Halle fragt – Kees Jaratz antwortet

Der MSV Duisburg spielt am Samstag beim Halleschen FC. Hört man die Pressekonferenz dort in Halle,  hat die Bedeutung dieses Spiels für das Umfeld des Vereins anscheinend gegenüber dem Blick auf die kommende Spielzeit verloren. Der Hallesche FC hat mit dem Abstieg nichts zu tun. Das war das wichtige Ziel, nun schaut man mal, wie die Saison mit möglichst guter Laune zu Ende gespielt wird. Trainer Sven Köhler will, wie es sich für den Wettkampfsport gehört, immer noch gewinnen, muss sich aber vor allem mit den Fragen zur Zusammensetzung des zukünftigen Kaders herumschlagen. Prognosen über den Spielausgang lassen sich aus bekannten Gründen nur mit groben Tendenzen machen.

Ich hoffe auf den andauernden Ehrgeiz der Mannschaft, den vierten Platz noch zu erreichen und damit auf den Auswärtsieg. Das habe ich vorgestern neben einigem anderem auch dem Journalisten der Mitteldeutschen Zeitung, Oliver Leiste, am Telefon gesagt. Die Mitteldeutsche Zeitung verantwortet den Lokaljournalismus in Halle und zur Vorberichterstattung jedes Heimspiels gehört der Blick auf den Gegner mit Hilfe eines Fans vom Gegner.

Die Mitteldeutsche Zeitung wurde mir übrigens schon kurz  nach der Wende zum Begriff, weil der Kölner Stadt-Anzeiger auf seinen Seiten natürlich gerne auch ausführlich über die Entwicklungen im eigenen Medienhaus berichtet. Damals wetteiferten die Verlagshäuser des Westens, wer wo welche SED-Bezirkszeitungen erwerben konnte. Das Verlagshaus M.Dumont Schauberg expandierte nach Halle – wie man im Spiegel lesen konnte, wegen der guten Kontakte des Verlegers Alfred Neven DuMont.

Oliver Leiste hat das, was ich ihm über Duisburg und den MSV erzählte, zusammengefasst und ein paar Informationen beigefügt, so dass die Hallenser sich über  die komplizierte Geschichte des MSV Duisburg der letzten Jahre auf die notwendigste Weise informieren können. Dazu gibt es Sätze zu Duisburg im Allgemeinen. Als Einstieg für die Beschäftigung mit Stadt und Verein kein schlechter Anfang, zu dem es hier mit einem Klick weiter geht.

Außerdem möchte ich euch den Blick auf den Clip der Pressekonferenz vom Halleschen FC empfehlen. Hier begegnen sich auf wunderbare Weise in Vor- und Abspann die hochgezüchtete Jingleanimationswelt des Fußball-TV-Angebots der Gegenwart mit der Vereinsheimatmosphäre während der PK. Vor allem der Pressemann des Halleschen FC hat wenig gemein mit dem Typus jener meist doch dann Männer, die momentan für diese Positionen im Fußball gefragt sind. Zudem die dialektale Einfärbung der Köhler-Sprache und schon sind wir trotz seiner sachlichen, informativen Art fern ab von den genormten Unterhaltungswelten des TV-Fußballs. Sehr sympathisch!

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