M – U – T – Anke Johannsen, Jens Otto und andere Duisburger

Schön zu sehen, wenn in Duisburg Menschen voller Energie Kulturprojekte vorantreiben. Auch das beeinflusst die Stimmung in einer Stadt. Anke Johannsen und Jens Otto waren die treibende Kräfte bei einem künstlerisch inspirierten Projekt, das kurz und bündig M – U – T heißt, besagte Haltung zum Leben thematisiert und dessen Essenz der unten eingebundene Video-Clip ist. Beide sind zwei von drei Musikern der Anke Johannsen Band, die laut ihrer Selbstbeschreibung sich im „soulig angehauchten Jazz-Pop“ zu Hause fühlt.

Auch wenn ich diesem Projekt Beifall klatsche, reibe ich mich an den Anfangsminuten des entstandenen Clips. Zu Beginn geraten die Macher nach meinem Geschmack zu sehr in das Fahrwasser einer öfter mal gesehenen Werbeästhetik. Ich komme jetzt nicht drauf, für welche Produkte genau auf diese Weise schon geworben wurde. An Autos erinnere ich mich sicher. Diese filmische Ästhetik wird von dem Problem bestimmt, eine innere Haltung als Behauptungen und Selbstaussagen von Menschen erzählen zu müssen. Es gibt eben kein Bild, das für sich spricht und den besagten Mut zeigt.

Damit möchte ich das Projekt keineswegs in Frage stellen. Vielleicht entspricht der Clip gerade deshalb besonders den Sehgewohnheiten und kommt so den Menschen nahe? Vielleicht macht den Clip gerade sein plakativer Anfang populär, nach dem Motto, was die restliche Welt kann, kann Duisburg auch? Wenn ich von meinem Geschmack rede, dann steht dahinter vor allem mein Eindruck, Anke Johannsens eigenständige künstlerische Kraft wird erst ab etwa der Hälfte des Clips erkennbar.  Und natürlich ist mir bewusst, die Musikerin Anke Johannsen stellt sich in diesem Clip in den Dienst einer gewünschten Aussage.

Doch für Menschen mit ähnlichem Geschmack wie meinem gibt es bald Abhilfe. Neulich bin ich Anke Johannsen zufällig auf dem Weg von Ruhrort nach Hause begegnet. Wir kamen ins Gespräch und sie erzählte, es werde demnächst eine kürzere Fassung des Clips geschnitten. In der werde nur der schnellere zweite Teil  zu sehen und zu hören sein. Das klingt nach einer Beschränkung, die mir gut gefällt. Wenn es diesen Zusammenschnitt gibt, sage ich Bescheid.

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