Der 11. Moment in der Drittligazeit, an den ich mich erinnere, gehört Kevin Wolze

Als ich vorgestern die zehn Momente der Drittligazeit des MSV notierte, an die ich mich sofort erinnerte, kam mir recht schnell Kevin Wolze als Name in den Sinn. Ehe ich aber auch noch an eine Spielsituation denken konnte, wurde der Name durch andere Erinnerungen überlagert. Als ich keine Zeit mehr hatte weiter zu schreiben, bedauerte ich das. Es blieb bei zehn Momenten dieser Drittligazeit des MSV. Ein elfter Moment hätte das schöne Tor von Kevin Wolze aus dem Lauf heraus im Heimspiel gegen Energie Cottbus sein können, aber auch sein ausgelassenes Feiern des Aufstiegs.

So erhält Kevin Wolze heute sogar einen eigenen Beitrag, weil mich seine Vertragsverlängerung sehr freut. Die Entwicklung von Kevin Wolze in dieser Saison macht Hoffnung, dass er in Zukunft noch besser wird spielen können. Ihm ist es in der Rückrunde gelungen, seinen unbändigen Ehrgeiz und Einsatzwillen in ein Gleichgewicht mit seinen fußballerischen Talenten und dem Blick für die zu schließenden freien Räume zu bringen. Wir kennen noch alle seine Kamikaze-Grätschen, wenn sein Spiel nicht so lief, wie er es sich wünschte, wenn er einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung meinte ausbügeln zu müssen – sei es von ihm selbst oder auch von einem Mitspieler. Es war vielleicht der eigene Anspruch, in dieser neu entstandenen Mannschaft der 3. Liga eine Führungsposition einzunehmen, mit dem er sich selbst manchmal im Weg stand.

Er hatte sich entschlossen, beim MSV Duisburg in der 3. Liga zu bleiben. Wie er das den Anhängern des MSV über Facebook verkündete, erzählt viel von seinem Wesen. Er nahm die Standardfloskeln der Fußballersprache auf, um seine Verbundenheit mit den Fans zu bekunden. Dann betonte er die eigenen Interessen und weckte bei den Fans damit die falsche Erwartung der Enttäuschung – so wie sie es etwa bei Maurice Exslager hatten erfahren müssen. Der nächste Satz erst war die Verkündung der Vertragsverlängerung.

Jede Mannschaft braucht solche Spieler, die mit Humor Leichtigkeit in den Alltag bringen. Das ist neben seinen fußballerischen Fähigkeiten sein großer Wert für den Kader. Beim Feiern des Aufstiegs war er immer einer der ersten, die den Ton angaben. Er genoss die Begeisterung. Er scheint zu wissen, wie man ausgelassen Spaß am Leben haben kann. Man kann sich vorstellen, wie er mit seiner ausgelassenen Art Stimmungen in der Mannschaft beeinflusst. Nicht oft vereinen Menschen diese Mischung aus Leichtigkeit und Ehrgeiz. Es scheint, als habe beides in Kevin Wolze eine erfolgsversprchende Balance gefunden. Er ist in der zweiten Hälfte dieser Saison zu jener Identifikationsfigur des MSV Duisburg geworden, die er wahrscheinlich schon 2013 für sich erhofft hat. Bereits in seiner jetzigen Form mache ich mir um ihn in der 2. Liga keine Sorgen. Ich glaube vielmehr, bei seinem fußballerischen Talent kann er immer noch besser werden.

Advertisements

0 Responses to “Der 11. Moment in der Drittligazeit, an den ich mich erinnere, gehört Kevin Wolze”



  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




JETZT BESTELLEN
Das Buch über den Sommer 2013 in Duisburg rund um den MSV bis zum Wiederaufstieg zwei Jahre später

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 9,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Bloglisten


%d Bloggern gefällt das: