wir reden nicht über Fakten, wir reden nur über Stimmungen, die durch Worte erzeugt werden.

Zunächst einmal beginnt das Interview mit der sportlichen Situation des MSV Duisburg. Da lässt sich die gute Stimmung nach dem Sieg gegen Bielefeld ein wenig anzapfen und im eleganten Anschluss kann auf die bislang geleistete Arbeit verwiesen werden. Das ist nicht verwerflich, wenn auch beim Blick auf die schwierigen Duisburger Verhältnisse der Vergleich mit Düsseldorf nach hinten losgeht. Da soll also das Duisburger Publikum vorsichtig daran erinnert werden, das eigene Verhältnis zum MSV Duisburg zu befragen. Damit das auch jeder merkt, gibt es in der Frage die Steilvorlage, mit der das aktuelle Düsseldorfer Publikum zum Vorbild gemacht wird – begleitet von der Behauptung, Düsseldorf hätte nie im Ruf gestanden, eine Fußballstadt zu sein. Was ist nun eine Fußballstadt? So genau weiß ich das nicht. Aber in meiner Erinnerung kamen in Erstligazeiten der 70er und 80er Jahre in Düsseldorf stets mehr Zuschauer ins Stadion als in Duisburg. Eigentlich wäre es unnötig sich mit so einem kleinen Fehler der Fragenden zu beschäftigen, wenn so ein Fehler nicht den grundsätzlichen Eindruck zum Interview verstärkte, hier meint es jemand besonders gut mit Walter Hellmich. Vertrauen schafft so ein Interview dann nämlich nicht mehr, egal wie die Fakten sind.

Schließlich geschieht noch Schlimmeres. Eine Frage und drei Sätze als Antwort enthüllen den immer selben Kern aller Diskussionen:

Könnte mittelfristig die Situation kommen, wo Sie sagen, es reicht, ich bin amtsmüde?

Walter Hellmich: Ich bin Unternehmer, und es lohnt sich einfach, den MSV zu unterstützen, weil der MSV es nötig hat und ein Faktor in dieser Region ist. Aber alles geht einmal zu Ende. Da können Anfeindungen natürlich auch eine Rolle spielen. Ich habe ja eine Familie und 1000 Mitarbeiter.

Es liegt nicht nahe, die Frage nach der Amtsmüdigkeit sofort mit dem Verweis auf das eigene Unternehmertum zu beantworten und es damit zusammen zu bringen, dass sich die Unterstützung des MSV Duisburg lohne. Sicher, da wird dann noch eine auf den Verein bezogene Begründung der Unterstützung nachgeschoben, doch gedanklich steht das Unternehmertum gleichgewichtig davor und deshalb hält die Antwort die eigentliche Aussage Walter Hellmichs in der Schwebe. Verstehen kann man diese Antwort auch so: Sowohl als Unternehmer lohnt es, den MSV zu unterstützen und dann auch, weil der Verein es verdient. Diese Antwort ist die folgerichtige Entsprechung der komplexen Motivlage von Walter Hellmich. Genau sie ist aber der Ursprung allen Misstrauens.

Zu dieser komplexen Motivlage müsste Walter Hellmich in der Öffentlichkeit stehen. Er braucht kein selbstloser Präsident zu sein. Er müsste nur anerkennen, dass er als Unternehmer von seinem Engagement beim MSV Duisburg auch profitiert. Ich wiederhole mich:  Natürlich zählen die wirtschaftlichen und sportlichen Fakten bei der Bewertung seiner Arbeit für den MSV. Diese Fakten sprechen aber eben nicht für sich. Letztlich trägt Walter Hellmich mit seinem Auftreten in der Öffentlichkeit zur möglichen Wertung dieser Fakten bei.

Ich lese also das Interview und muss vermuten, Walter Hellmich wird sich nicht mehr ändern. Ich glaube darüber hinaus, er arbeitet für den MSV Duisburg mit gleicher Energie wie für seine Unternehmen. Dennoch stimmt mich dieses Interview eher sorgenvoll als dass es mich beruhigt. Denn ich frage mich, wem vertraut Walter Hellmich so, dass er dessen Rat und Kritik akzeptieren würde.

Eine Antwort auf die oben zitierte Frage hätte ja auch sein können, ja, irgendwann wird es zu viel, aber wir arbeiten daran Strukturen zu schaffen, die Übergänge ermöglichen. Auf so eine Weise hätte er sich einerseits gegenüber den Kritikern abgegrenzt, andererseits hätte er bewiesen, dass er Kritik ernst nimmt. Im Moment bewirkt sein Verhalten nur die Angst, „dass Hellmich aussteigen könnte“. Was ich sehr bedaure, weil ich einerseits die Arbeit von Walter Hellmich wirklich Wert schätzen möchte, andererseits aber auch sehe, öffentliche Kritik an genau dieser Arbeit scheint weiterhin ebenfalls notwendig zu sein.

Auswärtsjubel auf Bielefelds Möchtegernflughafen

Immer wieder gibt der Fußball Gelegenheit dazu, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinander zu setzen.  Sehr oft beschäftigen wir uns nämlich nach einem Spieltag damit, was eigentlich die Wirklichkeit ist? Welche Tatsachen gibt es da unabhängig von uns? Und wo ist diese Wirklichkeit nur das, was wir in diesen Tatsachen sehen? Der MSV Duisburg gewinnt gestern Abend bei Arminia Bielefeld mit 2:1, und was lese ich heute in diesem Zeitungartikel? Während die Niederlage Arminia Bielefeld im Aufstiegskampf  „schwer zurückgeworfen“ habe, sei der Verein aller Vereine „zurück im Aufstiegsrennen“. Ein bisschen stimmt das. Allerdings für mich nur dann, wenn ich es nicht ausspreche. Sonst stimmt es einfach nicht. Die Arminia hat immer noch zwei Punkte mehr als der MSV Duisburg, und ob da jetzt tatsächlich eine der beiden Mannschaften irgendwas mit dem Aufstieg zu tun haben wird, hängt weiterhin mehr von Krisen der führenden Mannschaften ab als von der spielerischen Qualität in Duisburg oder Ostwestfalen.

Das soll jetzt als Stimmungsdämpfer reichen, denn natürlich trägt die gute Laune von gestern noch immer. Ein verdienter Sieg war das, und von einer „Mordsportion Dusel“ kann trotz des Eigentores keine Rede sein. Arminia Bielefeld stand gestern vor jener Aufgabe, die den MSV in den meisten Heimspielen ebenfalls überfordert. Den Arminen fehlte die spielerische Qualität wirklich gefährlich vor das Tor der gut verteidigenden Duisburger zu kommen. Sie waren vor allem in der ersten Halbzeit hilflos. Dagegen konnte der MSV Duisburg im Spiel nach vorne den Ball in den ihnen gelassenen Freiräumen gut behaupten und mit einigen schnellen Spielzügen sogar gefährlich vor das Tor der Arminia kommen. Ähnliche Worte mit umgekehrten Vorzeichen habe ich für Heimspiele des MSV Duisburg in dieser Saison schon oft benutzt.

Auch den Verlauf des Spiels nach der Pause kannte ich. Die Heimmannschaft kommt auf den Platz und beginnt druckvoller. Manchmal fällt dann der Ausgleich so wie dieses Mal. Aber auch dieses Tor erzielt Bielefeld nicht aus dem Spiel heraus. Auch in der zweiten Halbzeit habe ich die Arminia zwar bemüht aber letztlich zu ungefährlich gesehen. Nach dem Ausgleich war das Spiel sehr umkämpft und nach und nach gelang es dem MSV Duisburg, den Ball immer mehr bereits wieder im Mittelfeld zu erobern. Das wurde dann manchmal ein wenig Ballgeflipper zwischen den Mannschaften, gute Ansätze im Konterspiel des MSV Duisburg waren aber zu erkennen. Endlich gab es die Versuche, diese Konter über zwei oder Stationen zu spielen und nicht nur über den Spieler, der sich den Ball erobert hatte. Es mangelte dann immer noch häufig an Präzision beim Zuspiel,  obwohl einer dieser Konter schließlich zum Siegtreffer führte.

Womöglich lag es an der aufziehenden Erkältung, aber mir gelang es gestern nicht, meine Aufmerksamkeit auf einzelne Spieler zu richten. Das war ein komisches Erlebnis. Es war ein wenig so wie in einem Ritterfilm aus den 60er Jahren, bei dem die entscheidende Schlacht der Guten gegen die Bösen nur in der Totale gefilmt ist. Die Guten trugen gestern übrigens zum ersten Mal grüne Trikots, was uns zunächst verwirrte, weil wir sieben, acht Minuten zu spät ins Stadion kamen.

Wir hasteten die Treppe hoch und hörten unter der Tribüne die anfeuernden MSV-Fans, der Blick aufs Spielfeld: eine Mannschaft in grünen Trikots kommt dem gegnerischen Tor sehr nahe. Ist das nun in Ordnung oder nicht? Neben uns schwillt die ahnende Begeisterung an, der Ball fliegt in die Mitte und es muss in Ordnung ein, diese Torgefahr. MSV-Fans können sich nicht irren. Tor! Jubel!

Der perfekte Zeitpunkt, um ins Stadion zu kommen? Nein, ein wenig früher wäre mir viel lieber gewesen. Doch entweder leben in Ostwestfalen die ängstlichsten Deutschen oder Bielefeld ist neidisch aufs benachbarte Paderborn, weil der Flughafen der Region dort angelegt wurde. Die Sicherheitskontrolle vor dem Einlass war jedenfalls flughafenreif. Ein zweistufiges Verfahren mussten wir durchstehen und wie ich beim Warten erfuhr, kannten ein paar der Fans das Abtasten auch schon vom Bahnhof. Zunächst gelangten wir in einen äußeren Sicherheitskorridor und wurden am Eingang abgetastet. Größere Taschen und Rucksäcke mussten abgegeben werden. Kleinere Taschen wie meine Kamerataschen wurden durchsucht. So weit bekannt.

Im äußeren Sicherheitsgürtel gelangte man dann über einen schmalen Fußweg zu Kassenhäuschen und Stadioneinlass. Dort wurde das ganze Prozedere noch einmal vorgenommen. Abtasten, und dieses Mal inklusive detaillierter Befragung:

Junger Sicherheitsdienstleister tastet Fan mittleren Alters ab. Kurze Irritation beim Sicherheitsdienstleister an der rechten Mantelhälfte. Sicherheitsdienstleister: Was ist das?
Fan (mit ins Gesicht geschriebener Harmlosigkeit): Ein Portemonnaie.
Sicherheitsdienstleister (kennt Harmlosigkeit als Maske der Unschuld von Mördern, Terroristen und Kriegsverbrechern): Würden Sie es bitte öffnen.
Fan holt mühsam Portemonnaie aus Mantelinnentasche heraus und öffnet es. Musternder, sehr kritischer Blick von Sicherheitsdienstleister auf Karten und anschließend auf Münzen. Er nickt.
Sicherheitsdienstleister: Ihre Kameratasche müssen Sie vielleicht abgeben.
Fan: Aber vorne …
Sicherheitsdienstleister: Wenden Sie sich bitte an den Herrn dort. Sicherheitsdiensleister winkt nach hinten. Chef, gucken sie mal.
Fan geht zu Chef, der an einem Tisch steht.
Chef: Stellen Sie die Tasche bitte dorthin.
Fan, allmählich genervt und auf das Raunen von Rängen achtend, stellt die Tasche auf den Tisch.
Chef: Würden Sie bitte öffnen.
Fan: Meine Kamera.
Chef: Schalten Sie sie bitte ein.
Fan seufzt, holt Kamera raus, schaltet sie ein, zeigt Display und sieht Chef fragend an. Chef nickt.
Chef: Und hier?
Fan öffnet kleinere schmale Tasche unterhalb der eigentlichen Kameratasche. In der Tasche befindet sich ein unbeschriebenes kariertes Blatt Papier. Chef zieht das Papier etwas heraus und sieht in den schmalen Spalt hinein. Dann sieht er den Fan streng an.
Chef: Das dürfen sie eigentlich nicht mitnehmen.
Fan sieht in die Tasche und holt blauen Plastikkugelschreiber mit Werbeaufdruck „Marienhospital Mülheim/Ruhr“ heraus. Seine Miene schwankt zwischen Ärger, Ungeduld und Ungläubigkeit. Chef macht Anstalten in einen benachbarten Container zu gehen.
Fan (aufwändigen Gepäckaufbewahrungsvorgang vermutend): Wissen Sie was, ich schenke ihnen den.
Fan gibt Chef blauen Plastikkugelschreiber mit energischer Geste. Chef nimmt den blauen Plastikkugelschreiber und hält ihn prüfend vors Gesicht. Es sieht so aus, als ob er sich fragt, lohnt es sich den blauen Plastikkugelschreiber anzunehmen? Oder handelt es sich dabei gar um Bestechung? Währenddessen nimmt  Fan die Kameratasche und geht am Chef vorbei. Chef steckt blauen Plastikkugelschreiber ein und sieht gedankenverloren darüber hinweg, dass Fan ohne ausdrückliche Erlaubnis ins Stadion geht.

Die Kameratasche samt wichtigstem Inhalt  mitzunehmen hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Das ist mal eine Anekdote über die Bielefelder Alm

Über die Frage wie die Bielefelder Alm zu ihrem Namen kam, lässt sich heute nur noch spekulieren. Schon in den Anfängen des Bielefelder Fußballs sollen die Clubmitglieder nach dem Fußballspiel nicht gerne nach Hause gegangen sein. So saßen sie gerade an den warmen Sommertagen nach manchem Fußballspiel noch beisammen, lachten, erzählten und sangen nur allzu oft die damals populären Schlager. Das Clubmitglied Heinrich Pehle war einer der wenigen Ostwestfalen jener Zeit,  die eine Wandergitarre besaßen und zudem noch darauf spielen konnten.

War die Zeit fortgeschritten, so griff er zu seinem Instrument und schlug die Akkorde an. Nicht selten unterbrachen dann junge Ostwestfälinnen ihren Spaziergang und hörten den stimmungsvollen Liedern zu. Einmal lud der stattliche Mittelstürmer Arnold Giesen zwei besonders ansehliche junge Frauen ein, sich zu ihnen zu setzen. Doch die zwei Frauen kicherten verlegen und gingen ihres Weges. Arnold Giesen muss aber großen Eindruck auf die zwei Frauen gemacht haben. Es vergingen nur noch wenige Fußballnachmittage, an denen die zwei Schönheiten nicht bei den lachenden und verschwitzten Männern vorbeikamen. Man scherzte dann ein wenig, und manch schmeichelnder Blick wurde aus der Männerrunde hinüber geworfen.

Allerdings vergaßen die zwei Ostwestfälinnen niemals die Anstandsregeln dieser Zeit. Von ihren Eltern wussten sie, es war nicht schicklich den Schotterweg zu verlassen und sich gemeinsam mit den elf Freunden des Fußballs in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch an einem besonders sonnigen Tag, nach einem überragenden 5:0-Sieg gegen Preußen Oldentrup rief Heinrich Pehle im Überschwang seiner Freude den beiden Frauen zu: „Kommt doch endlich herüber, ihr Schönheiten dieser Welt,  hier sind wir auf der Alm, hier gibt es koa Sünd.“ Die beiden Frauen sahen sich fragend an, dann ging ein Leuchten über ihre Gesichter und sie hüpften über das Gras und stimmten ein in den noch heute so populären Schlager „Mein kleiner grüner Kaktus.“ Arnold Giesen heiratete ein Jahr später die eine der beiden Frauen. Heinrich Pehle konnte das Herz der anderen gewinnen. Noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts besuchten die zwei Paare regelmäßig die Spiele von Arminia Bielefeld und erinnerten sich schmunzelnd daran, wie es einst dazu kam, dass dieses Bielefelder Stadion so einen ungewöhnlichen Namen trägt.

Ich möchte behaupten, die bei Arminia Bielefeld erzählte Anekdote verblasst hinter solch schönen Schnurren, wie sie ab nun in Duisburg kursieren. Angesichts der dünnen ostwestfälischen Geschichte verwundert es nicht, dass die „Alm“ sofort in SchücoArena umbenannt wurde, nur weil da Herr Schüco vorbeikam und beim Anblick des gepflegten Naturrasens  ausrief: „Hier siehts ja aus wie bei Schücos damals im Garten. “ Ich hoffe natürlich, heute Abend werde ich auch vom MSV Duisburg so einen deutlichen Qualitätsunterschied gegenüber Arminia Bielefeld zu sehen bekommen. Zumal ich jetzt gleich in den Zug steige. In Duisburg steht ein Freund am Bahnsteig und in Bielefeld wartet der Duisburger Exilant. Wir wollen was geboten bekommen.

Wird Walter Hellmich die Kritik doch noch verstehen?

Die Duisburger Lokalpresse beschreibt Walter Hellmichs Zustand am Montagabend so, als habe ihn ein großes Unglück ereilt. Er wirkt „getroffen“ und „geschockt„. Er wird als ein Mann beschrieben, der nicht versteht, was da über ihn hereingebrochen ist. Ich glaube, Walter Hellmich versteht das tatsächlich nicht, weil er sich ganz sicher ist, Gutes zu tun.

Schon in der Zeit als Norbert Meier noch Trainer beim MSV Duisburg war, beobachtete ich mit Sorge, wie all jene Persönlichkeitseigenschaften, die Walter Hellmich seine Karriere als Bauunternehmer ermöglicht hatten, ihm beim dauerhaften Engagement für den MSV Duisburg im Weg standen. Ich nehme an, in seinem Metier ist er es gewöhnt, dass seine letztlich allein zu vertretenden Entscheidungen zusammen mit einer durch die eigene Person verkörperten Verlässlichkeit Menschen und Projekten gegenüber, wirtschaftlichen Erfolg gebracht haben. Diese Eigenschaften halfen sicher auch bei der Verwirklichung des Stadionbaus, im danach beginnenden komplizierten Alltagsgeschäft des professionellen Fußballs reichten diese Eigenschaften aber nicht aus.

Allerdings sind nach der Verpflichtung Peter Neururers diese Art auf das Fußballgeschäft übertragenen Entscheidungen à la „Ailton-können-wir-gebrauchen“ und „Brzenska-nur-für weniger-Geld“ zumindest weniger geworden. Bleiben die Klüngel-Vorwürfe und die haben sowohl mit Walter Hellmichs Begriff von Verlässlichkeit zu tun als auch mit seinen sicher komplexen persönlichen Interessen beim MSV Duisburg. Nun lese ich die Diskussion über die Person Walter Hellmichs im MSVportal schon längere Zeit mit und konnte mir schon dabei keine Meinung dazu bilden, inwieweit Walter Hellmich mehr als branchenüblich den MSV Duisburg zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil genutzt hat. Dass diese Fakten nun öffentlicher geworden sind, bringt mich auch nicht viel weiter. Ich müsste viele Originaldokumente lesen und mir darüber hinaus die Fakten in anderen Fußballvereinen zusammensuchen, um redlich urteilen zu können. Dazu fehlt mir die Zeit. Im MSVPortal haben das einige der Forumsmitglieder wenigstens teilweise gemacht und selbst das versetzt mich nicht in die Lage, eine eindeutige Meinung zu formulieren. Denn die Fakten müssen jeweils gewertet werden, und es hängt von der persönlichen Haltung der jeweils Urteilenden ab, ob sie das Geschäftsgebaren Walter Hellmichs noch akzeptieren oder nicht. Beide Seiten können ihre Urteile mit mir sehr nachvollziehbaren Argumenten unterfüttern und auf beiden Seiten schreiben augenscheinlich auch Menschen, die sich über ihre MSV-Interessen hinaus beruflich mit juristischen und betriebswirtschaftlichen Fragen beschäftigen. Expertenrat hilft da anscheinend auch nicht viel weiter.

Wir kehren also auch hier immer wieder zur Vertrauensfrage zurück. Vielleicht trägt eine Anekdote aus Köln dazu bei, das Ganze einzuordnen. Als dort der lang ersehnte Heilsbringer des 1. FC Kölns Wolfgang Overath zum Präsidenten des Vereins gewählt wurde, hat er ein paar Vertraute in den Vorstand mitgebracht.  Sein alter Freund und Geschäftspartner Jürgen Glowacz wurde Vize-Präsident des Vereins. Nun ist Jürgen Glowacz Teilhaber der kommerziell betriebenen Fußballschule Taxofit. Das war bekannt und längere Zeit auch nicht der Rede wert. Als nun das lang ersehnte Heil nach zwei Jahren noch immer nicht spürbar war, wurde mancheiner im Umfeld des Vereins unruhig und plötzlich stand Wolfgang Overath in der Kritik. Mit einem Mal war seine ganze, zunächst begeistert begrüßte Macht zu groß geworden. Als Beispiel für Machtmissbrauch, der sympathischer formuliert ja gerade in Köln gerne Klüngel genannt wird, stand plötzlich die Jugendabteilung des 1. FC Köln im Fokus des öffentlichen Interesses. Denn Jugendtrainer des 1. FC Köln waren von anderen Bundesliga-Vereinen abgeworben worden, und Trainer aus der Fußballschule von Jürgen Glowacz rückten nach. Außerdem wurde skeptisch gefragt, ob und wieviel Geld vom FC zur Fußballschule floss. Da kochte also was hoch und geriet nach einiger Zeit aber wieder aus dem Blick – zum einen weil der FC erfolgreicher wurde, zum anderen weil Wolfgang Overath und Jürgen Glowacz sich darum bemühten, das Vertrauen der FC-Fans zurück zu gewinnen. Davon abgesehen gibt es immer noch manchen, der die Verbindung zwischen dem 1 FC Köln und Taxofit kritisch sieht.

Nun erkenne ich einen grundlegenden Unterschied zwischen dem Geschehen beim 1. FC Köln und dem beim MSV Duisburg. Wolfgang Overath war sich bewusst, dass selbst er, als Lichtgestalt der Vereinsgeschichte, auf die Kritik an seiner Person nicht nur abwehrend reagieren konnte. So weit geht die Einsicht von Walter Hellmich nämlich noch nicht. Um Vertrauen zurück zu gewinnen, müsste er die Sorgen der MSV-Fans ernst nehmen und nicht davon ausgehen, dass jeder automatisch daran glaubt, was immer Walter Hellmich auch tut, ist durch den Willen geadelt, den Verein voran zu bringen. Ich hoffe sehr, dass er zu dieser Einsicht kommt, zumal ich im zweiten Kapitel der Hellmich-Geschichte bei den Ruhrbaronen nun nichts anderes erkennen kann als die bei so unendlichen vielen Bauprojekten immer wieder festzustellenden Reibereien.

Die Zeiten eines idealistischen MSV-Präsidenten, wie Dieter Fischdick es war, sind vielleicht nicht ganz vorbei, wenn ich nach Oberhausen oder St. Pauli sehe, aber so eine Führungskraft ist im professionellen Fußball unwahrscheinlich geworden. Dazu hat sich der Fußball als Unterhaltungsgeschäft viel zu sehr weiter entwickelt, und zudem spielt der MSV Duisburg dazu auch wieder eine viel zu bedeutende Rolle in diesem Geschäft. Je tiefer es nach unten geht, desto eher wird sich auch wieder jemand finden, dem die „Rettung“ des Vereins eine Herzensangelegenheit ist. Das wiederum sollte man auch als Fan sich vor Augen führen.

Programmhinweis: Peter Közle im Interview

Die Fans von Arminia Bielefeld werden mit einem besonderen Interview auf das Heimspiel gegen den MSV Duisburg vorbereitet. Was Peter Közle über den gegenwärtigen MSV erzählt, wissen wir natürlich selbst genauso gut, aber wer sich für ein paar Home-Story-Sätze vom ehemaligen MSV-Spieler interessiert: Bitte schön!

Sehr viel mehr Glück als Spielvermögen nötig

Das Karnevalswochenende hat mir Schlimmerers beschert als ein Rosenmontagsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit einem 1:1-Unentschieden als Ergebnis. Wenn von mir zu Beginn der Stunksitzung am Karnevalssamstag erwartet wird, dem leibhaftigen Hennes VIII. zuzujubeln, dann fühlt sich die Bestätigung dessen, was wir ja eigentlich schon gewusst haben, nicht mehr ganz so schlimm an. Um am Ende der Saison den dritten Platz zu erreichen, braucht es eine sehr unwahrscheinliche Verkettung von Ereignissen – mit anderen Worten: unglaubliches Glück. Auf die eigene spielerische Qualität kann sich die Mannschaft vom MSV Duisburg jedenfalls nicht verlassen.

Die erste Halbzeit habe ich gestern fast die gesamte Zeit dennoch mit großer Erleichterung erlebt. Nicht noch einmal mussten wir eine völlige Überforderung erleben, nicht noch einmal musste ich mich zwingen, trotz aller ohnmächtiger Resignation großes Unheil mitanzusehen. Die einzige Ausnahme war das kurz aufflackernde Entsetzen nach der Kaiserslauterner Großchance in der fünften Minute, bei der Tom Starke einmal mehr seine Klasse kurz vor der Linie beweisen konnte. Danach sahen wir ein ausgeglichenes, auf das Mittelfeld konzentrierte Spiel ohne Torchancen.

Eindrucksvoll war schon zu dieser ersten Halbzeit die Stimmung im Stadion. So eine Unterstützung vom Großteil der Fans in der Nordkurve – wie ich alter Wedau-Stadiongänger manchmal gerne nostalgisch-kokett sage – so eine Unterstützung kenne ich in der MSV-Arena sonst nur in besonders umkämpften Spielphasen. Schon vor dem Spiel war der Zebra-Twist neben der Schweigeminute zur besonderen Ehrerbietung gegenüber dem verstorbenen Werner „Eia“ Krämer geworden. Die „Eia“ Krämer gewidmete Zeile des Textes steht heute auch hier noch einmal zur Erinnerung und wer es gestern Abend nicht gehört hat, der muss sie sich lauter und eindringlicher gesungen vorstellen, als er es  sonst aus der MSV-Arena kennt: „Wo alle Mann, mit Helmut Rahn, sie kämpfen, greifen an, gut abgewehrt, und wieder vor, dann Krämer, Pass und Tor!“

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde der MSV druckvoller. Die Mannschaft eroberte sich im Mittelfeld immer öfter den Ball, doch diese Balleroberungen führten kaum einmal zu klaren Spielzügen. Von zu vielen Zufallen war auch gestern das Angriffsspiel des MSV Duisburg abhängig. Selbst in diesem recht ausgeglichenen Spiel war zu erkennen, die Kaiserslauterner Angriffe verliefen präziser und wirkten dynamischer. Ich möchte gerne einmal erklärt bekommen, woran es liegt, dass dieses schnelle Umschalten nach der Balleroberung beim MSV Duisburg nicht zu erkennen ist. Entweder fehlt nach der Balleroberung eine Anspielstation in der Spitze, oder wenn ein freier Spieler nach der Balleroberung das Tempo beschleunigt, meist war es Srdjan Baljak, wird er zu spät angespielt und läuft deshalb ins Abseits. Die andere Variante mangelnder Torgefahr lässt sich mit Caiuby beschreiben. Er spielt Klassen besser als zu Beginn der Saison. Er gehörte zu den Spielern, die im Mittelfeld mehrmals den Ball eroberten, als die Kaiserslauterner in der Vorwärtsbewegung waren. Das machte er mit großem Einsatz und riskierte dabei oft schmerzhafte Zusammestöße mit den Gegenspielern. Er eroberte sich also den Ball und behauptete ihn sogar in der drangvollen Vorwärtsbewegung, doch die letzte Aktion misslang ihm zu oft. Sicher, Caiuby war es, der die Vorarbeit zum Ausgleich leistete, doch normalerweise kam nach eindrucksvollen Raumgewinn ein ungenaues Abspiel oder die Flanke flog hinters Tor. In meinen Augen charakterisiert seine Leistung das gestrige Spiel des MSV Duisburg in besonders typischer Weise: Sehr einsatzfreudig, mit manchmal kurz aufblitzendem Können, aber meist zu unpräzise, um torgefährlich zu werden.

Olcay Sahan geht übrigens zurzeit durch ein Tief. Kaum hatte ich nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt geschrieben, seine körperliche Durchsetzungsfähigkeit habe sich stabilisiert, schon war genau diese Robustheit wieder verschwunden. Gestern konnte er einem leid tun, so oft lag er ungefoult auf dem Boden, allein deshalb weil er an einem stämmigen Abwehrspieler abgeprallt war.

Natürlich fiel das Führungstor für Kaiserslautern in jener Phase, als die Hoffnung wuchs, der Verein aller Vereine könne das erste Tor erzielen. Beim Wiederanstoß sah es für einen Moment so aus, als hätten die Spieler des MSV Duisburg resigniert. Doch irgendwie haben sie es doch geschafft, sich dem entgegen zu stemmen. Vielleicht lag es daran, dass für das Gestocher im Mittelfeld kurz nach dem Tor erst mal nicht mehr als der Wille benötigt wurde, den Ball vom Gegner unbedingt zu bekommen. Diesen Willen brachten die Spieler vom MSV Duisburg wieder auf. Dann setzte sich Caiuby auf dem linken Flügel durch und flankte. Gestern wurde Srdjan Baljak noch als Torschütze angegeben, heute lese ich, es war ein Eigentor von Rodnei. Danach waren beide Mannschaften noch bemüht, das Siegtor zu schießen. Allerdings waren bei meinen weiten Blick auf das gegenüberliegende Tor von Tom Starke meine Sorgen vor dem Gegentreffer größer als die Hoffnung auf das Siegtor des Vereins aller Vereine. Richtig gefährlich wurde es für Kaiserslautern jedenfalls nicht mehr.

Es war eine komische Stimmung, in der ich nach Köln zurück gefahren bin. Da machte sich geballter Alltag bemerkbar und störte mein Wohlbefinden. Bei mir meldet sich ja die Karnevals-Abschiedsmelancholie bereits am Sonntagabend, auch wenn der Rosenmontag gemeinhin als Höhepunkt des ganzen Feierns gilt. Diese Stimmung paarte sich nun sowohl mit Aufstiegsabschiedsgedanken als auch mit Unsicherheit im Vertrauen gegenüber der MSV-Führung im besonderen und grundsätzlichem Fußballkulturpessimismus im allgemeinen. Dass ich dann doch guter Dinge in Köln angekommen bin, liegt an meinem Imi-Dasein und dem unbedingten Glauben daran, dass noch immer alles gut gegangen ist. Ein wenig Kümmern muss man sich allerdings dennoch drum, um dieses Gutgehen, sagt der Duisburger in mir.


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