Ein gelungener von zwei Tagen in Duisburg: Das 1. Haniel Klassik Open Air

Ehe ich mich der  Wochenendenttäuschung des Duisburger Kulturangebots, Sparte Fußball, widme, will ich mich der viel erfreulicheren Kultur, Sparte Musik, am Freitagabend widmen. Open Air Konzerte mit den Duisburger Philharmonikern, die das in Ruhrort ansässige Unternehmen Haniel unterstützte, gab es schon. Nun wird aus diesen Open Air Konzerten ein regelmäßiges Ereignis. Was die begonnene Zählung andeutet, bestätigte der Vorstand des Unternehmens, Stephan Gemkow. Alle zwei Jahre wird das Haniel Klassik Open Air ein fester Termin im Duisburger Kulturjahr.

Mir gefällt diese Ankündigung natürlich auch wegen des möglichen Musikerlebnis. Viel mehr aber noch erfreut mich die Vorstellung, dass so ein Konzertabend mit seinem Erleben in Gemeinsamkeit dazu beiträgt, die Bindung dieser Menschen an ihre Stadt zu stärken. Am Freitag fehlte dazu noch ein wenig Leichtigkeit beim Publikum, und wenn ich recht überlege, nach der Feuerwerksmusik auch Begeisterung – trotz der erklatschten Zugabe. Entwicklung ist möglich, mangelnde Begeisterungsfähigkeit sehe ich nicht als Grund. Da habe ich im Sommer rund um den MSV Duisburg einiges von Duisburgern erlebt, und über das Platzhirsch-Festival wurde mir ebenfalls genug erzählt. So ein Publikum will auch erzogen werden. Neulich  habe ich etwa in Amsterdam den Abschluss der jährlichen Grachtenkonzerte erlebt, wo es diese Bereitschaft gab, sich begeistern zu lassen gab. Von der Heimatvergessenheit Kölns zu solchen Gelegenheit ganz zu schweigen.

Das Konzert in Duisburg bot genügend Anlass für so eine Begeisterung. Götz Alsmann führte launig durch den Abend, dessen erster Programmteil von Richard Wagners Musik bestimmt war, dirigiert von Giordano Bellincampi. Der zweite Teil des Programms wurde dirigiert von Lukas Beikircher und bot vor allem Musik von Giuseppe Verdi. Einen zeitgenössischen Kontrapunkt bot zum Ende des Programms der Auftittt von Peter Bursch’s Allstar Band. Wer sich das Ganze genauer ansehen will, kann auf der Seite der Deutschen Oper am Rhein den Ablauf des Programms nachlesen.

Ein paar Eindrücke vom Abend lassen sich durch Bewegtbilder aus dem Netz gewinnen. Dank Petra Grünendahl findet sich Andrej Dunaev, der die Arie des Duca, „La donna è mobile“, aus der Verdi-Oper Rigoletto singt.

Einen Ausschnitt des Zusammenspiels von Peter Bursch’s Allstar Band mit den Duisburger Philharmonikern zeigt uns Reinhard Nemitz. Leider fehlt mit „Smoke on the water“ das für mich wirklich gelungene Zusammenspiel der Band mit den Philharmonikern. Die anderen Stücke lebten mehr von ihrer Qualität als Klassiker des Rock oder Pop:

Vom Abschlussfeuerwerk mit der Filmmusik von „Fluch der Karibik“ gibt es, nicht überraschend, die meisten Bewegtbilder. Wilfried Krüssmann stellt bei VideoDu.de diese hier online:

Nach dem Feuerwerk gab es noch eine Zugabe. Wer so einen Abend auch als Ereignis für die Identität dieser Stadt möchte, muss ein Duisburg-Lied als Zugabe spielen. Jedes Mal! Sicher, es gibt kein Lied auf diese Stadt mit derselben Qualität wie jenes  Aan de Amsterdamse grachten, das dort regelmäßig zum Abschluss des Prinsengrachten-Konzerts gesungen wird. Bis auf Weiteres könnte man sich ja mit dem Duisburg-Lied anfreunden. Nur mal so zum Vorschlag.

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