Gastbeitrag: Nicki Beaujean über die Reise zum TanZebra FC und zur Planet of Hope Org – Tag 6

Vor dem  Heimspiel gegen Freiburg hatte ich mit dem Zebraherdenmitglied Nicki Beaujean über ihre kommende Reise nach Tansania gesprochen. Dort besucht sie in diesen Tagen zusammen mit ihrer Tochter Vivi ein Projekt, das die Zebraherde seit April letzten Jahres unterstützt. In aller Kürze: Eine Straßenfußball-Mannschaft in Dar es Saalam wurde mit Trikot-Sätzen und  „One-World-Fußbällen“  ausgestattet. Seit Juli 2015 gibt es nun einen eingetragenen Verein, der unter dem Namen „TanZebras FC“ am Spielbetrieb teilnimmt. Der Verein wächst mit weiterer Unterstützung auch des MSV Duisburg und seiner Anhänger. Zudem wurde bald das Waisenhaus der Planet of Hope Organization unterstützt. Ohne die Hilfe der Zebraherde wäre zum Beispiel ein Zaun um das Gelände nicht fertig gestellt worden. Nun bleibt das selbst angebaute Gemüse und Obst vor Wildfraß und Diebstahl geschützt. Wer die Geschichte im Detail kennenlernen möchte, lese auf der Seite der Zebraherde den kurzen Abriss über die letzten anderhalb Jahre Engagement von Anhängern des MSV weiter oder verfolge im MSVPortal die Entwicklung des Ganzen gleichsam in Echtzeit noch einmal nach.

Diese erklärenden Vorworte sind nötig, weil ich mich freue, Nicky Beaujean als Gastautorin im Zebrastreifenblog begrüßen zu können. Ihre Tagebuch-Einträge über den Aufenthalt in Dar es Salaam stehen auch hier nun online. Ihre Erfahrungen in Tansania zeigen erneut, dass Fußball mehr sein kann als nur der Sport.

Nicki Beaujean und Vivi – Tag 6, 15. November 2015

„Der Regen hat uns entschleunigt“

Wir wurden das erste Mal um 5 Uhr 30 von Regengeräuschen geweckt. In der Hoffung, dass dies schnell aufhören würde, drehten wir uns wieder um. Während Vivi friedlich schlief, wurde ich von einem bekannten Geräusch aus dem Schlaf gerissen. Reflexartig sprang ich auf, da ich dachte, es habe an der Tür geklingelt. Unsanft wurde ich vom Moskitonetz aufgehalten. Das Geräusch entpuppte sich als das Rufen eines Vogels. Am liebsten hätte ich diesem Mistvieh den Hals umgedreht. Es regnete immer noch.

tans-tag6Gegen 10 Uhr bewegten wir uns aus dem Bett, und unsere gastgebenden Mädels waren bereits dabei Frühstück zu machen. Noch vor dem Frühstück setzte eine gewaltige Windböhe die Hälfte unseres Zimmers unter Wasser, weil die Fenster hier lediglich aus Fliegengittern bestehen. Nachdem wir das Fenster mit einem Bettlaken geschützt haben und alles wieder trockengelegt hatten, konnten wir in Ruhe frühstücken. Draußen wechselten währenddessen immer Regen und Sonne.  Unsere Hoffnung auf einen sonnigen Nachmittag schwand allmählich. In einer Regenpause wagten wir uns mit unseren Gummischühchen zur Hauptstrasse, wo wir uns mit Getränken eindeckten. Man weiß ja nicht, was noch so kommt. Den restlichen Tag ließen wir mit leckerem Mittagessen, lesen und relaxen vorübergehen.

Vom Waisenhaus kam die Nachricht, dass der gute Herr von gestern eine Skizze erstellt hat und der Baumeister sich alles angeguckt hat und nun zu Hause die Kosten für den Ziegenstall kalkuliert. Dazu bekommen wir morgen weitere Infos.

Fazit von heute:
– bei der Luftfeuchtigkeit klebt alles
– Regen gleicht hier einer Sinnflut
– einen schönen Menschen entstellt nichts

 

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