Der Umbruch – Fortsetzung folgt in der Presseabteilung?

Im MSVportal wird es schon weitergesagt, der Pressesprecher des MSV Duisburg Sven Judith wird am 30. Juni zu seinem letzten Arbeitstag für den Verein antreten. Diese Nachricht führt im MSVportal auch zu Überlegungen und Bewertungen der Pressearbeit des MSV Duisburg im Allgemeinen und der von Sven Judith im Besonderen.

Als Grundlage für diese Bewertungen wird allerdings weniger die Pressearbeit selbst genommen als die Öffentlichkeitsarbeit. Das ist verständlich, weil beide Aufgabengebiete nur allzu oft in einer einzigen Organisationseinheit eines Unternehmens zusammen gefasst sind und öffentliche Auftritte von Unternehmensmitarbeitern sehr oft vom Pressesprecher begleitet werden. Dennoch handelt es sich um unterschiedliche Kompetenzbereiche, und ich habe nicht den Eindruck, dass die Presseabteilung des MSV Duisburg in die die Konzeption der Öffentlichkeitsarbeit eingebunden ist. Was direkt die Frage anschließt, wer verantwortet die Öffentlichkeitsarbeit vom MSV Duisburg? Auf mich wirkt es so, als sei diese Verantwortung vor allem in der Marketingabteilung verortet. Was ganz sicher die falsche Stelle wäre, da das Marketing nur Teilaufgaben der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen kann. Die Verantwortung für Strategie und  Konzept muss eine Hierarchiestufe höher angesiedelt werden und damit bei der Geschäftsführung. Das wirft sofort die nächste Frage auf. Gibt es dort Zeit und Wissen, sich um ein – so meine ich – weiterhin zu entwerfendes Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern? Bis zum Beweis des Gegenteils bleiben mir erst einmal Zweifel. Aber wenn Roland Kentsch morgen die Finanzfragen endgültig geklärt hat, kann er sich ja neuen Aufgaben widmen.

Was die Pressearbeit selbst angeht, so lässt sich aus meinen Erfahrungen sogar schließen, erst seit Sven Judith die Alleinverantwortung für die Pressearbeit des MSV Duisburg übernommen hatte, ist diese Presseabteilung überhaupt erreichbar gewesen. Ich weiß nicht, wofür Tobias Günther sein Geld bekommen hat. Anfragen zu bearbeiten gehörte anscheinend nur dann dazu, wenn diese Anfrage per Mail mehrmals in immer drängenderem Ton gestellt wurde und schließlich in Kopie auch an die Geschäftsführung ging. Telefonisch war er ohnehin so gut wie nie erreichbar. Schlecht für die Außenwirkung des MSV Duisburg, dass Tobias Günther der alleinige Ansprechpartner für diese Anfragen war.

Ich kann nicht beurteilen, ob der Kontakt mit den Journalisten vor Ort besser gewesen ist, ungeachtet dessen gehört auch die sofortige Bearbeitung von auswärtigen Anfragen zur Aufgabe einer Presseabteilung. Erst seit Sven Judith alleine verantwortlich war, funktionierte das reibungslos. Zudem muss man daran erinnern, Sven Judith ist nie offiziell zum Pressesprecher des Vereins gemacht worden. Er war bis zum Weggang von Tobias Günther für die externe Kommunikation nicht verantwortlich, und eigentlich hätte von Seiten des Vereins gehandelt werden müssen. Entweder hätte die offene Position neu besetzt werden müssen, oder Sven Judith hätte eine neue Nummer zwei an der Seite gebraucht.

Was ich somit beurteilen kann, ist die verbesserte Außenwirkung der Pressearbeit seit Sven Judiths Übernahme der Aufgabe. Intern hat es ja anscheinend einen Konflikt mit Milan Sasic gegeben. Dieser reihte sich ein in die vielen anderen Konflikte vom Trainer mit Angestellten in unterschiedlichen Bereichen des Vereins. Ob aus diesem Konflikt Irritationen zurückgeblieben sind, sei dahin gestellt. Beim MSV Duisburg sollte sich die Führungsebene aber bewusst sein, dass die Neubesetzung der Stelle des Pressesprechers eine Gelegenheit wäre, sich noch einmal grundsätzliche Gedanken zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zu machen.

2 Antworten to “Der Umbruch – Fortsetzung folgt in der Presseabteilung?”


  1. 1 jekylla 1. Juni 2010 um 08:59

    Ich finde ja, SIE wären als Pressesprecher geeignet. Die Art und Weise Ihrer Berichterstattung hier ist zumindest eine Empfehlung.

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  2. 2 Kees Jaratz 1. Juni 2010 um 09:58

    Hm, da sagen Sie aber einem etwas akquisemüden Wortarbeiter was. Monatlich, was für ein Gedanke. Aber Umbruch heißt ja beim MSV gerade vor allen Dingen: jung und hungrig. Und von diesen beiden Eigenschaften habe ich ehrlicher Weise nur eine vorzuweisen. Eigentlich hatte ich auch eher vor, nach Art der Stadtschreiber so eine Art stipendienversorgter MSV-Arena-Schreiber auf Lebenszeit zu werden. Da arbeite ich mittelfristig dran.

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