Fundstücke – Jorge Valdano und Wolfgang Grupp in der SZ vom Wochenende

In der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende gibt es es ein Interview von einer Seite, das Javier Cáceres mit Jorge Valdano geführt hat. Man weiß, der heute 60-jährige Ex-Profi von Real Madrid macht sich viele kluge Gedanken über den Fußball. Einen dieser Gedanken aus dem Interview möchte ich hervorheben, weil er über den Fußball hinausweist.

Javier Cáceres und Jorge Valdano kamen auf die wirtschaftliche Macht des englischen Fußballs zu sprechen und über die Folgen, die das Geld haben wird, das die Fußballunternehmen dort in diesem Jahr zur Verfügung haben.

Welchen Effekt wird das haben?
Sie werden mit dem Besen zusammenkehren, was essenziell ist im Fußball: Talent. Die Frage ist dann aber, was sie mit so viel Talent anstellen. Wenn man keinen Geschmack hat, ist es fast viel schlimmer viel Geld zu haben; dann siehst du verkleidet aus, wenn du Armani trägst. […]
Was setzt man gegen die Macht des Geldes?
Kultur.

Jorge Valdano sagt nur dieses eine Wort dazu. Offensichtlich meint er nicht nur die Spielkultur einer Mannschaft, sondern etwas Gewachsenes, etwas was sich nicht allein auf den Sport beschränkt. Es geht um etwas, was sich nicht kaufen lässt.  Weil er selbst als Sportchef für Real Madrid gearbeitet hat, braucht er auch nicht darüber reden, dass Kultur ohne finanzielle Grundlage unmöglich ist.

In derselbsen Ausgabe gibt es im Wirtschaftsteil ein Interview mit dem Unternehmer Wolfgang Grupp, der Inhaber des Textilunternehmens Trigema. Thema des Interviews ist die neue Werbestrategie des Unternehmens. Anscheinend wurde nur für die Werbung ein sehr großes Luftschiff gebaut, das seinen Jungfernflug am Tag des Pokalfinales hatte und dabei in Berlin über dem Stadion flog. Der Kapitän des Luftschiffes berichtete danach, der DFB habe sofort einen Hubschrauber aufsteigen lassen, um zu prüfen, ob alle Genehmigungen auch ordnungsgemäß waren.

Wolfgang Grupp ist als Mann deutlicher Worte bekannt und kommentiert die Nachfrage:

Als der DFB kam, hat Kapitän dann abgedreht?
Natürlich nicht; es war ja alles ordentlich vorbereitet und genehmigt, aber sicher hat sich der DFB geärgert, dass wir indirekt eine kostenlose Werbung hatten. Es ist ja interessant, dass der Fußball-Bund sich um solche Dinge sofort kümmert und dafür auch noch sinnlose Kosten ausgibt, etwa einen Hubschrauber aufsteigen lässt, obwohl er ja selber mit einigen Skandalen nicht gerade positiv aufgefallen ist. Aber Geld scheint ja bei diesen Herr nicht unbedingt eine Rolle zu spielen.

 

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