Fürths Trainer-Statement macht mir endlich Hoffnung

Morgen spielt der MSV gegen die SpVgg Greuther Fürth. Im Vorbericht beim Kicker zum Spiel wird Fürths Trainer, Stefan Ruthenbeck, zitiert: „Ich sehe Duisburg nicht so schlecht, wie es die Tabelle derzeit zeigt.“ Das ist ein Klassiker des Trainer-Statements, eine Art Grußformel, ein Zeichen der Freundlichkeit und des Respekts, inhaltlich diffus, ohne konkrete Botschaft, außer der, dass eine Mannschaft natürlich jeden Gegner ernst nimmt. Unglaublich, aber es ist so: Dieser Klassiker hat mir gerade von jetzt auf gleich die Laune besser gemacht.

Ich bin ein armer pawlowscher MSV-Fan, dem noch das leiseste Lobgeklingel die Hoffnungsdrüsen zum Strömen bringt und der nun wieder zuversichtlich und siegeshungrig dem Spiel entgegensehen kann. Vergessen, jede niedergedrückte Schicksalsergebenheit angesichts weiterer Spielerausfälle. Vergessen, das vorzeitige Wappnen gegen weitere Enttäuschung. Ich hoffe nur, dass bei den auflaufenden Spielern des MSV entweder ebenfalls solch belebende Reiz-Reaktions-Ketten wirken können oder aber sie sich von den Erfahrungen der ersten Spiele besser haben befreien können als ich.

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