Der erste Sieg wird kommen

Weil der Schwager in Wolfenbüttel sein Geburtstagsfest am späten Samstagnachmittag begann, wurde das Heimspiel des MSV Duisburg gegen die SpVgg Greuther Fürth zur Verkehrsgefährdung auf der A2. Verkehrswissenschaftler sollten sich auch darum mal kümmern. Womöglich braucht es gesetzliche Regelungen zur Fahrtüchtigkeit von Fußballanhängern während der Spiele ihrer Mannschaften. Ein Hörverbot von Sportsendungen im Autoradio könnte als Sofortmaßnahme die Verkehrssicherheit beträchtlich erhöhen. Durch Selbstbeobachtung habe ich nämlich festgestellt, selbst bei stillem Torjubel lenkt das Tor der eigenen Mannschaft für den Moment vom fließenden Verkehr ab. Ein Gegentor zum Ausgleich in der Nachspielzeit führt außerdem zu unkontrollierten Oberkörper- und Armbewegungen, die für das Steuern eines Autos von großem Nachteil sind.

Worte von Freunden, Worte aus dem MSVPortal und aus der Berichterstattung, sowie Bewegtbild-Bericht für die Netzwelt aus dem Springer-Haus geben mir also einen Eindruck von dem 2:2-Unentschieden, das dem MSV in dem Spiel gegen Fürth am Ende geblieben ist.

Einheitlich lese und höre ich, die Leistung des MSV wäre den Sieg wert gewesen. Die Enttäuschung hält auf MSV-Seite allerorten deshalb lange an, zumal die Nachricht vom Knöchelbruch Simon Brandstetters diese bedrückte Stimmung verstärkt. Wir müssen uns mühsam zurückkämpfen zu dem Gefühl, nicht mehr chancenlos zu sein in der 2. Liga. Wir müssen uns wieder hervorholen, dass die Mannschaft wohl ein gesamtes Spiel eine kontinuierlich gute Leistung gezeigt hat. Wir müssen sehen, dass bei dieser Leistung zwei der entscheidenden Offensiv-Spieler der letzten Saison nicht dabei gewesen sind und die Mannschaft trotz weiterer Verletzter so stark gewesen sein muss.

Andererseits muss ich sofort auch gegen eine böse Erinnerung an die Abstiegssaison im letzten Bundesligajahr anarbeiten. Zwei Spiele gab es seinerzeit, die ähnliche Enttäuschungen hinterließen, einmal mit spätem Ausgleich und einmal sogar mit dem späten Tor zur Niederlage. Der VfB Stuttgart und der BVB waren die Gegner. Es gibt aber einen Unterschied. Damals war die Saison vorangeschritten. Die damalige Mannschaft des MSV hatte keine Zeit mehr, an dieser Enttäuschung zu wachsen. Diese Zeit der Verarbeitung gibt es in dieser Saison noch. Wenn die Spieler durch diese Enttäuschung nach dem späten Ausgleich gegangen sind, werden sie stärker wieder zurückkommen. Es gibt in dieser Saison noch genügend Spiele, die gewonnen werden können.

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