Archiv für September 2012

Ein Ben-Hatira bleibt ein Ben-Hatira

Wenn Zeitungen Fußballer zitieren, bin ich meist vorsichtig und glaube nicht unbedingt, was da als O-Ton geschrieben wird. In dem Fall aber bin ich geneigt,  kein Wort von dem anzuzweifeln, was Änis Ben-Hatira der Berliner Morgenpost gesagt haben soll. In dem Vorbericht zum Spiel des MSV Duisburg gegen Hertha BSC heute Abend wird natürlich kurz auf die beiden Spieler der Berliner ein besonderer Blick geworfen, die vor einiger Zeit beim MSV Duisburg gespielt haben.

Als ich Änis Ben-Hatira im O-Ton las, war ich doch dankbar, dass da einer meine Bilder  der Vergangenheit korrigierte und mich an diese wunderbare Zeit mit ihm in Duisburg erinnerte. So ein versöhnlicher Blick auf die Vergangenheit fühlt sich auch einfach besser an. Mir fiel ja als erstes die Unzufriedenheit mit seinem oft blasierten Auftreten zu Beginn seines Auflaufens für die Zebras ein. Und bei seinem zweiten Engagement erinnere ich mich auch an längere Schattenphasen nach seinen lichten Momenten auf dem Spielfeld. Aber anscheinend war alles doch ganz anders, und ich war gerade immer ein Bier holen, wenn alle vor Begeisterung über ihn von Sinnen waren und unsere jungen weiblichen Zebrafans kreischend in Ohnmacht fielen, sobald er sich an der Eckfahne festdribbelte. Gut, dass er meine Erinnerung korrigiert: „Ich habe mich da mit den Fans richtig gut verstanden und wurde auch schnell Publikumsliebling“, so erzählt Änis Ben-Hatira. Und wenn er es mir noch dreimal erzählt, vergesse ich vielleicht all den anderen Kram endgültig ganz.

Sandro Wagner erinnert sich übrigens auf dieselbe Weise an seine Zeit beim MSV wie ich. Das wäre doch verdammt anstrengend  gewesen, auch das noch über den Haufen zu werfen. Doch „Zeit mit Höhen und Tiefen“ umschreibt meine Erinnerungen an ihn, wenn auch die recht allgemeine Form mir sehr viel Gestaltungsspielraum lässt.

Während meiner Spielvorbereitung habe ich mir zudem am Wochenende ein Bild von meinem Sommer-Zweitverein des letzten Jahres gemacht. In Brighton fliegen die Seemöwen im Moment sehr viel kunstvoller als unsere Zebras traben. Brighton and Hove Albion FC, in England auch „The Seagulls“ genannt, stehen nach acht Spieltagen ganz oben in Liga 2. Dennoch haben sie gerade das Spiel dieses achten Spieltages gegen Birmingham City mit 0:1 verloren,. Was ich nur deshalb erwähne, weil die Mannschaft mit ihren blau-weiß längstgestreiften Trikots mir eine Ahnung davon gegeben hat, wie Hertha BSC heute Abend vom Platz schleichen könnte. Es war schon die richtige Anmutung. Nun müssen Taten folgen. Über die Linie „geprügelte“ Bälle sähe ich dann auch gern und was anderes mag ich mir gar nicht erst vorstellen.

Dann könnten wir im Stadion unserem alten Publikumsliebling Ben-Hatira vielleicht zeigen, dass er damals vielleicht doch was missverstanden hat, als jemand ihm über den Zaun zugerufen hat, er solle dem verlorenen Ball hintergehen. Aber wie ich ihn so kenne, wird er selbst solch möglichen Jubel irgendwie auf sich beziehen. Publikumsliebling halt, dem die Massen zu Füßen liegen, so wie damals als er am Fernseher saß und sogar in Glasgow alle nur für ihn gesungen haben. Unglaublich! Mancher wird´s schon kennen, aber diesen eigentlichen Anlass des anhaltend Celtic-Rock-Gesangs nicht gewusst haben.

Celtic was rocking. Ich hoffe, dass wir es den Celtic-Fans heute Abend wenigsten ein ganz klein wenig gleich tun können. Quergestreift sind sie ja schon mal, da bei Celtic.

Hier diese legendären Minuten in einem TV-Ausschnitt

Das Ganze aus Zuschauerperspektive

Und wer zum Zeitvertreib bis heute Abend den Spielericht sehen möchte, bitte schön!

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Auf der Suche nach dem Zopf im eigenen Kurzhaar

Nichts habe ich vom Spiel des MSV Duisburg bei Eintracht Braunschweig gesehen, nur den lang anhaltenden aussichtsreichen torlosen Zwischenstand vernommen, um dann als nächstes, das Tor zum 3:0-Endstand per WDR2-Moderatorin mitgeteilt zu bekommen. Den Tiefschlag habe ich noch immer nicht verdaut. Das hat bestimmt mit dem trüben Wetter zu tun und mit den Hormonen. Ich lese deshalb auch keine Stimmen zum Spiel aus dem Fanumfeld. Es gibt da zu oft eine Lust am Untergang, der ich im Moment nichts entgegen zu halten habe.

Da lobe ich doch die Wut von Goran Sukalo. So ein Aufbegehren gegen die Wirklichkeit gibt mir etwas Hoffnung für das Spiel gegen Hertha BSC am  kommenden Montag. Der braucht keine aufbauenden Worte von „Coach Kosta“. Wieder einmal ist es schwierig, den Fortschritt dieser Mannschaft überhaupt im Blick zu behalten. Wieder einmal mangelt es an der Chancenverwertung. Es ist die Last der beiden Heimspielniederlagen gegen Aalen und Dresden, die uns die Einschätzung der Leistung so schwer macht. Mit einem einzigen Sieg in  einem dieser beiden Spiele sähe alles schon anders aus. Und ich weiß: hätte, hätte, ist aber nicht.

Zum Beispiel lese ich heute von zufriedenen Mainzern, die beim FC Schalke 04 ebenfalls gut gespielt haben und mit demselben 0:3-Ergebnis nach Hause fuhren. Sie haben teilweise das Spiel bestimmt, nur ihre Chancen auf ein Tor nicht genutzt.  Der Unterschied: der FSV Mainz 05 hat bereits ein Spiel gewonnen. Es muss nicht gleich diese Zufriedenheit sein, aber ein wenig von dieser Mainzer Stimmung könnte ich jetzt gebrauchen. Und die Mannschaft vom MSV Duisburg wahrscheinlich auch. Der Glaube an das eigene Können muss wach gehalten werden. Das ist bei den Enttäuschungen nach großem Einsatz sehr schwierig. Es bleibt nur auf Kosta Runjaics Wirken weiter zu hoffen, damit ich bald aufhören kann, im eigenen Kurzhaar den nur schwer zu findenden Zopf zu suchen, um mich daran aus diesem Stimmungschlamassel rauszuziehen. Bessere Laune durch den Erfolg dieser  Mannschaft. Eine gute Vorstellung.

Geduld zu haben fällt nicht leicht – Unentschieden statt Sieg

Und es wär‘ so schön gewesen, so ein Tor für den MSV Duisburg, zwischen der 46. und etwa der 70. Minute. Doch es wollte nicht fallen. In einem sind wir uns ja alle einig, richtig gefährlich vor das gegnerische Tor kommt die Mannschaft nicht oft und wenn, fehlt ihr (noch) die Treffsicherheit. Es gab die Chancen in dieser Zeit, ein Tor zu erzielen. Es waren keine todsicheren Chancen, sie waren aber gut genug. Ein freier Schuss von Maurice Exslager von der Strafraumgrenze, der deutlich neben das Tor ging. Ein Kopfball im Fünfmeterraum von Adli Lachheb, ebenfalls neben das Tor.

Dazu sahen wir bis auf die letzten zehn Minuten gefällige Kombinationen bis an die Strafraumgrenze, oft ohne die richtige Entscheidung dort, wo es für den Gegner wirklich gefährlich wird: ein Abspiel zu viel, wenn der Abschluss nötig war, ein Ansatz zum Dribbling, wenn der freie Mann auf dem Flügel stand. Das braucht weitere Arbeit, weiteres aufeinander Abstimmen. Der Wert dieses Kombinationsspiels lässt sich daran ermessen, dass der VfL Bochum dicht gestaffelt stand und sowohl die entsprechenden Lücken erst einmal gefunden werden mussten, als auch der entsprechende zusätzliche Druck durch die Defensivabteilung der Mannschaft notwendig war.

André Hoffmann zeigte gestern ein ganz starkes Spiel, sorgte für diesen Druck nach vorne und war zudem zur Stelle, wenn der Ball in der Vorwärtsvorbewegung verloren schien. Gerade in den fünfundzwanzig Minuten nach der Halbzeitpause holte er sich zusammen mit Goran Sukalo nahezu jeden in der Angriffshälfte verlorenen Ball sofort wieder zurück. Dazu kam in der hinteren Linie ein stark spielender Adli Lachheb, der zuverlässig die längeren Bälle der Bochumer ablief. Mit ihm an seiner Seite knüpft auch Branimir Bajic wieder an alte Leistungen an.

Als dieses Führungstor für den MSV Duisburg dann nicht gefallen war, begann das Zittern um das Unentschieden. Solche Spiele haben einen eigenen Verlauf, und es ist klar, wenn eine Mannschaft derart überlegen, aber erfolglos auf ein Tor spielt, wie es der MSV Duisburg für etwa fünfundzwanzig Minuten gemacht hat, dann kann das in einer Niederlage enden. Schließlich ist es schwierig, auch die Abwehrarbeit weiter im Blick zu halten, wenn schon so viel investiert wurde und die Belohnung durch ein Tor immer noch nicht erfolgte. Dann ist die Gefahr groß auch noch die letzte Kraft nur noch auf den Angriff zu verwenden. So hatten die Zebras in den letzten zehn Minuten zweimal großes Glück, dass der VfL sehr aussichtsreiche Konter nicht mit dem Führungstreffer abschloss. Da geht es den Bochumern genauso wie dem MSV, es fehlt ein Stürmer, der im entscheidenden Moment zuschlägt. Dem 1. FC Köln geht es übrigens auch so und einigen anderen Mannschaften mehr. Wir lernen also, neben dem Linksverteidiger sind auch abschlussstarke Stürmer auf dem Spielermarkt nicht oft im Angebot.

Man muss also die Spieler verbessern, die im Kader stehen, und da bemerke ich mit Kosta Runjaics Arbeit einen allmählichen Aufschwung. Nach dem Spiel gestern denke ich übrigens auch, vielleicht sollte Ivica Grlic das Trainerteam noch um eine Honorarkraft erweitern. Ich habe da Abdelaziz „Aziz“ Ahanfouf im Blick. Praktischerweise kennen sich Kosta Runjaic und Ahanfouf  aus der letzten Saison, als beide noch in Darmstadt weilten. Wo heute doch die Trainingsarbeit von immer mehr spezialisierten Fachkräften übernommen wird, könnte Ahanfouf sich in Intensiv-Workshops der darstellenden Künste annehmen. Wie fällt man bei drohendem Körperkontakt so, dass der Schiedsrichter ein Foulspiel erkennt? Seine große Erfahrung würde vor allem Valeri Domovchiyski helfen, der tatsächlich erheblich besser spielt, aber oft noch nicht robust genug ist, wenn er von Abwehrspielern angegangen wird. Er fällt dann einfach um und der Ball ist weg. Frustration droht. Ahanfouf könnte ihm zu Freistößen verhelfen und vielleicht auch beibringen, dass der beidfüßige Absprung in den Strafraum niemals einen Elfmeterpfiff bringt, wenn der Abwehrspieler mit Abstand nebenher läuft.

Wo sich alle einig über die Qualität des Sturmspiels sind, gehen die Meinungen über den Wert dieses Unentschiedens sehr auseinander. Diese Wertungen haben dann nichts mehr mit der Leistung der Mannschaft zu tun, sondern werden durch die Persönlichkeit des Betrachters hervorgerufen.  Ich kann da nicht anders, als die Fortschritte im Spiel dieser Mannschaft zu sehen. Seit gestern bin ich sicher und da hänge ich mich schon mal weit aus dem Fenster, die Mannschaft wird nicht absteigen. Und mit dem Punkt gegen den VfL Bochum startet sie nun noch besser als Fortuna Düsseldorf, die bei besagtem Katastrophenstart in der Saison 2010/11 auch ihr sechstes Spiel nacheinander, gegen eben diesen VfL Bochum, verloren. Fortuna wurde damals dann noch siebter. Wenn alles gut läuft, sollte deshalb  der sechste Platz für den MSV Duisburg nun drin sein. Sich im Mittelfeld tummeln reicht natürlich möglichst bald auch aus.

Der Song für den morgigen Tag (…und für die ganze Saison)

Und weil ich mit dem Fußball mal wieder was Neues gelernt habe, erzähle ich das auch noch schnell. Rowlf von den Muppets singt hier eine besonders beschleunigende Version von „It’s not where you start, it’s where you finish“. Der Song entstammt dem Finale des 1973 am Broadway uraufgeführten Musicals „Seesaw„. Weniger rustikal und melodiöser bringt Barbara Cook den Song zu Gehör. Ich denke, diese zweite Fassung ist etwas für den letzten Spieltag der Saison. Morgen gegen den VfL Bochum halten wir es eher mit Rowlf, locker und sicher beginnen, um den Sieg bei immens zunehmendem Druck souverän durchzubringen.

Die schönsten Fußballtorten der Welt – VI: Borussia Dortmund –

Mit freundlicher Unterstützung von „111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben musspräsentiert der Zebrastreifenblog in loser Reihe die schönsten Fußballtorten der Welt.

Dieser 1:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Ajax Amsterdam im ersten Spiel der Champions-League verlangt nach einer besonderen Würdigung am Tag danach. Bei Kaffee und Kuchen könnte noch einmal  über die immer intensivere Spielweise beider Mannschaften und die perfekte Dramaturgie des gestrigen Abends geredet werden. Was wurden die Befürchtungen im Verlaufe des Spiels immer größer, ein zweites Mal könnte der europäische Wettbewerb für Borussia Dortmund trotz guten Spiels sofort mit einer Enttäuschung beginnen. Denn Ajax blieb nicht chancenlos, bis das Tor von Robert Lewandowski fiel. Und selbst ein Unentschieden hätte einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Nun also die Torten zur Feier des Sieges am Tag am danach, und wie es sich für einen Verein mit großer Anhängerschaft gehört, findet sich eine vielfältige Auswahl von BVB-Torten. Sie zeigen sehr unterschiedliche Möglichkeiten die Zuneigung zum BVB auszudrücken und weisen dementsprechend abgestufte Anforderungen an das formende Können von Konditorinnen-Händen auf. Denn es sind die Frauen, die solche kunstvollen Torten wie die folgenden backen.

Auf der Seite Torten-Talk.de findet sich
eine fast schon zur Skulptur gewordene Torte.

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Die Torte als Trikot findet sich  bei Chefchoch.de.

BVB Trikot Fußball Fan 1459105474

Die Torte als Spielfeld mitsamt Emblem von Lauryn
findet sich mit Backanleitung bei Rezeptwiese.de.

Die Torte als Emblem findet sich in Jennys Backwelt.

BVB-Torten – Teil 2 – gibt es mit einem Klick weiter.

Sämtliche Folgen von Die schönsten Fußballtorten der Welt findet ihr ebenfalls mit einem Klick weiter.

Lesehinweis: Ivo Grlic im Gespräch mit Michael Wildberg

Kurzer Hinweis auf das bei der Zebraherde veröffentlichte Gespräch, das Michael Wildberg mit Ivica Grlic geführt hat. Das ist eine freundliche Plauderei, bei der Ivo kurze Blicke auf seinen beruflichen Weg vom Spieler zum Sportdirektor gewährt. Inhaltlich geht es viel um Atmosphärisches, um Absichtsbekundungen, die jetzt nicht überraschen, aber für die Stimmung rund um den MSV notwendig sind. Denn letztlich geht es um Wertschätzung der Fans und die Attraktivität des Arbeitsplatzes Duisburg für Berufsfußballer.

Mehr Düsseldorf als Bielefeld

Mir ist klar, dieser Vergleich birgt Brisanz. Aber ich denke, der MSV Duisburg ist mehr Düsseldorf als Bielefeld. Mir bleibt nach der 1:2-Auswärtsniederlage des MSV Duisburg gegen den 1. FC Kaiserslautern nichts anderes übrig, als diesen Vergleich anzustellen. Wir haben ja nur die Vergangenheit, um mögliche Entwicklungen einzuschätzen. Noch immer lässt sich dann die Zukunft nicht sicher vorhersagen, aber das Wissen um die wahrscheinliche Möglichkeit lässt die Prognose noch sicherer eintreten.

Mir zeigte das Spiel, diese Mannschaft des MSV wird sich weiter festigen. Die Niederlage setzt nicht ein Scheitern fort, was zuvor schon zu sehen war.  So geschehen nach dem Trainerwechsel bei Arminia Bielefeld während deren letzten Abstiegssaison 2010/2011. Die Mannschaft des MSV Duisburg scheint eher jenen Weg zu gehen, wie ihn Fortuna Düsseldorf in derselben Saison nahm.

Diese Duisburger Mannschaft findet gerade zu ihrer Spielweise. Sie beginnt Spielzüge zu stabilisieren. Die Spieler scheinen das Vertrauen in die eigene Qualität zurück zu gewinnen. Darum geht es: Sich etwas zutrauen, weil man weiß, ich kann das und weil man weiß, die Mitspieler glauben auch, ich kann das. Den schnellen Doppelpass versuchen. Mitspieler steil anspielen. Lange Bälle an die richtige Position für die richtigen Spieler.

Stürmer attackieren früh, weil sie sich auf ihre defensiveren Mitspieler verlassen können. Sie können sich aber auch deshalb mehr verlassen, weil sie selbst so früh attackieren. Erst in so einem Zusammenwirken strahlte die Mannschaft Zuversicht aus. Es war zu spüren, der 1:0-Rückstand bedeutete keineswegs sofort die Niederlage. Obwohl dieser Rückstand angesichts des Einsatzes von Beginn an eine Enttäuschung war.

Und was das zweite Tor der Kaiserslauterner angeht. Nicht in jedem Spiel wird ein gegnerischer Stürmer nach einem Abwehrversuch die Gelegenheit bekommen, sein vollständiges Glück für diesen Tag in Anspruch zu nehmen. Kosta Runjaic wird außerdem an der Reaktionszeit nach solchen Abwehrversuchen per Kopf auf zentrale Spielpositionen hin arbeiten, auch wenn schon jetzt ein ein Fortschritt zu sehen war. Denn im Grunde fiel ein ähnliches Tor schon im Spiel gegen Dresden. Nur damals konnte der Dresdner Spieler nach der Kopfballabwehr sogar noch mehrere Meter auf das Tor zulaufen. Dieses Mal wurde der Kaiserslautener Spieler wenigstens zum schnellen Distanzschuss verleitet. Beim nächsten Mal wird in so einer Situation der Schuss hoffentlich geblockt. In solchen Momenten zeigte sich noch das Manko der ersten Spiele. Die Reaktion nach der ersten Klärung der bedrohlich werdenden Spielsituation kam einfach zu langsam.

Nun geht es am nächsten Sonntag gegen den VfL Bochum. Kurioserweise spielte Fortuna Düsseldorf in besagter Fehlstart-Saison am 6. Spieltag ebenfalls gegen den VfL Bochum. Die Mannschaft setzte damals mit der 0:1-Heimspielniederlage die Serie fort. Deshalb sollte sich der MSV Duisburg für dieses Spiel von der aus dem Geschehen der Vergangenheit gewonnenen Prognose lösen. Das Motto auf den Spielertrikots am vergangenen Bundesligaspieltag kommt da zur rechten Zeit. Die Integrations-Botschaft „Geh‘ deinen Weg“ passt auch in solch einem Fall – Betonung auf „deinen“.


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