Zebras wollen Braunschweigs berühmtesten Wellensittich zum Schweigen bringen

Entspannen heißt es heute Morgen für uns alle, um am Abend im Spiel gegen Eintracht Braunschweig in der richtigen psychischen Verfassung zu sein. Das gilt für die Spieler des MSV Duisburg. Das gilt aber auch für uns auf den Zuschauerrängen. Stellen wir uns also als allererstes so einen richtig altmodischen Spieltag vor. Die ersten Strahlen der Frühlingssonne erwärmen uns auf dem Weg ins Stadion an einem Sonntagnachmittag. Alle Spiele finden gleichzeitig statt. Stellt euch vor, wie die Spieler das Spielfeld betreten und auf den Rängen noch darüber gesprochen wird, dass Dresden hoffentlich wie erwartet das Heimspiel gegen Hertha verliert. Lasst alles, was ihr über das letzte Wochenende wisst, allmählich dahinschwinden. Die Gedanken kommen und gehen, und irgendwann ist da nur noch die Gegenwart des Heimspiels vom MSV Duisburg gegen Eintracht Braunschweig. Die Ausgangslage kennen wir seit einer Woche. Mit diesem Bild des einheitlichen Spieltags vor Augen brauchen wir nicht mehr wie die Print-Kollegen bei  RP  und WAZ/NRZ von Druck reden, der zugenommen hat.

Ich merke deshalb heute Morgen nur die normale Anspannung und die leise Hoffnung auf ein gutes Ergebnis, obwohl ein Aufstiegskandidat nach Duisburg kommt. Die Mannschaft des MSV Duisburg ist nicht chancenlos. Goran Sukalo und Ranisav Jovanović sind als Leistungsträger der ersten Spiele in diesem Jahr wieder dabei. Andreas Ibertsberger kann in die Mannschaft rücken und mit seiner Erfahrung die Defensive stabilisieren. Mit Dennis Krupke fällt, laut Presse, ein Leistungsträger des Gegners weiter aus.  Ich hoffe auf ein intensives Ringen um Raumgewinn, auf den entsprechenden Kampf um den Ball und auf den einen lichten Moment im Zusammenspiel zwischen Sören Brandy, Ranisav Jovanović und vielleicht noch dem aufgerückten Timo Perthel, der zum Führungstor zu Beginn der zweiten Halbzeit führt. Ich nehme es als gutes Zeichen des Respekts, wenn der Braunschweiger Trainer Thorsten Lieberknecht ein hartes, körperbetontes Spiel erwartet. Ich finde es allerdings etwas übertrieben, dass er, wie die Wolfsburger Allgemeinen Zeitung berichtet, die Spieler des MSV Duisburg in eine Schublade mit Telefonverkäufern und Bankberatern steckt und den Braunschweiger Fans erklärt:  „Dort wird am Rande der Legalität gearbeitet“.

Gestern habe ich übrigens noch einen anderen Weg gewählt, den aufgekommenen Druck aus meiner Spielvorbereitung wieder heraus zu nehmen. Zum ersten Mal in dieser Saison habe ich den Tabellenrechner angeschmissen, und was soll ich sagen, selbst bei äußerst schlechem Ausgang der nächsten zwei Spiele gegen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC wird der MSV Duisburg nicht absteigen. Notfalls werde ich den Beweis morgen mit der Veröffentlichung der Abschlusstabelle antreten.

Ich hoffe natürlich, das wird nicht nötig sein, weil der MSV Duisburg heute Abend mit einem Sieg den alten Abstand zum Relegationsplatz wieder herstellt und damit gleichzeitig Flicki, dem berühmtesten Wellensittich von Braunschweig, den Schnabel stopft. „Braunschweig – olé, olé, olé“, ruft er seit drei Jahren, nur unterbrochen von dem legendären nur Hardcore-Fans verständlichen „Flicki, flacki, Flokati“. Was dem Lokalfernsehen mal einen Beitrag wert war. Wir auf den Rängen sehen aber nach dieser Braunschweiger Niederlage in Flicki einen ebenbürtigen Nachfolger des Loriotschen Hundes von Doktor Sommer. Heute Abend werden wir in Duisburg rufen: Euer Wellensittich kann überhaupt  nicht sprechen.

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2 Responses to “Zebras wollen Braunschweigs berühmtesten Wellensittich zum Schweigen bringen”


  1. 1 Mio Lüer 5. März 2013 um 13:35

    hmm ihr habt nen wellensitich im kop

    Gefällt mir


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