Der Duisburger Gerd Hennig – Vom Straßenfußballer zum FIFA-Schiedsrichter – Folge 6

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, die Erinnerungen von FIFA-Schiedsrichter Gerd Hennig zu sichten. “Vom Straßenfußballer zum FIFA-Schiedsrichter” hat Gerd Hennig diese Erinnerungen genannt, die ich nach und nach bearbeite und hier in loser Folge veröffentliche.

Heute geht es um einen typischen Spieltag des Schiedsrichterteams um Gerd Hennig


Vom Straßenfußballer zum FIFA-Schiedsrichter – Folge 6
Von Gerd Hennig
Herausgegeben und bearbeitet von Kees Jaratz

Während meiner Laufbahn als Schiedsrichter haben meine beiden Linienrichter, Rüdiger Wuttke sowie Bernd Holste, und ich uns bestimmte Eigenarten und persönliche Gepflogenheiten angewöhnt, wenn wir zur Spielleitung in der Fußball-Bundesliga angesetzt waren. Wir begannen den Spieltag mit einem gemeinsamen Frühstück püntklich um 9.30 Uhr im Restaurant des Hotels, in dem wir am Spielort untergebracht waren. Dann blickten wir zurück auf die vorherige Begegnung, die wir geleitet hatten. Wir machten eine detaillierte, ausführliche Analyse. Dazu hatte ich jeweils den fotokopierten Beobachtungsbogen dabei. Anschließend blickten wir voraus auf das kommende Spiel und besprachen die neue Aufgabe. Bei der anschließenden gemeinsam vorgenommenen  Platzbesichtigung im Stadion konnte diese Vorausschau immer noch ergänzt werden.

Danach hatten wir Zeit für einen gemeinsamen Stadtbummel, dem sich ein kleines sportgerechtes Mittagesssen anschloss. Eine Stunde vor Anstoß fuhren wir mit dem Taxi ins betreffende Stadion.  Noch einmal besichtigten wir das Spielfeld, um die inzwischen  getätigten Aufbauten wie Eckfahnen und Tornetze zu überprüfen. Dann suchten wir den Umkleideraum auf und zogen uns um. Kurz vor dem Einlaufen kamen wir in der Mitte des Raumes zusammen, um den von uns sogenannten „Bärentanz“  zu vollziehen. Wir fassten uns an den Händen und riefen „toi, toi, toi“ –  das Ritual, mit dem wir uns das Glück zu einem guten Teamwork wünschten.

In der Halbzeitpause machten wir eine ausführliche Zwischenanalyse zu den kritischen Situationen der ersten Spielhälfte. Nach erneutem „Bärentanz“ ging es in die zweite Halbzeit. Dem Spielschluß folgte bei uns zunächst ein obligatorischer Sektumtrunk. Den Sekt gehobener Klasse hatten wir zuerst im Hotel gekühlt und später im Waschbecken der Umkleidekabine. Das war in unserem Team einfach Tradition. Die BILD am SONNTAG hatte das sogar einmal in einer knappen Kolumne als eine Besonderheit der Schiedsrichter aufgegriffen.

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