Seit längerem schon versuche ich immer mal wieder in maßloser Selbstüberschätzung die Einheit des Potts herbeizuschreiben. Der Fußball ist mir dabei einer der nahe liegenden Hebel, um all die herumflirrenden Stadtidentitäten kräftig zusammenzupressen. Die Bedeutung des Fußballs in der Region ist viel beschrieben. Neben der rein sportlichen Seite gibt es aber noch den kulturellen Überbau, und auch in der Hinsicht lässt sich das Ruhrgebiet nicht lumpen. Trainer Baade ist eines der populärsten Fußballbloggs Deutschlands, und sein Autor, Frank Baade, lebt in Duisburg.

Am Donnerstag, dem 19.12., kommt er um 20 Uhr einmal wieder zum Heimspiel ins djäzz. Er liest aus seinem Programm “Drama Queens in kurzen Hosen”, mit dem er seit über einem Jahr in Deutschland unterwegs ist. Infos zum Programm samt Presseberichten finden sich mit einem Klick weiter bei Trainer Baade. Ich kann den Besuch seiner Lesung nur empfehlen. In Köln habe ich ihn seinerzeit mit dem unterhaltsamen Programm gesehen. Seine Texte werden zuweilen von Videoclips begleitet. Sie sind komisch und besitzen oft einen satirischen Ton. Zu spüren ist aber immer auch Trainer Baades persönliche Verbundenheit mit dem Fußball in all seinen Facetten. Wenn ich das schreibe, muss ich hinzufügen, der Kollege ist mir persönlich bekannt. Mehr noch, wir haben ein Buch gemeinsam geschrieben. Als neutraler Hinweis getarntes freundschaftliches Loben ist zwar im Kulturbetrieb gang und gäbe, aber nachher kommt in diesem Fall einer noch dahinter und gibt dann nichts auf meine Worte. Dabei sind sie nichts als die Wahrheit.

Zumal das „Dahinterkommen“ nicht allzu schwer fällt, weil ich nun zum Zaunpfahl greife und einmal kräftig in der Luft herumwinke. Denn wenn ich schon dabei bin, auf den Abend mit dem Kollegen hinzuweisen, kann ich die Gelegenheit auch nutzen, daran zu erinnern, dass unser gemeinsames Buch 111 Fussballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für alle Anhänger des Pott-Fussballs ist. Wer sich von den Stimmen zum Buch ein Bild machen möchte, mit einem Klick weiter zur Presseschau von 111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss. Und nun aber Schluss mit dem Werben in eigener Sache.