Der Gegenwind ist Rückenwind! – Wirklichkeit und Der Westen

Zu Beginn der Saison habe ich schon einmal eine Überschrift bei Der Westen moniert. Soll hier allmählich die Rubrik Medienkritik zur Standardrubrik werden? Da wird der Artikel zur Pressekonferrenz betitelt: „In Duisburg hapert es an der Kommunikation“. Zum zweiten Mal wird  eine doppeldeutige Überschrift aus dem Hut geholt, und ich beginne mich zu fragen, ist das einfach nur Gedankenlosigkeit oder hat das System? Diese Überschrift hinterlässt beim Leser doch den atmosphärischen Eindruck, der MSV Duisburg hat Schwierigkeiten grundsätzlicher Art. Vielleicht gibt es die, dann müsste aber ein anderer Artikel folgen.

Der Grund für diese Überschrift: Flamur Kastrati antwortet auf eine Frage in der Pressekonferenz zunächst in englischer Sprache und wird danach von Milan Sasic aufgefordert, seine Stellungnahme noch einmal auf deutsch zu sagen. Dirk Retzlaff schildert diesen Vorgang so, als ob er durch Milan Sasics leichten Ärger atmosphärisch belastet gewesen sei. Er sieht Flamur Kastrati dem „Gegenwind“ von Milan Sasic ausgesetzt. Einmal mehr:  hoffentlich hat Dirk Retzlaff nur ungenau formuliert.  Ich erkenne in Milan Sasics Aufforderung jedenfalls vielmehr Rückenwind. Er ermuntert Flamur Kastrati seine guten Deutschkenntnisse zu zeigen. Wer den Artikel liest, stellt sich Unstimmigkeit vor und belastete Gefühle. Davon kann ich in der Pressekonferenz nichts erkennen.

Dank der Kollegin von xtranews.de kann sich jeder selbst ein Bild machen – Ab 3:19 wird die Frage gestellt. Das Ganze dauert etwa anderthalb Minuten:

3 Responses to “Der Gegenwind ist Rückenwind! – Wirklichkeit und Der Westen”


  1. 1 mberghoefer 25. August 2011 um 12:12

    Beispiele wie dieses zeigen, wie gering der Anspruch an Qualität und – was noch schlimmer ist – an Wahrheit und Verantwortungsbewusstsein inzwischen die Regel gerade auch bei Sportjournalisten ist. Schämen sollte sich Herr Retzlaff.

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  2. 3 Kees Jaratz 25. August 2011 um 14:50

    Für den Titel kann natürlich einmal mehr Ungenauigkeit, Zeitdruck, was weiß ich bei Der Westen eine Ursache sein. Die Überschrift wird wahrscheinlich nicht Dirk Retzlaff selbst gemacht haben. Da wird dann schnell in der Online-Redaktion der Artikel überflogen und dann gib ihm. Möglichst plakativ. Dafür gibt der Artikelanfang von Dirk Retzlaff aber alles vor. Dabei habe ich ihn gestern noch als Beispiel für objektive Berichterstattung über den MSV an anderer Stelle angeführt. Wie immer hoffe ich aufs Gute und hoffe, er hat einen schlechten Tag gehabt – ob Schalker oder nicht. 😉
    Die Online-Redaktion ist natürlich eine andere Sache.

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