Endlich doch noch Zusatzarbeit mit dem Tabellenrechner

Lebensweisheiten sind etwas Wunderbares, passend für jede Gelegenheit. Letzte Woche noch half der Großmuttertrost bei der Niederlage gegen Heidenheim, nun hole ich ihn nach dem 2:1-Auswärtssieg des MSV Duisburg gegen den 1. FC Nürnberg noch einmal hervor. Es sei kein Schaden so groß, dass nicht ein Vorteil dabei ist, hat sie wohl immer gesagt, und vor welch großem Schaden stehe ich am Anfang der Woche doch schon wieder. Zusatzarbeit! Nun muss ich mich doch wieder um den Tabellenrechner kümmern. Aber was für einen großen, großen Vorteil das hat. Der MSV Duisburg hat wieder eine Chance im Kampf gegen den Abstieg.

Das Spiel selbst habe ich nur bis zur Halbzeitpause gesehen, genauer noch, eigentlich nur bis zum Führungstreffer des MSV durch  Kevin Wolze. Von dem Moment an spürte ich sämtliche Enttäuschungen dieser Saison schon mal gleichzeitig bei jedem Angriff der Nürnberger, bei jedem Fehlpass des MSV. Diffuse Bilder aus Leipzig und Fürth tauchten immer wieder in meinem Kopf auf, wo Kevin Wolze ebenfalls das Führungstor schoss und um mein Herz herum machte sich ein Ziehen bemerkbar. Ich habe es nicht ausgehalten, gerade weil diese Führung keineswegs glücklich zustande gekommen war. Ich habe es nicht ausgehalten, weil der MSV Duisburg gut im Spiel war und diese Mannschaft endlich einmal eine Belohnung für ihre Anstrengung verdient hatte.

2016-04-11_seufzerBis zur Halbzeitpause wagte ich zwischen meinen Endlosläufen durchs Wohnzimmer immer wieder einen Blick auf den Laptop-Bildschirm. Nach dem Wiederanpfiff aber war auch das vorbei. Einmal ließ ich das Browserfenster mit der Liveübertragung aufploppen und sah die Wiederholung vom 2:0 durch Steffen Bohl. Das linksrheinische Köln wird sich gewundert haben, wieso es von der Schäl Sick rüberschrie. Der FC spielte doch erst um 17. 30 Uhr.  Glücklicherweise fand sich gleichzeitig auch online  eine kleine Schicksalsgemeinschaft nach einem Facebook-Seufzer von mir zusammen. Thomas Beeking verhalf mir zu einem privaten Live-Ticker. Auf diese Weise wurde es mir möglich, den Spielstand zu verfolgen. Wenn ich in der Zusammenfassung die zwei großen Chance der Nürnberger zum Ausgleich sehe und Michael Ratajczaks Parade, bin ich immer noch dankbar auf diese gesundheitsschonende Weise das Spiel erlebt zu haben.

Wenn es am Freitag gegen den TSV 1860 München geht, ist das wie ein Viertelfinale im Pokal. Es geht um alles. Das Stadion müsste voll sein. Wenn alles normal läuft, Halbfinale gegen Düsseldorf, Finale gegen Sandhausen wahlweise die schwierigere Variante RB Leipzig. Die Mannschaft hat alles wieder in der Hand. Was für ein Wahnsinn. Wie oft hatte ich schon nach einem Spieltag abgeschlossen mit dieser Saison, und wie oft kamen die „verbotenen“ Gedanken während der Woche wieder. Zuversicht gibt mir die innere Stabilität, die diese Mannschaft trotz der Fehler in ihrem Spiel, ausstrahlt. Wir wissen aber, das Spiel gegen den TSV 1860 München wird schwerer als das gegen Nürnberg, weil die Münchner weitaus defensiver spielen werden als die Nürnberger. Der MSV wird das Spiel mehr gestalten müssen. Diese Woche aber gibt es keine verbotenen Gedanken mehr. Am Freitag ist wieder alles möglich.

Und hier nun der Stand der Dinge bei meinen Fieberfantasien mit dem Tabellenrechner, Abgleich Wirklichkeit und Prognose beim Zieleinlauf.

Fortuna Düsseldorf: Überprüft ihr heute Abend selbst. Tipp für heute: Niederlage
TSV 1860 München: -2
SCP Paderborn: – 1
MSV Duisburg: +/- 0

Tabelle nach dem letzten Spieltag sieht bislang so für mich aus.

2016-34

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