Archiv für September 2013

Stabilität der Defensive sorgt für stabile gute Stimmung

Karsten Baumann ging also vor dem Spiel mit der ersten Elf in die Kurve und machte gute Figur als Aufsichtspersonal des Aufwärmprogramms seiner Mannschaft.  Wenn das nicht mal eine Spielplakatsunterzeile wert ist: Hier leitet der Chef selbst das Aufwärmen an. Vielleicht kommen dann sogar noch hundert Zuschauer mehr, die jetzt leider den 2:0-Sieg des MSV gegen den FC Hansa Rostock verpasst haben. Wobei über die Zuschauerzahl dieses Abends überhaupt nicht zu meckern ist. Trotz der Ungewissheit, welche Leistung die Mannschaft zeigen würde, blieb das Interesse am MSV Duisburg höher als in Zweitliga-Zeiten. Der erarbeitete Auswärtssieg bei Holstein Kiel hatte offensichtlich die ersten ärgerlichen Gemüter unter den Zuschauern wieder beruhigt.

Zudem wollte der MSV Duisburg die Zuschauer nicht unvorbereitet ins Spiel gehen lassen. Ich kann mich nicht daran erinnnern, jemals den Pressesprecher eines Vereins vor einem Spiel auf dem Spielfeld über die taktische Aufstellung der Mannschaft reden gehört zu haben. Vielleicht war es nur die einmalige Reaktion auf die vielfältige Kritik an der Defensive der Mannschaft. Branimir Bajic wird vor die Abwehrreihe gezogen und uns Zuschauer wird deutlich gesagt, der Trainer tut was. Eine konzertierte Aktion zur Stabilität in Sachen Defensive und Stimmung auf den Rängen. womöglich wird irgendwann diese kurze Mitteilung auf dem Spielfeld in den Geschichtsbüchern des Fußballs als weiterer Schritt auf dem Weg dieses Sports hin zur endgültigen Etablierung im Kulturbetrieb gedeutet werden. Vielleicht sehen wir irgendwann wie in den Opern- und Schauspielhäusern dieser Republik als Service für das Publikum halbstündige Einführungen in das gegebene Werk, vulgo Mannschaftsaufstellung und Spielhistorie?

Davon ab war die Umstellung erfolgreich, wenn es um die Offensive der Rostocker aus dem Spiel heraus ging. Durch Spielaufbau und Zusammenspiel gelangten die Rostocker nicht in den Strafraum des MSV. Sie hatten aber ein anderes geeignetes Mittel, weil die Spieler des MSV Duisburg im Halbfeld gerne foulten. So brauchten die Rostocker sich spielerisch nicht sehr anzustrengen, sondern schlugen hohe Bälle in den Strafraum und von denen wissen wir, dass sie die Defensive des MSV immer wieder in Verlegenheit bringen können. Deshalb waren wir bei uns auf dem Stehplatz trotz der spielerischen Überlegenheit des MSV Duisburg einmal mehr nicht sonderlich entspannt bis endlich das zweite Tor für die Zebras fiel. Der Kopfball eines Rostocker Spielers gegen die Latte in der zweiten Halbzeit etwa war so ein Spielmoment, der uns zusammenzucken ließ. Was aber nie und nimmer zu einer Spielwertung hätte führen können, wie sie der MDR-Kommentator in seinem kurzen Spielbericht vornahm. Wenn er meint, die Rostocker hätten das Spiel zunächst im Griff gehabt, hat er ein anderes Spiel gesehen als ich.

Dagegen empfinde ich den NDR-Kommentator geradezu als neutral.

Von Anfang an bemühte sich der MSV nämlich um die spielerischen Momente, auch wenn dauerhafte Torgefahr in diesem Spiel wieder nicht entstand. Dennoch war die Laufbereitschaft zurückgekehrt. Früh wurden die Rostocker angegriffen. Schnell gelang das Umschaltspiel. Die Flügel wurden kontinuierlich gut besetzt, sowohl Phil Ofosu-Ayeh mit seiner so beeindruckenden Schnelligkeit als auch Sascha Dum mit seinem Antritt gingen weite Wege. Ein Problem waren weiterhin die zweiten Bälle nach misslungenen Spielaktionen der Rostocker.  Eigentlich geklärte Spielsituationen entwickelten auf diese Weise noch einmal Gefahr. Am eindrücklichsten zu sehen war das als Quasi-Zeitlupe vor dem Pfostenschuss der Rostocker. Der Ball war abgefangen. Dem Pressing der Rostocker sollte spielerisch begegnet werden, dazu wurde hintenrum gespielt, bis zu Michael Ratajczak, dessen weiter Ball allerdings beim Gegner landete, der sich um so schneller  wieder Richtung Duisburger Tor aufmachte. Was in dem Fall auf dem Spielfeld weit auseinander gezogen und in einer Quasi-Zeitlupe zu sehen war, gab es auf engem Raum in ähnlicher Form häufiger. Klassische Bajic-Abspielfehler waren das ebenso wie Kopfballabwehraktionen verschiedener Spieler ins Zentrum. Zum guten Glück waren die Rostocker mit der Ausnahme des Pfostenschusses nicht gut genug, die geschenkten Bälle gefährlich zu verwerten.

Das Führungstor des MSV Duisburg war Lohn des frühen Attackierens und schnellen Umschaltens. Der Ball wurde erobert, steil auf Kevin Wolze gespielt, der in leichter Rückwärtsbewegung den Ball annahm. Dessen Gegenspieler wollte diese leichte Rückwärtsbewegung zum Anlass nehmen, den Schiedsrichter zum Foulpfiff zu bewegen. Vergeblich. Während er sich also angesichts des erwartungsvollen Zuschauerlärms immer dramatischer auf dem Boden wälzte, nutzte Wolze in der Zeit den freien Raum und spielte steil in die Spitze zum frei durchbrechenden Kingsley Onuegbu. Der Abschluss war nur noch Formsache. Schließlich hatten wir schon lange keinen Stürmer mehr, der in solchen Strafraumsituationen derart sicher zum Torschuss ansetzt. Nach Gegentoren scheint übrigens expressives Schmerzschauspielen fehlerhaftes Abwehrverhalten  teilweise vergessen zu machen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel. Freistöße aus dem Halbfeld blieben das einzige Rostocker Offensivmittel. Zur Sicherung der drei Punkte wünschten wir uns dennoch ein zweites Tor. Und was Rostock kann, kann der MSV schon lange und besser. Der Freistoß der Zebras aus dem Halbfeld ging nämlich nicht direkt vor das Tor in Rostocker Manier, sondern in den Strafraum neben den Pfosten, wo Branimir Bajic mit mehr Platz frei zum Kopfball kam. Er gab den Ball zurück ins Zentrum und der aus Rückfeld hineinlaufende Markus Bollmann köpfte ein. Die Präzision dieser Ausführung braucht ohne Frage Training. Das war sehr gelungen.

Dieser Sieg hat mir den Glauben an die Mannschaft zurück gegeben. Es bleibt die Aufgabe, die Schwankungsbreite der Leistungen dieser Mannschaft zu reduzieren. Auch das wird dem Chef selbst hoffentlich gelingen. Wenn auch ein wenig Unterstützung bei der Arbeit in absehbarer Zeit nicht schaden wird.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit den O-Tönen von Markus Bollmann und Phil Ofosu-Ayeh

Mein überraschender Stimmungswechsel vor dem Abendspiel

Hansa Rostock kommt heute Abend zum MSV Duisburg. Das bedeutet, im Alltag der 3. Liga zurück zu finden zu gutem Mannschaftsspiel. Das bedeutet aber auch, nicht genau zu wissen, zu welcher Leistung die Mannschaft  fähig sein wird. Das bedeutet, sich überraschen lassen, hoffen auf zurückkehrende Spielkultur und auf das  Unvermögen im Rostocker Angriffspiel. Es ist tatsächlich so weit, dass ich auf Stabilität in der Defensive erst einmal nicht hoffe. Dazu war diese Defensive einfach zu stabil fehleranfällig. Hoffnungen sollten sich immer auch auf einigermaßen realistische Ziele ausrichten. Einfacher ist es Hoffnung zu haben, dass die Offensive ein Tor mehr erzielt, als die Defensive zulässt. Schließlich sollte trotz der von Karsten Baumann prognostizierten kompakten Rostocker Defensive auch bei ihr immer mal eine Unachtsamkeit passieren können.

Ich wusste also heute morgen schon, ich werde mit gemischten Gefühlen nach Duisburg fahren. Um so schöner, wenn dir in diesem Wissen unerwartet die Erinnerung an einen besonderen Sieg des Vereins unserer Zuneigung präsentiert wird. Das geschah vorhin am Frühstückstisch zwar über den Umweg Kölner Stadt-Anzeiger mit einer dortigen Randbemerkung, doch an einer guten Erinnerung gehe ich doch nicht vorbei. Ein alter Bekannter für uns spielt inzwischen nämlich bei Fortuna Köln. Deshalb widmet der Kölner Stadt-Anzeiger  ihm heute im Lokalsport ein Porträt, auch weil damit zugleich an dessen Vater und glorreichere Zeiten beim 1. FC Köln erinnert werden kann. Borussia Mönchengladbach heißt ein Stichwort. Auswärtsspiel. Pokal. Ihr wisst Bescheid, Kristoffer Andersen heißt der neu verpflichtete Spieler der Fortuna und Bewegtbilder von dem auch für uns großen Moment seiner bisherigen Laufbahn gibt es dank Caly1983, der im richtigen Moment das Aufnahmegerät Richtung Spielfeld hielt.

So kann ein Spieltag doch beginnen? Schon kommen mir die Aussichten heute Abend sehr viel besser vor. Verändert hat sich nur die Stimmung. Wir Menschen sind manchmal schon komisch. Da diese Stimmung von nicht zu vernachlässigender Bedeutung ist, kann sich  jede Mannschaft glücklich schätzen, die Kingsley Onuegbu in ihren Reihen hat. Andeutungsweise wussten wir es schon, in der Pressekonferenz vor dem Spiel heute Abend erhielten wir ein paar mehr Belege für seinen Umgang mit den Schwierigkeiten dieser Welt. Der Mann hat Humor, Sinn für Situationskomik und einen eigenwilligen Musikgeschmack.

Als letztes möchte ich noch auf Zahlen hinweisen. Die Statistiken der letzten Drittligajahre hat der Rotebrauseblogger ausgewertet und die Lage nach dem zehnten Spieltag mit den Abschlusstabellen verglichen. Solche Zahlen sind bezogen auf die Zukunft ja nur Wahrscheinlichkeitswerte, Interessant sind sie dennoch, weil natürlich vereinsunabhängig anwendbar und für den MSV Duisburg auf sportlicher Seite recht beruhigend. Über die wirtschaftlichen Fragen wollen wir dann nächste Woche weiter nachdenken.

Klickhinweis: Wie kam der Verdacht in Ronny Blaschkes Leben?

Ronny Blaschke ist Sportjournalist und Buchautor. Er ist mehrmals preisgekrönt, auch weil er im Sport immer wieder über jene Themen schreibt, die für die Gesamtgesellschaft von Bedeutung sind. Er ermöglicht Blicke auf sehr unterschiedliche Wirklichkeiten sowohl im Breitensport als auch im Profi-Betrieb. Vielen Menschen mit ihrem Einsatz für Demokratie und Humanität gibt er mit seinen Texten eine Stimme in der Öffentlichkeit. Er wirkt in bester aufklärerischer Tradition mit seiner Arbeit. Auch hier hatte es schon einmal eine Leseempfehlung für sein Buch „Angriff von Rechtsaußen“ gegeben.

Nun erfuhr Ronny Blaschke, er wurde vom Verfassungsschutz beobachet. Warum das geschah, ist nicht genau nachvollziehbar. Gründe an seiner Verfassungstreue zu zweifeln gab es weder durch sein Handeln noch durch seine Arbeit. In der Süddeutschen Zeitung erschien heute ein längerer Text von ihm. Er ist sehr lesenswert, weil Ronny Blaschke in Kürze nachvollziehbar macht, wie der Verdacht in seinem Leben Raum gewonnen hat. Das als Hinweis für Argumente in der allgemeineren Diskussion zur Überwachung von Online-Aktivitäten. Es reicht nicht immer aus, ruhigen Gewissens den Blick aufs Private zuzulassen, weil es ja nichts gibt, was vorwerfbar ist.

Michael und Michael retten meine Zufriedenheit

Michael & Michael, das klingt nach Musikantenstadl und einem fröhlich Beifall klatschenden Publikum. Tatsächlich haben diese Meidericher Herzbuben zwar wenig gesungen, aber um so mehr gesprochen nach dem 1:0-Auswärtssieg des MSV Duisburg bei Holstein Kiel und erst ihre Worte hellten mein trübes Gefühlsgrau auf. Ich wusste, dieser Sieg vom MSV Duisburg gegen Holstein Kiel war sehr wichtig, und trotzdem fühlte ich mich nach dem Schlusspifff fast wie nach einer Niederlage. Dieses Gefühl verging zunächst nicht, weil ich mir nach der Leistung der Mannschaft nicht mehr habe vorstellen können, wie die Spieler in dieser Saison jemals wieder zu Spielfreude und der Stärke aus den ersten Spielen finden sollten.

Dann aber wurde die Stimmen nach dem Spiel online gestellt, und ich konnte den einen Michael sagen hören: „Heute zählte für uns nur der Sieg, egal, auf welche Weise“. Das klang noch nach bekannten Fußballvolksmusikweisheiten.  Die variierte Refrainzeile des anderen Michaels aber verriet mir mehr: „Uns war klar, wir müssen irgendwas holen hier, egal wie.“ In dieser Variation drückte sich der Vorsatz der Mannschaft nachdrücklicher aus. Der Druck auf jeden einzelnen wurde deutlicher. Wir wissen aber, mit dem „etwas tun müssen“ ist es nicht so einfach im Leben. So ein unbedingter Wille kann es unmöglich machen, das zu tun, was man eigentlich kann. Ganz zu schweigen von der Dynamik, die das Umsetzen eines Vorsatzes als Gruppe nach sich zieht. Keiner möchte dann einen Fehler machen; besonders wenn diese Gruppe schon die Erfahrung gemacht hat, selbst wenn sich jeder seiner Fähigkeiten sicher ist, geschehen Fehler. Als einziger würde man verantwortlich dafür, die Wünsche und Hoffnungen aller zu enttäuschen. Kein gutes Gefühl. Der Gedanke eines jeden wurde für mich greifbar, besser ist es, wenig zu riskieren.

Diese Last der Verantwortung zeigt sich vor allem als ein Problem der Aktion, und so haben wir eine Mannschaft gesehen, deren Leistung in der ersten Halbzeit wenn auch nicht gut, doch zumindest noch ansehbar war. In der zweiten Halbzeit aber wurde diese Mannschaft nahezu reglos bei Ballbesitz. Im Schritttempo begannen viele Angriffe und natürlich gerät in diesem Schritttempo nur der lange Ball zur Option. Je näher der Abpfiff rückte, desto größer wurde die Last, jemand könne verantwortlich sein, den möglichen Sieg noch zu verspielen. Selbst die wenigen Konter in Überzahl wurden nicht konsequent ausgespielt. Sicher fehlte die Abstimmung der Laufwege nach mangelndem Training. Mehr noch aber machte es den Eindruck, als sei die Angst vor dem Fehlpass so groß gewesen, dass der entscheidende Zeitpunkt verpasst wurde. Einfacher ist es in solchen Momenten, den freien Raum vor sich zu nutzen, bis es nicht mehr geht und der Abwehrspieler stochernd dazwischenkommt.

Doch auch wenn der MSV Duisburg nur reagieren musste, ließ die Leistung der Mannschaft zu wünschen übrig. Schon in den ersten zehn Minuten hatten die Kieler zwei große Torchancen, und Michael Ratajczak verhinderte den frühen Rückstand. Wenn Karsten Neitzel  in der Pressekonferenz nach dem Spiel davon sprach, seine Mannschaft könne wegen der großen Innenverteidiger des MSV nicht einfach nur hohe Bälle in den Strafraum schlagen, sondern müsse sich ihre Chancen erspielen, so hatte er anscheinend die erste große Chance seiner Mannschaft nicht mehr im Blick. Diese Innenverteidigung wirkte wieder anfällig bei hohen Bällen und vielleicht wären die Kieler mit diesen einfach in den Strafraum geschlagenen hohen Bälle doch einmal erfolgreich gewesen. Denn eines wird auch immer wieder offenbar. Die hohen Bälle in den Strafraum können lange unterwegs sein, die gegnerischen Stürmer kommen dennoch zum Kopfball. Da braucht es kaum schnelles Angriffsspiel beim Gegner, Torchancen erarbeiten sich die Gegner trotzdem.

In der 13. Minute erhielt der Kieler Abwehrspieler Marcel Gebers die rote Karte wegen einer Notbremse gegen Kingsley Onuegbu. Mit der Enttäuschung über die Niederlage sollte bei den Kielern auch das Unverständnis über die Entscheidung vergehen. Diese rote Karte war keine krasse Fehlentscheidung. Vielleicht hätte es ein anderer Schiedsrichter bei gelb belassen, trotzdem verhinderte der Abwehrspieler per Foul den Durchbruch von Onuegbu zum freien Abschluss im Strafraum. Der von Pierre De Wit geschossene Freistoß gehörte neben den Paraden von Michael Ratajczak zu den sehr guten Aktionen vom MSV Duisburg. In der Folge hielt der MSV während der ersten Halbzeit die Kieler vom Strafraum fern, ohne das Spiel selbst bestimmen zu können. Sascha Dum erarbeitete mit einem Flankenlauf kurz vor der Halbzeitpause noch eine weitere Torchance. Hätte Michael Gardawski den Ball zum 2:0 verwandelt, wäre die Last vielleicht geringer geworden. So aber kam es zu einer zweiten Halbzeit, in der niemand mehr etwas falsch machen wollte und gerade deshalb der Sieg jederzeit gefährdet schien.

Bleibt die Pressekonferenz nach dem Spiel sowie die Stimmen von Pierre De Wit, Michael Garadawski und Michael Ratajczak.

Wem das Geschehen rund ums Siegtor genügt, klickt einmal weiter zum NDR. Dort können sich die Hartgesottenen unter euch sogar das ganze Spiel noch einmal zu Gemüte führen. Folgend der Spielbericht der Sportschau.

Warten auf das Samstagsspiel

Wer, wie ich, nicht nach Norddeutschland gefahren ist, muss bis zum Spiel des MSV Duisburg gegen Holstein Kiel noch etwas Zeit  überbrücken. Nicht jede Minute wird mit dem Wocheneinkauf rumzubringen sein, da schafft die Netzwelt Abhilfe. Dort erfahre ich, dass Holstein Kiel ganz offiziell Kieler S.V. Holstein heißt und sehe nach dem guten Saisonbeginn des Vereins ein „KSV Holstein“-Special vom NDR, das mit einem Klick weiter hier zu finden ist. Interviews mit Vereinsfunktionären, Spielern und Trainer, ein kurzer Rückblick auf die ersten Spiele und atmosphärische Bilder vom Trainingsgelände geben einen Eindruck von der noch vorhandenen guten Stimmung in Kiel. In Zeiten des Wanderfußballtums gibt es natürlich auch in Kiel einen Spieler, der schon beim MSV Duisburg gespielt hat. Im Interview hört sich das bei der Frage der Journalistin so an, als stecke eine lange gemeinsame Vergangenheit dahiner. Doch Rafael Kazior spielte 2003/2004 genau eine Saison lang beim MSV. Aber wenn der MSV Duisburg der nächste Gegner ist, darf man schon mal fragen, wen einer noch kennt. Im Livestream bei NDR.de ist das Spiel dann gleich zu sehen.

Ich hoffe, der MSV Duisburg wird heute dazu beitragen, dass die gute Stimmung in Kiel sich nicht ins Phantastische steigert. Ich denke, mehr Bodenhaftung für Holstein Kiel durch eine Niederlage kann dem Verein nur gut tun. Allerdings bringt mich die in der Duisburger Lokalpresse verbreitete Aussage von Karsten Baumann ins Nachdenken. Ganz wohl ist mir mit seinem Satz nicht und so richtig bekomme ich es nicht zu fassen, warum. Karsten Baumann wird sowohl bei WAZ/NRZ und RP folgendermaßen zitiert: „Wir haben uns besprochen und entschieden, dass die, die es zuletzt nicht gut gemacht haben, uns zeigen sollen, dass sie es besser können“. Dieses „uns zeigen“ und „dass sie es besser können“, das weckt in mir Bilder von Kindererziehung und Unreife. Wahrscheinlich ist auch dieser Satz eher auf die unter vielen Fans verbreitete Meinung zurück zu führen, Karsten Baumann müsse in der Defensive die Mannschaft anders besetzen. Vertrauen in die Spieler ruft das bei mir aber nicht hervor. Ich bevorzuge Worte, die in mir Bilder von Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit wecken, von reifem Verhalten. Ich hoffe, ich bin einfach nur zu empflndlich gegenüber Untertönen und sehe Gespenster.

Erfahren habe ich übrigens noch etwas anderes. Ein ehemaliger Jugendspieler des MSV Duisburg ist heute Nationalspieler. Glaubt ihr nicht? Zugegeben, er ist Handballer, spielt heute beim THW Kiel, ist demzufolge wieder ein Zebra, in Sachen Handball. In Sachen Fußball aber fühlt er sich weiter der Duisburger Zebra-Herde zugehörig. Patrick Wiencek war den Kieler Nachrichten eine bunte Geschichte wert, die aber nur als Anriss zu lesen ist und hinter der Paywall steckt. Wir begenügen uns mit dem Wissen, dass auch in der deutschen Handballnationalmannschaft sowie beim deutschen Handballmeister THW Kiel Streifen gezeigt werden und seinen Antworten in den Saison-Fragebögen im Spielerprofil beim THW Kiel. Sein Wunsch, den MSV Duisburg gegen Holstein Kiel vor Ort spielen sehen zu können, geht nun in Erfüllung. Wahscheinlich auf eine andere Weise, als er es bei der Antwort vor der Saison 2012/2013 gedacht hat.

Die schönsten Fußballtorten der Welt – Folge XV – Steaua Bukarest

Mit freundlicher Unterstützung von „111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben musspräsentiert der Zebrastreifenblog  in loser Reihe die schönsten Fußballtorten der Welt.

Diese Fußballtorte steht schon länger in meinem Vorratsschrank und wartet darauf, überreicht zu werden. Es fehlte die Gelegenheit. Schließlich steht Steaua Bukarest trotz der in Rumänien unzweifelhaft vorhandenen Fußballtortenbackkunst  nicht oft im Blick der deutschen Fußballinteressierten. Gestern war das anders. Der Verein spielt in der gleichen Gruppe der Champions League wie der FC Schalke 04 und gastierte zum ersten Gruppenspiel in Gelsenkirchen. Für den FC Schalke 04 war der Abend fußballerisch ein Erfolg. Verschwiegen werden soll aber auch nicht, dass an der Bewegtbild-Dokumentation der hier interessierenden Tortenbackkunst in Schalker Kreisen noch gearbeitet werden muss. Die  Zuschauer des Spiels gestern konnten erst in der 67. MInute sich über die Führung der Schalker freuen, doch schließlich gewann die Mannschaft sogar noch 3:0. So fällt es leicht,  Steaua Bukarest als Trost für die vergeblichen Defensivanstrengungen eine Fußballtorte zu überreichen. Die Siegestorte für den FC Schalke 04 verbietet sich nicht nur wegen der schon vorhandenen Freude allerorten, mit Fotos statt Bewegtbildern wollte ich mich heute nicht begnügen müssen.

Die Stimmung nach Darmstadt und ein Lob für die Rheinische Post

Die so deutliche wie verdiente Niederlage des MSV Duisburg gegen den SV Darmstadt 98 hat bei einigen Anhängern des MSV Duisburg noch im Stadion harsche Reaktionen ausgelöst. Mit der Leistung der Mannschaft war nicht einfach umzugehen.  Ein bissiger Kommentar lag so nahe, dass er nicht nur in unserer Runde zu hören war: Das war wieder wie in der Zweiten Liga. Noch passten nur die Zuschauerzahlen nicht. Am Anfang der Saison hätte so eine Leistung jeder im Stadion hingenommen und auf Entwicklung gehofft. Nun aber waren von der Mannschaft schon gute Spiele zu sehen gewesen. Dass der Unmut im Stadion so groß wurde, war auch durch  gewachsene Erwartungen verursacht. Die Pfiffe auf den Rängen sind das Ergebnis des guten Saisonbeginns. Wir wissen, wie diese Mannschaft manchmal spielen kann.

Dieser hohen Niederlage kommt selbstverständlich eine besondere Bedeutung zu, sobald man an die nächsten Spiele denkt. In der Nachbetrachtung ging es überall schnell nicht mehr um Fehler einzelner Spieler. Die Diskussion über das Spiel wendete sich in Fankreisen schnell grundsätzlichen taktischen Fragen zu. In welchem System werden die Schwächen der Spieler vor allem in der Defensive am besten kompensiert? Und natürlich stellte sich auch die Frage, die Schwächen welcher Spieler? Wie soll die erste Elf aussehen? Braucht es etwa in der Innenverteidigung einen Wechsel? Kühne für Bollmann? Für Bajic gar? Wie kann das Umschaltspiel gelingen, wenn sowohl Feisthammel als auch Öztürk zum einen Schwächen beim Pressing zeigen, zum anderen im Spiel nach vorne unsicher sind? De Wit mehr nach hinten ziehen? Viele Frage sind da etwa im MSVPortal aufgetaucht.

So kommt  der öffentlichen Aufarbeitung dieser Niederlage ebenfalls eine besondere Deutung zu. Denn diese Niederlage muss nicht nur die Mannschaft verarbeiten. Auch die Stimmung rund um den Verein wurde von dieser Niederlage beeinträchtigt. Zu den ersten Heimspielen kamen mehr Zuschauer als in den Zweitligaspielen mit ähnlichen Gegnern. Wer im Stadion war, den interessiert, welche Schlüsse im Verein aus solch einer deutlichen Niederlage gezogen werden. Es ist die Aufgabe des lokalen Sportjournalismus darüber zu berichten. Und auch in diesem Fall erweist sich die Rheinische Post als vorbildhaft. Nur dort ist eine umfangreichere Nachberichterstattung zu finden, in der Karsten Baumann die Fehler einzelner Spieler in einen Gesamtzusammenhang stellt. Da geht es letztlich nicht um tiefere Diskussionen von Spielweisen. Aber es geht darum, der Gefahr zu begegnen, dass einzelne Spieler auf den Rängen zu Sündenböcken werden. Der Artikel wirkt in Teilen so, als seien Gedanken aus Fankreisen argumentativ aufgegriffen worden.  Ich hoffe darauf, dass der MSV Duisburg ebenfalls Anteil an so einer Berichterstattung hat, indem die Presseabteilung offensiv mit der bedrohten Stimmung rund um die Mannschaft umging und den Kontakt zum Journalisten suchte. Die Rheinische Post hat schon in den Sommermonaten wohltuend sachlich über das Geschehen rund um den MSV Duisburg berichtet. So kann kritische Begleitung im Lokaljournalismus auch geschehen. Mehr davon.

Eine Geburtstagsfeieranekdote – Tradition sticht Zeitgeist in den 1970ern

Auf größeren Geburtstagsfeiern gibt es nicht selten das Hallo beim Wiedersehen nach längerer Zeit. Meist bringt man sich dann kurz auf den Stand der jeweiligen Geschichte, um später irgendwann auch mal die geteilten Erinnerungen hervorzuholen. Beim Geburtstagsfeiern des Vereins unserer Zuneigung will ich es heute nicht anders halten. Kollege Zeindler hat das folgende wunderbare Stück aus dem Archiv des Aktuellen Sportstudios hervorgeholt. Der ein oder andere wird es vielleicht kennen, aber wie das mit schönen Erinnerungen ist, sie tauchen immer wieder auf.

Nicht oft gibt es den Zeitgeist der 1970er Jahre nämlich derart vielschichtig in so kurzer Zeit zu fassen. Die Gesellschaft verändern, hieß es, überall, selbst in einem der konservativsten Bereiche dieser Gesellschaft, dem Fußball. In so einem Fall nahm man sich zunächst Äußerlichkeiten vor und begleitete das dennoch mit großem Gestus des Guten und Schönen. So will der Farbdesigner desingermäßig klug daherreden. In seinen Stichworten klingt er aber leider nur warenhausverkäuferhaft. Was dennoch die Richtung der Veränderung weist. Günter Netzer bringt es anschließend auf den Punkt: Service für den Zuschauer. Da steckt die ganze Veränderung des Fußballs ab Anfang der 90er Jahre in einem Satz. Hinzu kommen die Bewegungen der Tänzer und Tänzerinnen. So leicht und locker wollen sie sein, und so bemüht wirken sie zuweilen. Selbstverständliche Leichtigkeit in Zeiten des Wandels ist nicht einfach. Nun aber genug erzählt. Seht selbst, der Vorschlag für den MSV ist ab Minute 1.30 zu sehen. Man sollte sich den ganzen Clip aber nicht entgehen lassen. Nicht oft haben die Beharrungskräfte einer Gesellschaft derart leichtes Spiel. Tradition sticht Zeitgeist problemlos. Herzlichen Glückwunsch, MSV Duisburg!

Der misslungene von zwei Tagen in Duisburg: Ein hilfloser und überforderter MSV

So ein Spiel wie das vom Samstag braucht zwei Tage später keinen Spielbericht mehr. Alle Schwächen sind unzählige Male benannt, über die Fehler der Spieler wurde bereits oft genug gesprochen. Möchte sich jemand noch einmal detailliert daran erinnern, wie schlecht der MSV Duisburg gespielt hat? Das glaube ich nicht. Nach 33 Minuten waren bereits drei der vier Tore zum 0:4-Endstand gefallen. Schon nach dem ersten Gegentor hatte es nicht eine Sekunde so ausgesehen, als könne sich an der drohenden Niederlage noch etwas ändern. Zwei Tage nach dem Spiel könnte ich deshalb sogar literarischer werden und  versuchen die Form des Textes dem Inhalt des Spiels anzupassen. Im ersten Moment denkt man dann vielleicht, das sei einfach, so schlecht, wie der MSV Duisburg gespielt hat. Doch ohne mich im Vorhinein loben zu wollen, um solch einen Text in seiner Form so wirken zu lassen, dass sich die Spielweise der Zebras darin ausdrückte und er gleichzeitig in irgendeiner, noch unbestimmter Weise lesenswert bliebe, dazu bedürfte es großer Anstrengung.

Schließlich müsste ich einzelne Worte, Halbsätze, wirre Einschübe, ins Leere gehende Andeutungen, Floskeln, Klischees oder wütend klingende Ausrufe so aneinanderreihen, dass ein Sinn bliebe oder Unterhaltsames entstünde. Das Schreiben geriete zur paradoxen Angelegenheit. Eine überaus schlechte Leistung durch mein Schreiben formal sichtbar zu machen, wäre anstrengender als das Schreiben über ein Spiel sonst. Was schließen wir daraus? Der Text ist doch etwas ganz anderes als das Spiel. Hey, das ist so banal. Das entspricht dem, was die Spieler gezeigt haben. Die gingen auch auf den Platz und haben sich bewegt. Ich habe einen Satz geschrieben, dem keine Erkenntnis zu entnehmen war. Passt doch. So darf man es sich also vorstellen dieses Spiel.

Das Komplettversagen in der Defensive hat der Mannschaft die maximale Sicherheit für eine Niederlage gegeben. Mit jedem Ballbesitz des Gegners wurden Abwehrreihe und defensives Mittelfeld unsicherer. Um so geringer wurden zudem die Möglichkeiten für ein Umschaltspiel. Die Offensive beschränkte sich auf immer weniger Aktionen.  Wenn es überhaupt Balleroberungen gab und der Ballgewinn sich nicht aus Fehlpässen und -schüssen des Gegners ergab, erfolgte kein sofortiges Spiel nach vorne. Schon die Andeutung eines Pressings überforderte den ballführenden Spieler. So blieb dem SV Darmstadt 98 genügend Zeit, Kingsley Onuegbu so zu decken, dass die einzige Offensivoption, die der MSV Duisburg in diesem Spiel fand, der halblange Ball in die Spitze, völlig wirkungslos war. Variabel schien für die Spieler ein Wort zu sein, das vielleicht Bergvölker in schwer zugänglichen Tälern des Kaukasus kannten, aber doch nicht jemand in Duisburg.

Mir bereitet Sorgen, dass dieses Komplettversagen bislang schon auch in den erfolgereicheren Spielen als Schwäche der Mannschaft erkennbar war. Bislang gab es immer wieder Spielmomente, bei denen die zentrale Defensive, in Abwehrreihe und Mittelfeld, nicht gut ausgesehen hat. Deshalb beruhigen mich auch Kevin Wolzes Worte nicht, die Mannschaft wüsste, sie könnte auch anders spielen. Daran müsse angeknüpft werden. Vielleicht kann die Mannschaft anders spielen. Sie muss aber in jedem Spiel eine unaufhebbare Grundschwäche in der zentralen Defensivachse kompensieren. Für diese Schwäche sucht Karsten Baumann die beste der schlechten Möglichkeiten. Außerdem habe ich den Eindruck, vielen Spielern mangelt es an der Einschätzung, wieviel Raum sie dem Gegenspieler in welcher Spielsituation geben können. Das Abwehrverhalten vor dem ersten Gegentor der Darmstädter erinnerte doch sehr an das erste Tor im Spiel gegen Dortmund. In einer ruhigen Spielsituation richtet sich die Defensive auf  die erwartetete Offensivaktion des Gegners aus. Doch wenn Gegenspieler in die freien Räume im Strafraum laufen, klappt die Zuordnung nicht. Die Spieler scheinen zu sehr damit beschäftigt zu sein, die Grundordnung zu halten und reagieren zu langsam. Die Fehler haben also weniger mit der körperlichen als mit der geistigen Verfassung der Spieler zu tun. Viel Trainingsarbeit ist beides.

Bleibt noch die Pressekonferenz nach dem Spiel:

Ein gelungener von zwei Tagen in Duisburg: Das 1. Haniel Klassik Open Air

Ehe ich mich der  Wochenendenttäuschung des Duisburger Kulturangebots, Sparte Fußball, widme, will ich mich der viel erfreulicheren Kultur, Sparte Musik, am Freitagabend widmen. Open Air Konzerte mit den Duisburger Philharmonikern, die das in Ruhrort ansässige Unternehmen Haniel unterstützte, gab es schon. Nun wird aus diesen Open Air Konzerten ein regelmäßiges Ereignis. Was die begonnene Zählung andeutet, bestätigte der Vorstand des Unternehmens, Stephan Gemkow. Alle zwei Jahre wird das Haniel Klassik Open Air ein fester Termin im Duisburger Kulturjahr.

Mir gefällt diese Ankündigung natürlich auch wegen des möglichen Musikerlebnis. Viel mehr aber noch erfreut mich die Vorstellung, dass so ein Konzertabend mit seinem Erleben in Gemeinsamkeit dazu beiträgt, die Bindung dieser Menschen an ihre Stadt zu stärken. Am Freitag fehlte dazu noch ein wenig Leichtigkeit beim Publikum, und wenn ich recht überlege, nach der Feuerwerksmusik auch Begeisterung – trotz der erklatschten Zugabe. Entwicklung ist möglich, mangelnde Begeisterungsfähigkeit sehe ich nicht als Grund. Da habe ich im Sommer rund um den MSV Duisburg einiges von Duisburgern erlebt, und über das Platzhirsch-Festival wurde mir ebenfalls genug erzählt. So ein Publikum will auch erzogen werden. Neulich  habe ich etwa in Amsterdam den Abschluss der jährlichen Grachtenkonzerte erlebt, wo es diese Bereitschaft gab, sich begeistern zu lassen gab. Von der Heimatvergessenheit Kölns zu solchen Gelegenheit ganz zu schweigen.

Das Konzert in Duisburg bot genügend Anlass für so eine Begeisterung. Götz Alsmann führte launig durch den Abend, dessen erster Programmteil von Richard Wagners Musik bestimmt war, dirigiert von Giordano Bellincampi. Der zweite Teil des Programms wurde dirigiert von Lukas Beikircher und bot vor allem Musik von Giuseppe Verdi. Einen zeitgenössischen Kontrapunkt bot zum Ende des Programms der Auftittt von Peter Bursch’s Allstar Band. Wer sich das Ganze genauer ansehen will, kann auf der Seite der Deutschen Oper am Rhein den Ablauf des Programms nachlesen.

Ein paar Eindrücke vom Abend lassen sich durch Bewegtbilder aus dem Netz gewinnen. Dank Petra Grünendahl findet sich Andrej Dunaev, der die Arie des Duca, „La donna è mobile“, aus der Verdi-Oper Rigoletto singt.

Einen Ausschnitt des Zusammenspiels von Peter Bursch’s Allstar Band mit den Duisburger Philharmonikern zeigt uns Reinhard Nemitz. Leider fehlt mit „Smoke on the water“ das für mich wirklich gelungene Zusammenspiel der Band mit den Philharmonikern. Die anderen Stücke lebten mehr von ihrer Qualität als Klassiker des Rock oder Pop:

Vom Abschlussfeuerwerk mit der Filmmusik von „Fluch der Karibik“ gibt es, nicht überraschend, die meisten Bewegtbilder. Wilfried Krüssmann stellt bei VideoDu.de diese hier online:

Nach dem Feuerwerk gab es noch eine Zugabe. Wer so einen Abend auch als Ereignis für die Identität dieser Stadt möchte, muss ein Duisburg-Lied als Zugabe spielen. Jedes Mal! Sicher, es gibt kein Lied auf diese Stadt mit derselben Qualität wie jenes  Aan de Amsterdamse grachten, das dort regelmäßig zum Abschluss des Prinsengrachten-Konzerts gesungen wird. Bis auf Weiteres könnte man sich ja mit dem Duisburg-Lied anfreunden. Nur mal so zum Vorschlag.


JETZT BESTELLEN
Das Buch über den Sommer 2013 in Duisburg rund um den MSV bis zum Wiederaufstieg zwei Jahre später

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 8,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Sponsored

Bloglisten


%d Bloggern gefällt das: