Ganz bald und vielleicht schon irgendwann

Wann ist eine Nachricht eine Nachricht? Die deutschen Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 gegen Australien 4:0 gewonnen: Mit Sicherheit eine Nachricht. Walter Hellmich tritt in naher Zukunft zurück: Ohne zusätzliche Information mit Sicherheit keine Nachricht. Und doch machen BILD- Zeitung und Der Westen daraus jeweils große Artikel. Die eine Zeitung sieht den Juli, die andere sogar schon das Monatsende als Termin. Es mag nun tatsächlich bald so weit sein. Aber bis ich Walter Hellmich auf einer Pressekonferenz diesen Rücktritt verkünden höre, interessiert mich dieses ungefähre Dahinreden nicht. Zu oft habe ich dieses Geraune vom baldigen Rücktritt während der letzten Wochen zu lesen bekommen. Einmal geht das, so ein Schreiben mit Anfangsverdacht, danach aber bitte nur noch den Vollzug melden.

Wir wissen nämlich seit der Jahreshauptversammlung im April, dass Walter Hellmich nicht unbedingt bis zur planmäßigen Wahl im kommenden Jahr in seinem Amt bleiben will. Wenn über den Rücktritt von Walter Hellmich zurzeit berichtet wird, müsste deshalb nicht die Frage nach dem Zeitpunkt zentrales Thema der Berichterstattung sein, sondern die herum schwirrenden Informationen zu den Folgen dieses Rücktritts. Zumindest Der Westen deutet davon etwas an, nämlich die geplante Entflechtung der Verwaltungsstruktur: „Das Amt des Vorstandsvorsitzenden des MSV Duisburg und des Aufsichtsratschefs der Kommanditgesellschaft auf Aktien soll künftig nicht mehr dieselbe Person wahrnehmen.“

Noch interessanter wäre jetzt der nächste Schritt: darüber nachdenken und schreiben, was so eine Entflechtung für den Alltag im Verein bedeutet. Ich habe dazu keine Zeit. Ich muss Fußballweltmeisterschaft gucken, und noch immer dieses Vorwort zu einer Textsammlung schreiben, damit diese Textsammlung endlich in Druck gehen kann. Das ist nämlich auch eine Nachricht: Erscheinungstermin steht wohl fest! Wahrscheinlich Ende Juni erscheint eine Sammlung von Texten, die Förderschüler im Duisburger Norden im Rahmen einer Schreibwerkstatt verfasst haben. Ungewöhnlich offen und voller naiver Poesie gewähren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren einen Blick in ihre Lebenswirklichkeit. In einer der nächsten Wochen werden das Jugendzentrum Zitrone, der Förderverein Lemonhaus e.V. und die Städtische Förderschule Kopernikusstraße durch gemeinsame Pressearbeit, den Nachrichtenwert dieser Meldung unterstreichen.

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