Auf der Suche nach dem Zopf im eigenen Kurzhaar

Nichts habe ich vom Spiel des MSV Duisburg bei Eintracht Braunschweig gesehen, nur den lang anhaltenden aussichtsreichen torlosen Zwischenstand vernommen, um dann als nächstes, das Tor zum 3:0-Endstand per WDR2-Moderatorin mitgeteilt zu bekommen. Den Tiefschlag habe ich noch immer nicht verdaut. Das hat bestimmt mit dem trüben Wetter zu tun und mit den Hormonen. Ich lese deshalb auch keine Stimmen zum Spiel aus dem Fanumfeld. Es gibt da zu oft eine Lust am Untergang, der ich im Moment nichts entgegen zu halten habe.

Da lobe ich doch die Wut von Goran Sukalo. So ein Aufbegehren gegen die Wirklichkeit gibt mir etwas Hoffnung für das Spiel gegen Hertha BSC am  kommenden Montag. Der braucht keine aufbauenden Worte von „Coach Kosta“. Wieder einmal ist es schwierig, den Fortschritt dieser Mannschaft überhaupt im Blick zu behalten. Wieder einmal mangelt es an der Chancenverwertung. Es ist die Last der beiden Heimspielniederlagen gegen Aalen und Dresden, die uns die Einschätzung der Leistung so schwer macht. Mit einem einzigen Sieg in  einem dieser beiden Spiele sähe alles schon anders aus. Und ich weiß: hätte, hätte, ist aber nicht.

Zum Beispiel lese ich heute von zufriedenen Mainzern, die beim FC Schalke 04 ebenfalls gut gespielt haben und mit demselben 0:3-Ergebnis nach Hause fuhren. Sie haben teilweise das Spiel bestimmt, nur ihre Chancen auf ein Tor nicht genutzt.  Der Unterschied: der FSV Mainz 05 hat bereits ein Spiel gewonnen. Es muss nicht gleich diese Zufriedenheit sein, aber ein wenig von dieser Mainzer Stimmung könnte ich jetzt gebrauchen. Und die Mannschaft vom MSV Duisburg wahrscheinlich auch. Der Glaube an das eigene Können muss wach gehalten werden. Das ist bei den Enttäuschungen nach großem Einsatz sehr schwierig. Es bleibt nur auf Kosta Runjaics Wirken weiter zu hoffen, damit ich bald aufhören kann, im eigenen Kurzhaar den nur schwer zu findenden Zopf zu suchen, um mich daran aus diesem Stimmungschlamassel rauszuziehen. Bessere Laune durch den Erfolg dieser  Mannschaft. Eine gute Vorstellung.

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