Der Grund für die fehlende Saisonvorbereitung

Neulich las ich aus den Augenwinkeln, Arminia Bielefeld ginge als der große Aufstiegsfavorit in die kommende Drittliga-Saison. Ich weiß nicht mal, wer da gefragt wurde. 14 Stimmen hat der Verein bekommen. Von wem? Von den Trainern der Drittliga-Vereine? Mehrfachnennungen sind möglich? Der MSV Duisburg tauchte in dieser Favoritenliste ja auch auf, sagen wir mal in der dritten bis vierten Reihe. Sechs Stimmen. Falls es die Trainerstimmen waren, Gino Lettieris wird den MSV nicht genannt haben. Er hält den Ball schön flach, höre ich.

Wie auch immer diese gedämpfte Erwartung auf Erfolg in der kommenden Saison zustande kam, mir gefällt sie. In dieser dritten bis vierten Reihe wird die Spannung hoch gehalten und eine Überfliegerspielzeit braucht niemand zu erwarten. Erinnere ich mich richtig – ebenfalls aus dem Augenwinkel – gelesen zu haben, dass die straffe Forderung von Vereinsseite nach Aufstieg ebenfalls auf die nächste Saison verschoben wurde? Es ist eben mit gewissen Gefahren verbunden, wenn alternativlose Wege in die Zukunft in der Welt sind. Dann bleibt wenig Spielraum, um etwaigen Rückschlägen zu begegnen. Intern kann das dann immer noch anders aussehen. Öffentliche Meinung will sehr zuvorkommend behandelt werden.

Unter uns kann ich es aber ruhig sagen, ich will diese Saison aufsteigen. Punkt! Ich brauche eine vernünftige Sommerpause und vor allem brauche ich eine Saisonvorbereitung. Wie soll ich sonst den eigenen Erwartungen gerecht werden? Ich bin jetzt in dieser dummen Baumann-MSV-Kader 2013/14-Situation. Gerade mal vier Trainingstage habe ich, um mich zu finden. Schon kommt das erste Spiel am Samstag gegen Regensburg und alle normalen Selbstverständlichkeiten einer Saisonvorbereitung wie der Blick auf die Aufstiegserwartungen oder die Blogs der anderen, all das muss ich im laufenden Spielbetrieb erledigen. Manches wird dann vielleicht einfach unter den Tisch fallen. Ich will die Zebras aufsteigen sehen.

Und wenn ihr euch fragt, wieso hat der Mann nicht schon während der WM mal die eine oder andere Trainingseinheit probiert, dann sage ich euch, das haben  „111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen” – hier angekündigt beim Emons Verlag –  verhindert.  Dann brachte mich zudem für einige Zeit auch das wirkliche Leben aus dem Rhythmus. Aber fertig schreiben, hieß immer die Devise. Nun stehe ich ohne Saisonvorbereitung da. Gedämpfte Erwartungen sind also das eine und erst mal nicht schlecht, unter uns aber gesprochen, nächstes Jahre habe ich hoffentlich wieder Zeit für eine vernünftige Saisonvorbereitung, selbst wenn ich bis Mitte Juli mit was anderem als Fußball beschäftigt bin.

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