Gastbeitrag: Klaus Hansen erinnert an Spitzenereignisse vom MSV – III – Gutendorf, Krämer und Auswärtssiegrekord

Egal ob Wedaustadion, MSV-Arena oder Schauinsland-Reisen-Arena, der Sozialwissenschaftler Klaus Hansen kommt seit der ersten Bundesliga-Saison zu den Spielen des MSV. Letztens schickte er mir noch ein Interview, das er in den 1990ern mit dem legendären Stadionsprecher des Wedaustadions, Gunter Stork, geführt hatte. Nun landete vor ein paar Tagen eine Mail in meinem Posteingang mit einem weiteren seiner Texte.

“Ein verbales Lokalderby mit einseitigem Ausgang – Das große Problem von Oberhausen heißt Duisburg”, hieß der Text. Für das von Sebastian Scharte herausgegebene Buch „Wer ist die Macht vom Niederrhein und vom Ruhrpott sowieso?“ über Rot Weiß Oberhausen hatte Klaus Hansen ihn geschrieben. Die Gelegenheit nutzte er, um mit einer Sammlung von 25 bemerkenswerten Ereignissen rund um den MSV augenzwinkernd darauf hinzuweisen, welcher Verein in der Ruhrstadt im Grunde die einzig wahren Spitzenleistungen aufweisen kann. Ihr könnt euch denken, welcher Verein als unangefochtener Sieger aus dem Buch herauskommt, wenn ein MSV-Anhänger ihn schreibt.

Ich greife mal ein paar Erinnerungssplitter aus seinem Text heraus und stelle sie mit der Zeit online. Wunderbares Nostalgie-Futter. Deshalb bleibt manch Bekanntes dabei. Bitte schön! Und Danke schön, Klaus Hansen.

 

Der Welttrainer Nummer eins, der Fußballlehrer mit den meisten Trainerstationen weltweit, begann einst beim MSV Duisburg seine Karriere im Profifußball.
Es war, wie man in der Welt des Sports natürlich weiß, Rudi Gutendorf, Trainer im ersten Bundesligajahr und Deutscher Vizemeister mit dem Meidericher Spielverein, wo er zum „Riegel-Rudi“ wurde. Gutendorf brachte es auf 54 Trainerstationen in aller Welt. Das Zebra-Trikot seiner MSV-Mannschaft interpretierte er folgendermaßen: „Das Zebra ist das Symbol für den Abbau rassistisch geprägter Überheblichkeit, denn unter der schwarzen und weißen Haut dieses Tieres schlägt nur ein Herz.“ – Damit gab er dem Verein seine Vereinsphilosophie, die noch heute gilt.

Wo ging Beckenbauers Stern auf? Natürlich in Duisburg!
Anlässlich der Einweihung der neuen Tribüne im Wedau-Stadion, nicht irgendeiner Tribüne, sondern der „größten frei austragenden Tribüne Europas“, spielte am 13. Februar 1965 eine Auswahlmannschaft des DFB gegen Chelsea London. Dabei trug zum erstenmal ein gewisser Franz Beckenbauer vom Regionalligisten Bayern München, 19 Jahre alt, das Trikot der A-Nationalmannschaft. Sein erstes „offizielles“ Länderspiel bestritt er am 26. 9. 1965 in der WM-Qualifikation gegen Schweden. In diesem Spiel erzielte MSV-Star Werner Krämer beim 2:1-Sieg das wichtigste seiner insgesamt drei Länderspieltore. Das heißt auch: Eia Krämer schoss uns zur WM nach England. Also: Ohne Eia Krämer kein Wembley-Tor! Ohne Eia Krämer keine bis heute andauernde Debatte: drin oder nicht drin?

Der höchste Auswärtssieg in der nunmehr bald 50jährigen Geschichte der Bundesliga wurde vom MSV errungen.
Von wem denn sonst, möchte man nach all den bereits berichteten Heldentaten fragen. Am 26. März 1966 war’s, bei Tasmania Berlin: 9:0. – Von Borussia Dortmund weiß man wohl, dass man am 29. April 1978 bei Borussia Mönchengladbach mit 0:12 unter die Räder gekommen ist. Solches ist dem MSV nie unterlaufen!

Zu den anderen Folgen des Gastbeitrags von Klaus Hansen mit einem Klick.

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