Klinsmann für Klose und Bajic für Fahrenhorst

„Klinsmann für Klose“ las ich heute morgen als Überschrift einer kurzen Meldung im Kölner Stadt-Anzeiger. Seufzend bedauerte ich Mario Gomez, und dachte, nun wird es noch mehr Ärger mit den Engländern geben. Wenn Jürgen Klinsmann statt Miroslav Klose gegen Serbien stürmt, muss die FIFA dem DFB die Sondererlaubnis gegeben haben, einen Spieler nachzunominieren. Dieser gute Draht des DFB zur FIFA gibt den Engländern zwar einen ganzen Stall voll Sündenböcke für ihr Ausscheiden, aber Mario Gomez wird auf seinem Zimmer heimlich fluchen, wenn Jürgen Joachim Löw ihm so einen Michael Schumacher des Fußballs vorzieht. Was haben wir überlegt, wieviel der so herrlich anzusehende und überlegen erspielte Sieg gegen Australien Wert ist. Nach der Meldung von Klinsmanns Aufstellung wissen wir es immer noch ebenso wenig wie die Antwort auf die Frage, warum Miroslav Klose nicht spielen kann. Im ersten Moment erschreckt man vielleicht, wenn Löws Kumpel aus alten Sommermärchen-Tagen der Mannschaft weiterhelfen soll. Aber vielleicht ist es genau andersrum, die Mannschaft spielt so gut, dass sie als eine Art Jungbrunnen dem Kumpel aus alten Tagen durch seine Schaffenskrise als Trainer bringen wird. Im Fußball ist es Gott sei Dank häufig entweder so oder doch ganz anders, wahrscheinlich nur deshalb, damit wir immer was zu reden haben.

In Duisburg bietet dazu eine Spielerverpflichtung die Gelegenheit. Branimir Bajic scheint so eine Art Frank Fahrenhorst von Milan Sasic zu sein, auch wenn er ihn in Koblenz nicht mehr trainiert hat. Da verlasse ich mich mal auf die statistischen Daten bei fussballdaten.de. Wir wissen aber, in der Region seines ehemaligen Arbeitgebers kennt sich Milan Sasic noch immer bestens aus. Wie viel besser muss es also früher gewesen sein, als er die meiste Zeit seines Tages noch im direkten Einzugsgebiet verbracht hat. So wirkt diese Spielerverpflichtung wie eine Maßnahme zur Basissicherung. Grundnahrungsmittel müssen eben auch im Haus sein. Wenn man am Supermarkt mit der einen Buttermarke nicht mehr vorbeikommt, geht man zu dem anderen, der nun auf dem Weg liegt und greift zur anderen Buttermarke.

Die Planungen für die Abwehr sind nach der RevierSport-Kürzestmeldung jedenfalls abgeschlossen, bleibt die offene Frage, wie lange noch sich Fahrenhorst und Schlicke demnächst auf Meidericher Nebenplätzen fit halten werden. Überraschend wäre die Entwicklung nur noch dann, wenn wenigstens einer von beiden plötzlich doch wieder im regulären Vereinsbetrieb auftauchen würde. Bis dahin unterhalten wir uns über die Perspektiven von Bruno Soares.

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