Stadionmiete – ein Blick nach Köln

Da die Sorgen um den sportlichen Erfolg des MSV Duisburg momentan immer kleiner werden und der Mensch ein wenig Spannung im Alltag gut vertragen kann, geht der Blick allmählich wieder zu den Vereinsstrukturen und den schwierigen Finanzverhältnissen. Die Termine der Jahreshauptversammlung und der Info-Veranstaltung zu den anstehenden Satzungsänderungen wurden verkündet, ein erster Artikel im Reviersport nimmt das auf.

Ich will es mal neutral formulieren: Erste Pflöcke zur gedanklichen Orientierung für die MSV-Mitglieder werden am Ende des Artikels gesetzt: „Wenn die Mitglieder im Mai für die neue Ausrichtung stimmen, wäre die erste Hürde auf dem Weg zur Sanierung genommen. Denn die Stadionprojektgesellschafter werden der existenziell wichtigen Mietminderung für die SLR-Arena nur zustimmen, wenn es klare Strukturen gibt.“

„Klare Strukturen“, das hört sich sachlich und einsichtig an. Klare Strukturen können aber so und so aussehen. Sprich, letztlich geht es um die Kontrolle der Geschäftsführung des Unternehmens MSV, der KGaA, und um die Besetzung des Aufsichtsrates dieser KGaA durch Mitglieder des Vereins. Wenn ein Vereinsmitglied also Fragen zu diesen klaren Strukturen hat, ist das nicht verwerflich, sondern normales demokratisches Prozedere. Das schon mal vorweg, weil im Dezember letzten Jahres kurzzeitig in der Berichterstattung über diese neu zu ordnenden Strukturen der Eindruck entstand, diese Fragen alleine seien schon verwerflich.

Im Zusammenhang mit der Senkung der Stadionmiete ist ein Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom letzten Samstag interessant, in dem über Anstrengungen des 1. FC Köln, die Stadionmiete zu senken, berichtet wird. Wir sprechen von 3,2 Millionen Euro Miete, die der 1. FC Köln in der Zweiten Liga zahlt.  In der Bundesliga wäre die doppelte Miete fällig. Selbst angesichts dieser im Vergleich zur Mietzahlung des MSV Duisburg schon geringeren Summe, begründet der FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle die erhoffte weitere Reduzierung damit, dass der FC Luft zum Atmen brauche.

Natürlich ergibt sich daraus kein direktes Argument für die Diskussion um die Satzungsänderung. Die Lage des 1. FC Köln mit einer gestaffelten Miete je nach Liga-Zugehörigkeit wirft nur ein weiteres Licht auf das Wirtschaften in der Vergangenheit beim MSV Duisburg, das ja in der Auseinandersetzung um die Strukturen im Verein und damit um die Macht und deren Kontrolle so gar keine Rolle  spielen soll.

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