Für die guten Zukunftspläne fehlt nur noch die Lizenz

Ich könnte es sehr kurz machen und es bei Genesungswünschen und der Hoffnung auf die baldige vollständige Gesundheit von Ingo Wald belassen. Falls in dieser Welt sich besondere Kraft und Energie durch den Zuspruch von Menschen entwickeln kann, so bündelt sich seit gestern diese von vielen Anhängern des MSV Duisburg verströmte Kraft und Energie  für einige Zeit auf den neuen Vereinspräsidenten des MSV Duisburg. Wer nur flüchtig die Stimmen von MSV-Anhängern in den sozialen Netzwerken überfliegt, findet die Wünsche für die baldige Gesundheit von Ingo Wald überall.

Diese Wünsche sind mehr als die üblichen Reflexe auf die Nachricht von der Erkrankung Ingo Walds. Diese Wünsche gelten einem Mann, der mit seinem ersten öffentlichen Auftritt als Vereinspräsident des MSV Duisburg auf beeindruckende Weise jegliche Zweifel an den Umständen und der Folgerichtigkeit dieses Wechsels hat ausräumen können. Ich könnte es also sehr kurz machen und Ingo Wald alles Gute für die kommenden Wochen wünschen.

Jede weitere Überlegung über die Zukunft des MSV Duisburg und den ebenso überzeugenden Ausführungen des Geschäftsführers Peter Mohnhaupt ist ohnehin davon abhängig, ob der Verein eine Lizenz für die 3. Liga erhält. Niemand sollte sich übrigens über die Insolvenz-Gefahr erschrecken, und die auch als Artikel-Überschriften bei WAZ/NRZ oder Rheinische Post ausgesprochene Wahrheit als Neuigkeit empfinden. Die drohende Insolvenz ohne Drittliga-Lizenz war schon im letzten Jahr Thema und nichts hat sich an dem Handlungsrahmen des MSV Duisburg geändert.

Statt es sehr kurz zu machen, mache ich es aber normal lang, weil ich meinem Eindruck wenigstens zwei Argumente für meine Zuversicht mitliefern will. Denn natürlich melden sich nach dieser Pressekonferenz Erinnerungen an andere hoffnungsvolle Worte der Vergangenheit auf anderen Pressekkonferenzen. In diesen Erinnerungen fehlt aber eines, was dieses Mal bei den Worten von Ingo Wald, Markus Räuber und Peter Mohnhaupt immer mitklang. Jeder Ausblick hatte eine konkrete Bindung an die Realität der Gegenwart. Ingo Wald etwa war in der Presse mit Stellungnahmen zur Lage zitiert worden, die einige MSV-Interessierte als unglücklich ansahen. Er bereinigte diese Irritationen, indem er seine in der Presse zitierten Äußerungen in den konkreten Zusammenhang brachte. Er erklärte sich und gab damit zu erkennen, wie und wann er das Vertrauen in ihn und die Verantwortlichen gefährdet sieht. Diese Umsicht stimmt mich zuversichtlich.

Natürlich sind auch gängige Worte des Aufbruchs zu hören gewesen. Alles andere würde in der Situation des MSV Duisburg bei einem neuen Geschäftsführer verwundern. Peter Mohnhaupt verband diese Worte des Aufbruchs aber stets mit Sätzen zur Realität. Seine Worte zeigten, hier hat sich jemand in kurzer Zeit ein stimmiges Bild vom MSV Duisburg gemacht. Dem entsprechen Peter Mohnhaupts konkrete Ansätze, wie der MSV Duisburg sich in der kommenden Zeit in der Öffentlichkeit präsentieren will. Auf mich wirkt es so, als plane er einen guten Weg im widerspruchsreichen Terrain, auf dem ein Fußballverein sich als Wirtschaftsunternehmen der Unterhaltungsindustrie präsentiert. Wenn dann später einmal das Weitertragen des falschen, aber unausrottbaren englischen Genetiv-Apostrophs in dem angedachten Claim „Rudi’s Riegel“ Wirklichkeit geworden ist und der MSV Duisburg tatsächlich wirtschaftlich gesundet ist, will ich auch nicht genervt die Augen verdrehen, sondern einfach nur konsequent in diesen Räumen „Rudis Riegel“ schreiben.

Fürs erste hoffe ich aber auf nicht mehr als das Schließen der Finanzlücke im Etat der kommenden Saison, um in der Folge vom DFB die Linzenz für die 3. Liga zu erhalten.

 

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