Jeder Sieg tut gut, aber …

Wenn in der Winterpause jene Phase beginnt, in der ich mich bei Schlagzeilen verlese, wird es Zeit für den Ligabetrieb. Eigentlich ist  klar, in einem Artikel über Viktoria Rebensburg finden sich niemals unbedingt wissenswerte Neuigkeiten zum niederklassigen Fußball in Bayern. ReBensburg! Nicht ReGensburg. Stattdessen gerät man dort tief in die Welt der fußballgefährdenden Schriften. Schnee, Ski und Slalomstange sind hier die immer gleichen Mittel, mit denen die Schaulust des Lesers befriedigt werden soll. Welch eine Enttäuschung! Einen Fußballverein namens Viktoria Regensburg gibt es nicht einmal.

Wegen dieser Stimmung muss ich mich nach dem 3:1-Sieg des MSV Duisburg gegen den SV Werder Bremen auch streng zur Ordnung rufen. Das Tor von Kingsley Onuegbu sehe ich mir immer nur abwechselnd mit dem letzten der O-Töne von Gino Lettieri an:  „Jeder Sieg tut gut, auch wenn’s Freundschaftsspiele sind, das ist richtig. Aber ich denke, man soll dieses Selbstvertrauen mitnehmen, aber dass es selbstverständlich ist in der Punktrunde, dass es so weitergeht, ist es sicherlich nicht, da muss man sicherlich da noch ’ne Schüppe drauflegen.“ Nach dem Satz kommt dann wieder die feine Ballmitnahme vom „King“ samt Abschluss. Könnt ihr ja mal ausprobieren. O-Ton Lettieri ab 1’26“.

Und wenn ihr bei dem ersten Tor seid, könnt ihr euch die anderen gleich mit ansehen.

Für den Ligabetrieb dürfte aber wahrscheinlich in vielen Spielen weniger die Schüppe mehr entscheidend sein als ein möglichst einfallsreiches Angriffsspiel gegen Drittligavereine, die tief stehen und damit eine völlig andere Spielanlage haben werden als die Bremer. Der Raum für schnelle Konter war da, weil Bremens Trainer Viktor Skripnik ausprobieren wollte, wie stabil seine Defensive ist, wenn er die Mannschaft hoch stehen lässt. Ganz bewusst wollte er „risikant“ spielen, heißt es bei WAZ/NRZ. Doch natürlich muss so ein Raum auch erstmal genutzt werden. Schon die Verpflichtung von Martin Dausch war ein klares Zeichen, dass der MSV Duisburg gewillt ist, am Ende der Saison in der Tabelle deutlich besser dazustehen als vor der Winterpause. Das Freundschaftsspiel bestätigt diese Hoffnung.

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