Keine Pressekonferenz ist eine Nachricht

Viele Unklarheiten gibt es heute nicht. Wir hoffen auf eine dürre Meldung aus der MSV-Geschäftsstelle, dass sämtliche Unterlagen zum DFB gesendet sind. Laut MSV-Geschäftsführer Bernd Maas wird diese Nachricht auf keiner Pressekonferenz erläutert – was in der Rheinischen Post zu lesen ist.  Jede einberufene Pressekonferenz würde also bedeuten, das fehlende Geld fehlt noch immer. Aber kontinuierlich war die benötigte Summe gesunken. Gestern war von noch fehlenden 800.000 Euro zu lesen. Dennoch waren die Verantwortlichen weiterhin vorsichtig optimistisch. Wer bei solch einer Summe diese Haltung zeigt, wird Pläne gehabt haben und die richtigen Leute fragen können. Anders ist das Einsammeln einer solchen Summe Geld innerhalb von 36 Stunden nicht machbar.

Das wiederum stimmt mich zuversichtlich, wenn ich an die Zukunft des MSV Duisburg denke. Denn in all den über die letzten Wochen hin sichtbar gewordenen Details der Arbeit beim MSV wird eines auf jeden Fall deutlich: Diese Arbeit der Verantwortlichen wirkt auf eine Weise zielgerichtet, wie es in den letzten Jahren nicht mehr merkbar war. Momentan wird aus einem von den äußeren Anforderungen getriebener MSV Duisburg ein Verein, der in den Grenzen seiner Möglichkeiten versucht, das eigene Handeln und Wirtschaften selbst zu bestimmen. Noch bleibt die Abhängigkeit von der Entscheidung des DFB. Noch!

In Zeiten solcher Ungewissheiten hilft nur Aushalten und anschließend mit den Tatsachen, so gut es geht, umgehen. Das Aushalten gelingt vielleicht besser mit der Besinnung auf eine Liedtradition dieser Region. Denn gerade heute bin ich einmal mehr der Ansicht, eigentlich haben die Schalker kein Vereinsliedsrecht auf das Steigerlied. Eigentlich müsste das Steigerlied zum Standardrepertoire von jedem Pott-Verein gehören, gab es in Gelsenkirchen doch keinen anderen Bergbau als in Duisburg, Dortmund, Bochum, Oberhausen oder Herne. Schließlich ist das „Glück auf“ des Grußes im Lied nichts anderes als die gesungene Hoffnung eines jeden im Pott wohlbehalten und heil wieder heimzukommen. Was wir an diesem Tag im übertragenen Sinn natürlich auch vom MSV Duisburg hoffen, dessen Schicksal sich nun zwar nicht unter Tage entscheidet sondern in der DFB-Zentrale in Frankfurt. In dem Sinne mit einem „Glück auf“ die Papiere auf den Weg geschickt.

Und wer es ein wenig rockiger möchte: Die Lokalmatadore – trotz sehr eingeschränktem Blick auf die wahre Bedeutung des Lieds –  im Kölner Underground vor vielen textsicheren Exil-Ruhris.

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