Eine Frage zur Vervollständigung meines Wissens

Eigene Erinnerungen an Marcus Feinbier als Teil des MSV Duisburg habe ich eigentlich nicht. Im Netz und in Nachschlagewerken finde ich keine Aufklärung, wann und auf welche Weise der Spieler für den MSV Duisburg einmal engagiert gewesen ist. Je intensiver ich aber zurückblicke, desto deutlicher treten Konturen eines Spielers hervor, der sich während der Saisonvorbereitung noch anders entschloss, so ein Verpflichtungsverwandter von Emmanuel Ammunike vielleicht? – den ich bei Wikipedia in etwas anderer Schreibweise vorfinde. Andererseits hasst der Mensch nichts so sehr wie unzureichende Erklärungen für seine Erfahrungen und schafft sich deshalb schlüssige Bilder der Wirklichkeit durch fantastische Geschichten mit großer selbstüberzeugender Kraft. Deshalb mache ich diese Frage nun zum Fressen für den Schwarm mit seiner Intelligenz. Ich denke, gerade bei solchen Fragen muss sich so ein Schwarm nicht verstecken, selbst wenn ich dessen Intelligenz nicht bei allen Problemen für nutzbar halte.

Angestoßen wurde mein Erinnerungsversuch durch die Bemerkung von Marcus Feinbier, er helfe gerne beim Bezirksligisten FC Rheinbach aus. Denn mit dessen Vorsitzenden Lothar Niemeyer verbinde ihn seit gemeinsamen Zeiten beim MSV Duisburg eine Freundschaft. Lothar Niemeyer kannte ich als MSV-Funktionär, und so begann ich meine Recherche. Im Nachhinein hätte ich der Einfachheit halber einen von beiden mal angerufen, allerdings wäre ich dann auch nicht auf eine 2002 in der „11 Freunde“-Kolumne bei Spiegel Online erzählte Anekdote über Lothar Niemeyer und den Kickers-Ehrenpräsidenten Waldemar Klein gestoßen (Die letzten drei Absätze des Textes). Es geht in ihr um das Hinspiel des damals noch mit Wiederholungsspiel bei einem Unentschieden ausgetragenen DFB-Pokals vom MSV Duisburg in der Saison 1989/90, bei dem Lothar Niemeyer und Waldemar Klein auf der Offenbacher Ehrentribüne aneinander geraten sind, und Niemeyer die erste Niederlage dieser Pokalrunde für den MSV Duisburg hinnehmen musste.

7 Antworten to “Eine Frage zur Vervollständigung meines Wissens”


  1. 1 Michael Miltz 17. Mai 2010 um 13:32

    Hallo Kees,
    das hab ich gefunden:

    Marcus Feinbier
    Hier ein kleiner Auszug meiner Laufbahn als Fußballprofi.
    Mit 6 Jahren habe ich den Spaß am Fußballspielen entdeckt.
    Mein erster Verein hieß Hertha 03 Berlin, wo ich bis zu meinem 16. Lebensjahr spielte.
    Die entscheidende Richtung zum Profifußballer bekam ich, als wir mit Hertha 03 um die Deutsche B-Jugendmeisterschaft gegen Bayer 04 Leverkusen spielten, wo ich von Rainer Calmund (früherer Manager von Bayer 04 Leverkusen ) entdeckt und verpflichtet worden bin.

    Nach einem Jahr A-Jugend und dem Erreichen der Deutschen A-Jugendmeisterschaft, hatte ich das große Glück mit viel Fleiß und Training dem Kader der Bundesliga-Mannschaft von Bayer 04 anzugehören, wo ich als 17-jähriger als einer der jüngsten deutschen Spieler in der Bundesliga und im UEFA-Cup eingesetzt wurde. Die Krönung des ganzen war der Gewinn des UEFA-CUP ’s im selben Jahr (1988) .

    Meine weiteren Stationen :
    Hertha BSC, 1.FC Nürnberg, A.Aachen , Greuther Fürth, Rot-Weiß Ahlen, Wattenscheid 09, Fortuna Düsseldorf, Wuppertaler SV
    2008 beendete ich im Alter von 39 Jahren meine Laufbahn als Fußballprofi.

    P.S. Bei der Recherche ist mir Etwas – in jeder Hinsicht – Interessantes aufgefallen……

    Klicke, um auf express_2002_04_12.pdf zuzugreifen

    Viele Grüße

    Micha

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  2. 2 Kees Jaratz 17. Mai 2010 um 14:29

    Siehst du, Micha, dir geht es wie mir. Man liest sich in die Erinnerungen. 😉 Danke für diesen Link. Da jetzt der andere auch beim MSV gewesen ist, bekommt das ganze Heft plötzlich so eine MSV-familiäre Färbung. Ist irgendwie alles ein. Ahnen wir ja schon etwas länger, dass die ein bisschen verwandt sind.

    Aber bei diesem Feinbier-Rätsel, da müssen wir wohl weiter dran bleiben.

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    • 3 Michael Miltz 17. Mai 2010 um 17:20

      Also…….bin jetzt bei Transfermarkt.de alle in Frage kommenden Jahrgänge durchgegangen. Marcus war NIE offizieller Spieler und stand NICHT im Kader des MSV.
      Ob die o.g. Herren an einer Gedächnisstörung leider ist leider nicht überliefert.

      Viele Grüße
      Micha

      Meine Forderung: Weg mit dem Zebra auf den Trikots. Es gibt keinen Verein der irgendein Äffchen oder nen Hamster neben dem Vereinswappen hat.
      So nimmt uns doch keiner ernst.

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      • 4 Kees Jaratz 18. Mai 2010 um 07:46

        Wie gesagt, Erinnerung ist ja eine sehr flexible Sache. Was nicht passt, wird passend gemacht – in der Art. In nächster Zeit werde ich das Rätsel lösen, versprochen.

        Und der Trikot-Protest kam jetzt aber überraschend. Hatte ich bislang noch nicht im Kopf und ist mir auch noch nicht als Anlass von Spott untergekommen.

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  3. 5 Michael Miltz 18. Mai 2010 um 09:08

    Hallo Kees,
    ist ja auch nicht gaaaaanz so ernst gemeint! Allerdings würde ein Verein (Real Madrid, Bayern München, Schalke etc.) wohl eher das Vereinswappen mit Gold oder Silber hinterlegen, als mit einem Fluchttier zu schmücken.
    Verweichlichung oder Verharmlosung fängt schließlich im Kleinen an – und ein bisschen Stolz auf unsere Tradition täte dem Verein auch gut.
    Das wir die „Zebras“ sind weiß eh jeder.

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  1. 1 Innere Betriebsamkeit, äußere Ruhe « Fakten und Gerüchte aus dem Stadionbus Trackback zu 25. Mai 2010 um 10:59

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