Gabor Kiraly bekommt langsam Angst

Auf einer Bühne würde ich mich jetzt räuspern, dann eine kurze Pause machen und sagen, als Vorbereitung auf das kommende Heimspiel gegen den TSV 1860 München kommt jetzt der Moment für einen lyrischen Versuch.

Gabor Kiraly bekommt langsam Angst

Wie kriegt es nur der Trainer
in alle Spielerköpfe rein?
In unser´m Strafraum foulen: Ja!
In Strafraumnähe aber: Nein!

Wie ändert er für´s Spiel in Duisburg
die Kampf-um-Ball-Normalität?
Das Grätschen nur nach Strafraumgrenze!
Nicht früh das Tackling, sondern spät!

Beim Sondertraining Defensivverhalten,
ist immer einer, der´s vergisst.
Doch nur der Elfer lässt mir Chancen.
Ein Freistoß macht mich zum Statist.

Was nutzt die Zehn-Mann-Freistoßmauer
bei Grlics Schüssen mit Effet?
Nichts ist zu sehen. Dann Ball im Tor
und IvoIvo-Ruf-Tournee.

So Ivo, Ivo: Das will keiner.
Da könnt ihr Tino Berbig fragen,
Kollege Kirschstein, wen auch immer.
Ein Torwart will das nicht ertragen.

Nach außen stark, Mund abgeputzt
und Grlic-Freistoß-Trauma innen.
Zu siebzehnt etwa nächstes Jahr
die Gruppentherapie beginnen?

Wie kriegt es nur der Trainer
in alle Spielerköpfe rein?
Wenn überhaupt kann ich in Duisburg
nur der Elfmetertöter sein.

7 Antworten to “Gabor Kiraly bekommt langsam Angst”


  1. 1 Gabor 6. September 2010 um 15:40

    Da, Ivo, kennst Du mich wohl schlecht,
    ich sag es Dir ganz offen:
    diese Prüfung wär mir recht,
    ich will gar darauf hoffen.

    Elfmeter, heißt es, kann ein jeder töten,
    es sei ein Klacks, sie abzuwehren.
    Drum ist tatsächlich mehr vonnöten,
    um eines Hüters Ruhm zu mehren.

    Der Grund dafür ist ziemlich alt,
    stand damals so nicht im Programm:
    Sevilla tobte, er blieb kalt –
    mein Held heißt Helmuth Duckadam.

    Ein Shootout im Elfmeterschießen –
    nie strahlte eines Torwarts Stern so hell!
    Ich aber lass mich nicht verdrießen
    und fordre Ivo zum Duell.

    Soll er ruhig den Ball umschmeicheln,
    entrückt das Kreuzeck anvisieren,
    das Ding über die Mauer streicheln,
    schon fast den Jubel intonieren.

    Um dann entsetzt mich anzusehen,
    denn, lieber Leser, glaub es mir:
    ich werd schon in der Ecke stehen:
    „Tut mir leid, ich bin schon hier!“

    Gefällt mir

  2. 2 Kees Jaratz 6. September 2010 um 17:09

    Da lassen sich doch deutlich Züge einer multiplen Persönlichkeit bei Herrn Kiraly erkennen. Solche Menschen waren in den 90ern gern genommene Täterfiguren in Kriminalromanen. Welche Auswirkungen so ein bisschen Mehrstimmigkeit in einem Kopf aber auf dem Fußballplatz hat, müsste noch geschrieben werden. Hätte dann wahrscheinlich eher komisches Potenzial.

    Gefällt mir

  3. 3 Gabor 6. September 2010 um 17:51

    Multiple Persönlichkeit?

    In der Tat – der Kommentator hat offensichtlich den Ursprungstext nicht genau genug gelesen. Oh je. Es ist deutlicher denn je: dieses Blog hat nicht die (aufmerksamen) Leser, die es verdient.

    Gefällt mir

  4. 4 Kees Jaratz 7. September 2010 um 08:47

    Vielleicht schreibe ich ja manchmal medieninadäquate und unverständlich? 😉 Andererseits wo blieben dann so weiter führende Kommentare? Das Neue entsteht nicht allzu selten aus puren Missverständnissen.
    Nur gut, dass ich über so was noch keine Gedanken machen muss. Erst wenn hier der Kommerz einzieht, wird sofort Marktforschung betrieben. Und dann werde ich mal zeigen, was wirklich eine multiple Persönlichkeit ist, wenn der Mann für die Finanzen sich mit dem Kulturmensch in mir streitet.

    Gefällt mir

  5. 5 Gabor 8. September 2010 um 08:53

    Man könnte beinhae zu dem Schluss kommen, Du unterstelltest einen Widerstreit zwischen Kunst und Kommerz?

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..




JETZT IM BUCHHANDEL
Die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte über ein Leben in Duisburg mit dem MSV

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 8,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Sponsored

Bloglisten


%d Bloggern gefällt das: