Nostalgie mit Milan Sasic

Wenn ich mir die Pressekonferenz des 1. FC Saarbrücken ansehe, beschleicht mich ein nostalgisches Gefühl. Da spricht Milan Sasic mit Worten, die wir nur zu gut auch in Duisburg kennen. Die Leidenschaft ist für ihn ja immer ein zentrales Motiv seines Redens. Die Widersprüche dieses Mannes rufen auch bei mir widersprüchliche Gefühle hervor. Es war dringend notwendig geworden, ihn seinerzeit zu entlassen. Dennoch sind die guten Gefühle mit ihm nicht verschwunden. Wenn WAZ/NRZ schreibt, er kehre ohne Groll zurück, so gilt diese Haltung auch für mich und seinen Empfang.

Ich habe mir zudem die Pressekonferenzen mit Milan Sasic gerne angesehen. Ich mag den Sound seiner Sprache und seinen Witz. Doch in Saarbrücken ist Milan Sasic noch nicht lange genug Trainer. Angesichts der Situation in der Saarbrücker Mannschaft wirkt er wenig entspannt. Bei der Pressekonferenz seines Vereins vor dem Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg verzichtet er auf jenen in Duisburg so häufig gezeigten Witz. Er würzt sein Reden nur mit  grundsätzlichen Einsichten über das Leben. Die können wir ebenfalls immer wieder von ihm erwarten. Er wirkt ernsthaft besorgt und betont mehrmals, dass die Mannschaft im Trainingslager gut gearbeitet habe, aber bei weitem noch nicht da sei, wo sie sein müsste, um in der Liga zu bestehen. Klingt gut, wenn ich an die Aussichten der Zebras denke.

Advertisements

2 Responses to “Nostalgie mit Milan Sasic”


  1. 1 ChristianMoosbr 19. Oktober 2013 um 11:20

    Sehr trefflich deine Überschrift mit „Nostalgie“. Die Zeit mit Milan kommt einem tatsächlich schon so vor, als gehöre es in die Rückblicke über die siebziger Jahre, die manchmal im Fernsehen kommen. In Wahrheit ist es ziemlich genau zwei Jahre her, seit er bei uns im Oktober gehen musste.

    Ein Hammer, wenn man sich vorstellt, was seitdem bei uns passiert ist. Bei uns ist man nicht einmal im Jahr ganz oben oder ganz unten, sondern vier mal im Jahr. Die Zuordnung Fahrstuhlmannschaft ist dafür absolut nicht mehr zureichend! Aber bei uns kann man jedenfalls lernen, wie sehr die Zeit doch zu den Dingen gehört, die man ganz und gar subjektiv erlebt.

    • 2 Kees Jaratz 21. Oktober 2013 um 06:56

      Genau, es kommt einem vor, als seien Jahre vergangen. HInzu kommt für mich noch die Persönlichkeit von Sasic. Er wirkt manchmal, wie aus einer anderen Zeit mit seinen Lebensweisheiten, die er bei den Pressekonferenzen erzählt, sein Witz. Das alles tönt die Erinnerungen, zumal man das Unangenehme der Vergangenheit ja stets als erstes vergisst.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




JETZT BESTELLEN
Das Buch über den Sommer 2013 in Duisburg rund um den MSV bis zum Wiederaufstieg zwei Jahre später

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 9,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Bloglisten


%d Bloggern gefällt das: