Den Schreibtisch aufräumen – Pop-Art als Sporthallenboden nebst erstem Fußball

Kaum mache ich den Laden hier mal einige Zeit zu, schon weiß ich nach der Wiedereröffnung gar nicht, wie ich der Themenstapel um mich herum Herr werden soll. Etwas Orientierung bringen die Termine des Alltags. Das Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers liefert im Vorfeld ein paar Bewegtbilder, aber der Rest?  Die Fanszene beim MSV, Rechtsextreme, Politik in der Kurve, nichts für schnelle Worte heute, etwas für den nächsten Dienstag.

Der nächste Stapel, auch was für die nächste Woche: Wie geht es weiter nach dem 31. Oktober, der zum überlebenswichtigen Datum stilisiert worden war? Stichtag für den Schuldenschnitt. Zwei fehlende Unterschriften, eine von Walter Hellmich, zwingen nun doch noch zum Warten, vielleicht bis zum Ende der Saison Zeit. Weil die Katze aus dem Sack gelassen wurde und diie Spieler aussprechen, was jeder mit ein wenig Gespür für Stimmungen schon längst wusste? Diese Mannschaft und dieser Trainer Karsten Baumann wollen genau diese Saison aufsteigen. Ein Aufstieg. So ein Aufstieg bestimmt die Strategie von Walter Hellmich bei seinem Engagement für den MSV Duisburg offensichtlich seit Jahren. Setzt Walter Hellmich schon die ganze Zeit erneut darauf, um mehr Geld zu retten? Wo es ihm vor dem 31. Oktober doch immer vor allem um seinen Ruf, um Anerkennung ging, laut dem, was der lokalen Berichterstattung zu entnehmen war.  Den Termin für die nächste Lebensgefahr kann sich nun jeder selbst errechnen.

Die Mannschaft fühlt sich also gut genug für den Aufstieg. Dumm nur, dass die enttäuschendsten Punktverluste wie in den Spielen gegen Saarbrücken oder Elversberg durch genau dieses Gefühl mit hervorgerufen wurde. Bislang hat es jedenfalls für mich zu oft so ausgesehen, als könne sich die Mannschaft überhaupt nicht erklären, warum sie nicht gewonnen hat. Auf mich machte es den Eindruck, als fühlten sich zu viele Spieler der Mannschaft wegen ihrer individuellen Fähigkeiten dem Gegner grundsätzlich überlegen.

Auf jeden Fall was für den Papierkorb, der Stapel Unentschieden gegen VfB Stuttgart II.  Zudem schaffe ich mit dem Blick über den Tellerrand viel Platz auf dem Schreibtisch. Der 1928 geborene Robert Indiana erschuf als Bildender Künstler Werke der Pop-Art. Neulich gab es in den USA eine Retrospektive für ihn, die die New York Times veranlasste an dessen größtes Werk zu erinnern, das in dieser Retrospektive nicht ausgestellt wurde, den Sporthallenboden der Mecca Arena in Milwaukee. In dieser Sporthalle spielte über Jahre das NBA-Team der Milwaukee Bucks. Das war natürlich auch eine Marketing-Aktion, den Sporthallenboden zu einem Kunstwerk zu machen. Ein Blick auf den Basketball als Anregung für den Rasensport? Schließlich habe ich schon öfter von Konzeptkünstlern gelesen, die Rasenflächen in vergängliche Kunstwerke verwandeln. Ein Fußballspiel könnte so zum Happening werden. 5:0! Auf Rasenkunst werden Zebras zu Fußballkünstlern. Welche Schlagzeilen lassen sich nicht alle erträumen? Zur Slide-Show der New York Times mit einem Klick weiter.

Bleibt noch die Einstimmung aufs Spiel  mit Bewegtbildern der Zebravision. O-Töne und Trainingsbilder nehme ich gerne mit und übersehe dafür auch die zuweilen auftauchende Industrie- und Imagefilmästhetik dieser Clips.

Das Spiel der U12 der Zebras gegen die Stuttgarter Kickers im März dieses Jahres sollten sich die erwachsenen Kollegen übrigens heute nicht zum Vorbild nehmen.

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