Archiv für Januar 2012

Wegwerfgesellschaft VfL Wolfsburg

Wenn ich mich im Moment zu Wort melde, könnt ihr sicher sein, da bewegt mich etwas sehr. Da es beim Verein aller Vereine im Moment ruhig ist, geht es um etwas anderes.  Irgendwann gibt´s immer ein erstes Mal. Ich musste dazu recht alt werden. Bestimmte Fußballvereine auf besondere Weise nicht zu mögen, gehört für viele Zuschauer ja zur Grundausstattung ihres Fandaseins. Bislang konnte ich mit zelebrierter Feindschaft nicht allzu viel anfangen. Mir sind andere Vereine immer gleich gewesen. Sie waren Gegner, die kamen und gingen, die besiegt wurden oder nicht. Sie spielten in anderen Ligen und erregten mal mehr, mal weniger meine Aufmerksamkeit.

Felix Magath nun schafft es mit seinem Wirken beim VfL Wolfsburg in dieser Saison, dass ich diesem Verein nicht nur den Abstieg gönne. Am besten sollten sich auch noch sämtliche Funktionäre überwerfen. Ein paar Rückrufaktionen des Spielerwagenparks wegen unklarer Bremsgeräusche der VW-Luxuslimousinen wären auch nicht schlecht, und als besonderen Spaß stelle ich mir einen feinen Lebensmittelskandal im Cateringbereich der VIP-Logen vor.

Ganz Kind seiner Generation scheint Felix Magath die Gedankenlosigkeit der Wegwerfgesellschaft in seinem Umgang mit Spielern auszuleben. Vielleicht weil dieses tiefe innere Bedürfnis in der Warenwelt inzwischen nicht mehr allzu offen seine Erfüllung finden darf. Passt nicht. Weg damit. Neues muss her. Mein Mitleid mit den Spielern hält sich angesichts ihrer Gehälter in Grenzen. Mir geht es um die Botschaft dieses Handelns. Wenn etwas nicht klappt, geben wir eben das nächste Geld aus. Ich habe den Unmut gegenüber dem Mäzenatentum von Dietmar Hopp nie so recht verstanden. In Wolfsburg wäre dieser Zorn gerecht. Dort spielt Geld in dieser Saison auf eine obszöne Weise keine Rolle.

In Tippspielen war bislang meine einzige nicht ganz sichere Bank der Sieg des MSV Duisburg. Die Niederlage des VfL Wolfsburg ist nun hinzugekommen. Ein bisschen Aberglauben gönne ich mir dort. Vielleicht folgt der prophezeienden Energie ja doch eine entsprechende Reaktion in der Wirklichkeit. Selbst wenn ich mir auf diese Weise meinen Schnitt beim Tippspiel versauen sollte. Ich will mir nicht vorwerfen müssen, ich hätte nicht alles versucht.

Werbeanzeigen

JETZT BESTELLEN
Das Buch über den Sommer 2013 in Duisburg rund um den MSV bis zum Wiederaufstieg zwei Jahre später

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 8,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Bloglisten

Werbeanzeigen

%d Bloggern gefällt das: