Saisonvorbereitung: Die Aufsteiger zur 2. Bundesliga und ihre Platzierungen

Jetzt kann ich es ja sagen. Den Link als Grundlage für diesen Text über die Platzierungen der Zweitligaaufsteiger habe ich schon zu Beginn der letzten Saison ins Archiv gelegt. Vorarbeit leisten, wenn alles gut ausgeht für den MSV. Ihr seht, manchmal fordere ich das Schicksal wagemutig heraus. In der letzten Saison stieg RB Leipzig erstmals in die Zweite Liga auf. Der Rotebrauseblogger schreibt über den Verein und machte sich vor dieser ersten Zweitligasaison seines Vereins vor der Saison einige Arbeit. Mal sehen, wo die Zweitliga-Aufsteiger in all den Jahren am Ende gelandet sind, so hieß der selbst gestellte Arbeitsauftrag.  In seinem lesenswerten Text wertet er die Aufsteigerplatzierungen seit der Saison 1994/1995 aus und zieht daraus entsprechende Schlüsse für die Chancen der Aufsteiger, die man sich im einzelnen am besten per Weiterklicken dort anschaut.

Hier will ich nur eins herausgreifen: Bei dem für den MSV ausgegebenen Saisonziel ist eine Zahl sicher am interessantesten: 52 von 76 Aufstiegen endeten mit dem Klassenerhalt. Zählt man die Aufsteiger aus der letzten Saison hinzu, wird daraus 55 Klassenerhalte von 79 Aufstiegen. Hoffnung macht außerdem, dass es meist nicht die großen Vereine waren, die direkt wieder abstiegen. Andererseits gehörte Arminia Bielefeld im letzten Jahr dazu, und die Strukturähnlichkeit dieses Vereins mit dem MSV ist uns ja bekannt. Es ist wie immer mit Statistiken, sie lasssen sich so und so deuten.

Die letzte Saison bot statistisch gesehen ohnehin  ein besonderes Ergebnis, weil der SV Darmstadt 98 der Durchmarsch in die Bundesliga gelang. Das war bis dahin fünf Vereinen gelungen, vier davon stiegen allerdings vor 1999 direkt auf. Nur der TSG Hoffenheim gelang danach noch einmal der Durchmarsch. Der Rotebrauseblogger zieht daraus den berechtigten Schluss, dass viel Geld für den Bundesligaaufstieg nötig ist und selbst dazu noch etwas hinzukommen muss.  Denn die TSG Hoffenheim brauchte trotz großen Budgets in der 3. Liga mehrere Anläufe für den Zweitligaaufstieg. Der Aufstieg des SV Darmstadt 98 ist deshalb auf zweierlei Weise die Ausnahme von der Regel. Zum einen geschah der Aufstieg mit bescheidenen finanziellen Mitteln, zum anderen ohne große Vorbereitungsspielzeiten in der 3. Liga. In der Saison 2011/2012 war der Verein gerade erst in die 3. Liga aufgestiegen und spielte fortan erst einmal in der unteren Tabellenhälfte, zum Teil gegen den Wiederabstieg.

Weshalb ich  – und wahrscheinlich noch einige andere –  sofort an Kosta Runjaic denken muss. Er trat zu seiner Zeit beim MSV in der Öffentlichkeit sehr nüchtern auf, doch vielleicht kann er im Privaten dem Leben seine ironischen Züge abgewinnen. Der Aufstieg seines Ex-Vereins gibt ihm jedenfalls die Möglichkeit dazu. Als der MSV Duisburg ihn aus seinem Vertrag bei Darmstadt heraus verpflichten wollte, verließ er Darmstadt sicher wegen der vermeintlich besseren Aussichten in Duisburg. Der Zwangsabstieg kam dazwischen. Doch mit dem 1. FC Kaiserslautern fragte sofort ein anderer Verein mit noch viel größerem Potential für den Bundesligaaufstieg an. Doch dann steigt eben jener Verein in die Bundesliga auf, den Kosta Runjaic drei Jahre zuvor wegen der besseren Aussichten anderswo, verlassen hat. So viel zum Thema „planbares Leben“.

Zurück zu den Zweitligaaufsteiger-Bilanzen – noch einmal: wer sich in die genaue Statistik vertiefen will, dem sei das Weiterklicken zum Rotebrauseblogger empfohlen. Hier nur noch kurz das Resumée für alle Aufsteiger der letzten Saison. Das waren der 1. FC Heidenheim als Erster der Drittligasaison 2013/2014, RB Leipzig als zweitplatzierter Verein und besagter SV Darmstadt 98, der als als Drittplatzierter sich in der Relegation gegen Arminia Bielefeld durchsetzen konnte.

Auch die zwei anderen Aufsteiger spielten die Zweitligasaison souverän mit. Bei RB Leipzig war das zu erwarten gewesen. Wenn nicht von Anfang an so doch recht schnell muss Ralf Rangnick als sportlicher Leiter sogar den Durchmarsch in die Bundesliga als Ziel vor Augen gehabt haben. Früh war aber auch zu sehen, dass die Chancen darum nicht gut standen. Der Verein wurde Fünfter. Folgerichtig setzt sich Ralf Rangnick für diese Saison wieder auf die Trainerbank. Wenn etwas nicht klappt wie gewünscht, muss man es eben selber machen. Auch der 1. FC Heidenheim machte von Anfang an mit dem Erfolg der Drittligasaison weiter. Schon in der Hinrunde in der oberen Tabellenhälfte platziert, landete der Verein am Ende auf dem achten Platz. Hoffen wir, diese letzte Saison wird für den MSV Duisburg vorbildhaft.

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