Gastbeitrag: Nicki Beaujean über die Reise zum TanZebra FC und zur Planet of Hope Org – Tag 7

Vor dem  Heimspiel gegen Freiburg hatte ich mit dem Zebraherdenmitglied Nicki Beaujean über ihre kommende Reise nach Tansania gesprochen. Dort besucht sie in diesen Tagen zusammen mit ihrer Tochter Vivi ein Projekt, das die Zebraherde seit April letzten Jahres unterstützt. In aller Kürze: Eine Straßenfußball-Mannschaft in Dar es Saalam wurde mit Trikot-Sätzen und  „One-World-Fußbällen“  ausgestattet. Seit Juli 2015 gibt es nun einen eingetragenen Verein, der unter dem Namen „TanZebras FC“ am Spielbetrieb teilnimmt. Der Verein wächst mit weiterer Unterstützung auch des MSV Duisburg und seiner Anhänger. Zudem wurde bald das Waisenhaus der Planet of Hope Organization unterstützt. Ohne die Hilfe der Zebraherde wäre zum Beispiel ein Zaun um das Gelände nicht fertig gestellt worden. Nun bleibt das selbst angebaute Gemüse und Obst vor Wildfraß und Diebstahl geschützt. Wer die Geschichte im Detail kennenlernen möchte, lese auf der Seite der Zebraherde den kurzen Abriss über die letzten anderhalb Jahre Engagement von Anhängern des MSV weiter oder verfolge im MSVPortal die Entwicklung des Ganzen gleichsam in Echtzeit noch einmal nach.

Diese erklärenden Vorworte sind nötig, weil ich mich freue, Nicky Beaujean als Gastautorin im Zebrastreifenblog begrüßen zu können. Ihre Tagebuch-Einträge über den Aufenthalt in Dar es Salaam stehen auch hier nun online. Ihre Erfahrungen in Tansania zeigen erneut, dass Fußball mehr sein kann als nur der Sport.

Nicki Beaujean und Vivi – Tag 7, 16. November 2015

„Geldumstausch mit Hindernissen“

Um 9 Uhr wurden wir von Dennis und Don eingesammelt. Es ging in die Stadt, wo wir unsere Safari buchen und Geld abholen wollten. Das Reisebüro liegt im Hinterhof eines Kirchengelaendes, auf dem wir unser Auto sicher und kostenlos parken konnten. Schnell waren wir uns mit dem Veranstalter einig und mussten jetzt „nur noch“ Geld in Dollars von unserer Visa-Card abheben, um zu bezahlen.

Freudig zogen wir los in die erste Bank. Dennis, heute mit rosa Hemd, schwarzer Hose und Krawatte, machte sich als Bodygard hervorragend und wich nicht von unserer Seite. In der Bank teilte man uns mit, dass unsere Karte ausschliesslich für das Geldabheben an einem Automaten geeignet sei und Dollars abheben ging schon mal gar nicht. Damit gaben wir uns natürlich nicht zufrieden und der Banken-Maraton begann..

In der weiten Bank das gleiche Spiel. Man schickte uns zur Barkley-Bank, die gefühlt am anderen Ende der City lag. Hier teilte man uns mit, dass es eventuell möglich sein könnte, mit unsere Karte Dollars abzuheben, allerdings sei der Computer von diesem Gerät zur Zeit nicht einsatzbereit und wir mögen bitte in etwa einer Stunde wiederkommen.

Eine Straße weiter fanden wir die City-Bank von Tansania, wo wir uns erstmal einer Sicherheitskontrolle unterziehen mussten. In dieser Bank wurde uns das gleiche erzählt wie in den ersten Banken. Nach einer kurzen Lagebesprechung beschlossen wir doch mal den Geldautomaten der Barkley-Bank zu testen. In 4 Vorgängen schafften wir es, die gewünschte Summe in T-Schillingen abzuheben.
Hierzu muss man wissen, dass der größte Geldschein einen Wert von ca. 5 Euro hat. Als nächstes ging es dann zu einer Wechselstube, um unsere T-Schillinge in Dollar zu wechseln. Nach diesem Marathon konnten wir nun zurück, um unsere Safari zu bezahlen. Der netter Herr wollte schon eine Suchmeldung nach uns rausgeben..

Auf dem Weg zurück zum Office von Planet of Hope bekamen wir die Nachricht, dass der Baumeister im Waisenhaus gewesen ist. Wir mussten leider feststellen, dass der Bau eines Kuhstalls unseren finanziellen Rahmen um Längen ueberschreitet. Nun ist guter Rat teuer. Ein Meeting musste her. Auf dem Weg zeigte uns Dennis noch, worin der Unterschied zwischen Kuh- und Ziegenstall liegt. Wir müssen zugeben, dass wir die finanzielle Differenz danach sehr gut nachvollziehen konnten. Nach kurzem Beratschlagen kamen wir zu der Lösung, dass vier Ziegen und der Stall realistisch machbar ist.

Nach unserem kleinem Meeting ging es zu Judy nach Hause, wo Anne bereits mit dem Essen auf uns wartete. Waehrend die letzten Vorbereitungen fuers Essen von Anne getaetigt wurden, bekam Vivi eine kleine Swahili-Stunde von Dennis. Morgen werden wir uns im Waisenhaus mit allen Beteiligten treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Nachdem die Herren sich wieder ins Office verabschiedetet hatten, gingen wir mit Anne in den Salon. Dies werden wir nicht noch einmal tun, da es ein wenig schmerzvoll ist, sich kleine Afrika-Zöpfe machen zu lassen. Mit dem Ergebnis sind wir jedoch zufrieden. Mal schauen wie lange es haelt.

Fazit von heute:
– der Bodygard von heute traegt rosa
– es ist gar nicht so leicht, an Geld zu kommen
– wer schön sein ,will muss leiden

 

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