Auswärtssieg Teil 1 – Das Elfmetertor in Bildern

Dieses Tor durch Elfmeter im Spiel des MSV Duisburg gegen die SG Dynamo Dresden sollte etwas mehr als zehn Minuten vor dem Schlusspfiff mit allen Mitteln verhindert werden. 1:0 führte der MSV schon, die Niederlage Dresdens bahnte sich endgültig an. Niemand auf Dresdner Seite wollte sich mit diesem Elfmeter abfinden. Die Spieler Dynamos versuchten ihr Möglichstes, um seine Ausführung zu verzögern. Zwei Spieler bewegten sich nicht vom Elfmeterpunkt weg, auch noch nachdem sie das erste Mal vom Schiedsrichter aufgefordert worden waren. Andere Spieler liefen dem Elfmeterschützen des MSV Duisburg Zlatko Janjic in den Weg, als er von der Nähe der Torauslinie zum Elfmeterpunkt gehen wollte. Die Einwechselspieler bildeten eine Art Voodoo-Kreis über dem gefoulten Kingsley Onuegbu, der links neben dem Tor im Toraus nach dem Foul liegen geblieben war.

Und dann gab es noch die schwarz-gelbe Wand hinter dem Dresdner Torwart Benjamin Kirsten. Diese Wand schien sich auf Zlatko Janjic zuzuschieben. Sie war ein Körper mit tausenden fuchtelnden Armen, drohenden Fäusten und peitschenden Schals. Sie schrie mit einer Stimme von unfassbar Lautstärke. Das Schreien und Pfeifen hätte mit seinem Schalldruck jeden langsamen, auf die Linie zurollenden Ball problemlos aufgehalten.

Dann endlich konnte Zlatko Janjic sich den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht legen. Er lief an und traf. Der schwarzgelbe Zorn auf den Rängen verwandelte sich eine einzige tobende, dem Irrsinn nahe Enttäuschung. Dennoch war der Lärm dieser schwarzgelben Wand zu leise, um den explodierenden Jubelschrei in der Gästekurve gegenüber zu übertönen. Der Auswärtssieg begann wirklich zu werden.

20150426_vordemspiel

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4 Responses to “Auswärtssieg Teil 1 – Das Elfmetertor in Bildern”


  1. 1 jovan hamborn 27. April 2015 um 11:20

    interessant vllt. noch der hinweis, dass Janjić‘ schuss unmittelbar vor der torlinie gegen die rückwand eines enormen lochs im spielfeld prallte und nur deshalb so bizarr hoch sprang – der kleine kirsten hatte ihn nämlich keineswegs noch berührt, was ich selbst im fernsehbild zunächst annahm. hab zwar grad keinen link dazu, ist aber im mdr-bericht in deren mediathek schön zu finden und zu überprüfen. was wäre nur geworden, wenn das loch nur eine idee tiefer gewesen wäre!
    bei der ansammlung teils absurder vorschriften bzgl. der beschaffenheit der austragungsstätten von 3. und 4. ligisten, verwundert es, dass ein ebenes spielfeld nicht zu den prioritäten gerechnet wird.
    davon ab, zum allererstenmal seit dem lizenzentzug glaube ich an unsere chance zum aufstieg. ich bin diesbezüglich ja ein typischer MSV-abhängiger: nichts erwarten, um nicht enttäuscht werden zu können. aber jetzt, nach diesem spiel, hinsichtlich des restprogramms der kieler und auch unseres eigenen bin ich zuversichtlich, dass wir eine realistische chance haben (so vorsichtig muss ich immer noch formulieren) und das aus eigener kraft!
    die woche ist wunderbar!!

    • 2 Kees Jaratz 28. April 2015 um 13:19

      Du sagst es. Ich habe sogar gedacht, ob nicht das Hochspringen das Tor überhaupt erst möglich gemacht hat, so flach wie der Schuss kam.

      Und was die Zuversicht angeht, im Text von heute habe ich es schon geschrieben, seit Jahren habe ich nicht mehr so sehr der Stärke einer Mannschaft vertraut wie dieser. Wir haben es tatsächlich in eigener Hand und wenn nicht irgendwo anders die Löcher im Rasen das Schicksal gegen uns wenden, schafffen wir das, diesen Aufstieg


  1. 1 Auswärtssieg Teil 2 – Wir haben es in der eigenen Hand | Fakten und Gerüchte aus dem Stadionbus Trackback zu 28. April 2015 um 09:44
  2. 2 Auswärtssieg Teil 3 – Fotos, Fotos, Fotos – ohne Worte | Fakten und Gerüchte aus dem Stadionbus Trackback zu 28. April 2015 um 10:46

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