Nun erst einmal wieder nichts erwarten

Vor dem Auswärtsspiel des MSV Duisburg beim FC St. Pauli heute Abend fühle ich mich nun erst einmal wieder so wie vor einem Jahr. Ich erwarte nichts und bin mit Vorfreude darauf gespannt, welche Leistung die Mannschaft zeigt. So geht es den meisten Freunden von mir. Auch im MSVportal herrscht vor dem Spiel diese Stimmung vor. Darüber hinaus bin ich gespannt, wie sich die Personalie Benjamin Kern entwickelt. Menschen bevorzugen Anschauung statt Abstraktion. So binden sich diffuse Gefühle beispielhaft an einen Kristallisationspunkt im Geschehen, um zu zeigen so sieht es in mir aus. Um Unzufriedenheit zu thematisieren eignet sich ganz offensichtlich im Moment vor allem die Besetzung des Rechtsverteidigers und die geschwundene Wertschätzung Milan Sasics für seinen Spieler Benjamin Kern. Das geht anscheinend vielen Zuschauern so, nicht nur mir.  Thorsten Richter fragt im Interview für die Reviersport bei Milan Sasic vorsichtig nach der „Rückkehr“ Benjamin Kerns. Doch Milan Sasic erklärt implizit, Benjamin Kern spiele bislang nicht gut genug für die Zweitliga-Mannschaft.

Ich habe Mühe, das zu glauben, obwohl ich eigentlich grundsätzlich der Meinung bin, ich sollte dem Trainer meiner Mannschaft vertrauen. Er ist es, der mit den Spielern täglich zusammenarbeitet. Er beobachtet diese Spieler im Spiel und während dieses Trainings viel genauer als ich. Dennoch reicht mir die pauschale Antwort nicht aus. Ich möchte nicht zweifeln und doch führt das, was ich bislang gesehen habe,  zu der Überzeugung, ein solide spielender Benjamin Kern ist auf der Positiion des Rechtsverteidigers mindestens von gleicher Güte wie Markus Bollmann. Und das heißt nicht, ich fände Markus Bollmann schlechter. Es bedeutet nur, ich habe keine ausreichende Erklärung für die Leistungsbewertung durch Milan Sasic. Mit der Personalie Benjamin Kern nimmt mein leiser Zweifel immer wieder Gestalt an. Der heutige Abend wird ihn hoffentlich beseitigen. Genügend aufmunternde Stimmen dazu gibt es im Umfeld des MSV Duisburg allemal, wie die Kommentare hier im Blog nach dem Spiel gegen den FC Hansa Rostock zeigen. Warten wir also ab.

Die Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“  macht übrigens eine Randnotiz zu dem Spiel möglich. So weit ich das überblicke, wird zum ersten Mal bei einem Profispiel des Fußballs der „Wanderbanner“ der Initiative zu sehen sein. Die Initiative richtet sich gegen „homosexuellenfeindlichen und menschenverachtenden Äußerungen und Aktionen im Stadion und auf dem Platz.“

1 Response to “Nun erst einmal wieder nichts erwarten”



  1. 1 Ein Zebra in der Achterbahn Trackback zu 22. August 2011 um 22:05

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