Fokussieren auf das erste Spiel

Was bin ich über Rituale froh. Kaum vertraue ich mich einem an, schon denke ich darüber nach, wie ich mich aus dem Familientreffen am Samstag mal für eine Fußballspieldauer ausklinken kann. Ich sagte es ja schon gestern, meine Saisonvorbereitung ist sehr kurz und bis gerade eben konnte ich mir nur schemenhaft vorstellen, dass morgen am Samstag die Saison 2014/2015 für den MSV mit dem Auswärtsspiel gegen Jahn Regensburg beginnt. Doch dann habe ich mir die Pressekonferenz vor dem Spiel angesehen. Bei den Spielern kribbelt es, höre ich. Ganz so intensiv ist es bei mir noch nicht, aber das kann vor dem Anpfiff ja noch kommen. Jedensfalls merke ich es jetzt doch sehr deutlich, die Saison beginnt.

Wenn ich hier so ausführlich über Stimmung spreche, fügt sich das der Pressekonferenz bruchlos an. Auf so einer ersten Spieltagspresssekonferenz erwarte ich aber auch gar keine detaillierte Analyse der Stärken vom Gegner. Es geht vor allem um einen allgemeinen Zustandsbericht zur eigenen Mannschaft. Mir gefällt es, wie oft unter den zu erwartenden Worten in dieser PK das Wort Taktik auftaucht. Sehe ich die PK übrigens in ihrer Entwicklung, ließe sich bei den Eröffnungsworten von Gino Lettieri  auch bei ihm trotz aller Vorfreude eine gewisse Anspannung vermuten. Er wirkt doch sehr kontrolliert, wenn er sein Fazit zur Saisonvorbereitung zieht. Wir ahnen, Verletztungen, Erkrankungen und nicht verpflichtete Spieler stören auf jeden Fall sein Ideal einer Saisonvorbereitung.

Vielleicht mag er aber auch mehr den Dialog, um seine Ansichten und Positionen zu äußern. Seine Antworten auf die späteren Fragen wirken jedenfalls sehr viel entspannter als der Auftaktsmonolog. Steffen Bohl sagt ebenfalls das, was wir von einem Mannschaftskapitän erwarten dürfen, und auch seinen Worten ist anzumerken, wie sehr das disziplinierte Einhalten der taktischen Vorgaben im Zentrum der Saisonvorbereitung stand. Wenn ich dann noch höre, dass taktische Schwächen, die durch Nichtwissen von Spielern entstanden, nach Korrekturen behoben wurden, habe ich Hinweise auf Gino Lettieris Vorstellungen von Fußball.

Alleine dass mit den Schlussworten – wahrscheinlich ebenfalls duch Nachfragen eines Journalisten bedingt – die Konkurrenz als Stimmung im Kader im Vordergrund stand, lässt mich ein wenig die Stirn runzeln. Konkurrenz ist schön und gut. Vor der Konkurrenz steht aber die Einheit. Die ist wichtiger, falls nicht alles am Anfang ganz glatt läuft, damit zum Ende der Saison dann doch geschieht, was ich von jetzt an wieder aus altem Aberglaube bis auf Weiteres nur noch das Unaussprechliche nennen werde.

Für das Spiel selbst sehe ich übrigens leichte Vorteile vom MSV Duisburg. Die Saisonvorbereitung vom SSV Jahn Regensburg scheint nämlich nicht ganz rund zu laufen. Die Routinen für die Saison 2014/2015 stehen noch nicht. Die dort doch wahrscheinlich auch abgehaltene Pressekonferenz gibt es jedenfalls nicht wie in der Vorsaison schon online. Und wie wir alle wissen, entscheiden in dieser engen 3. Liga Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage – auch bei Zuarbeit und im Umfeld.

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