Archiv für Juni 2016

Halbzeitpausengespräch: Schimanski ist…ach, Götz George

Es war natürlich ein herber Dialog-Fehler im Drehbuch. Eine Gruppe MSV-Fans in einer Kneipe hebt die Biergläser, um anzustoßen und skandiert: „Zebrastreifen weiß und blau, immer wieder EM-ES-VAU.“ Wenn ich diese Szene zu Beginn des zweiten Clips sehe, komme ich innerlich ins stolpern. Natürlich hören wir Anhänger des MSV alle längst etwas anderes, wenn irgendwo auf dieser Welt „Zebrastreifen weiß und blau“ angestimmt wird. Niemals folgt etwas anderes als „jeder weiß genau, das ist der EM-ES-Vau“. Wir haben es den Machern dieses achten Schimanski-Tatorts Zweierlei Blut durchgehen lassen. Beim „Schimanski“ haben wir, die damals Jugendliche oder junge Erwachsene waren, über solche Kleinigkeiten hinweggesehen.

1984 ist Zweierlei  Blut ausgestrahlt worden. Die Geschichte spielte im MSV-Umfeld, und was wir sehen konnten, wirkte einigermaßen authentisch. Man muss sich dazu noch vergegenwärtigen, das Privatfernsehen hat es noch nicht gegeben. Drei TV-Programme bestimmten die Fernsehwirklichkeit Deutschlands. Die zur Verfügung stehende Zeit, mit der die einzelnen Orte dieses Deutschlands Aufmerksamkeit erhielten, war also sehr begrenzt. Um so bedeutsamer war die Wirkung, wenn dann einmal der große Scheinwerfer auf einen Ort fiel. Duisburg war für Schimanski der Ort, aber das Ruhrgebiet fühlte sich gemeint.

1981 war Götze George zum ersten Mal als Schimanski in den Wohzimmern der BRD zu sehen gewesen. Nun ist Götze George am 19. Juni im Alter von 77 Jahren gestorben. Gestern Abend verbreitete sich die Nachricht. Leise Melancholie begleitet mich, seidem ich es weiß. Denn dieser Schimanski ist ein sympathischer Teil meines Lebens so wie für die meisten Ruhrstädter meiner Generation +/- 10 Jahre. Dieser Schimanski hat zu unserem erwachenden Selbstwert als Ruhrstädter beigetragen. Denn die Arbeitswelt dieser Ruhrstadt versank Anfang der 1980er Jahre schon seit Längerem, und damit verblasste der Stolz dieser Region. Wir mussten etwas anderes finden als die Industriearbeit und zogen in Scharen in die von der SPD geförderten Bildungsinstitutionen. Wir begegneten klassischer bürgerlicher Bildung und fremdelten gegenüber abgehobenen Kulturwelten. Wir wollten am Boden bleiben und doch woanders hin.

Schimanski verlieh dieser diffusen, zum Teil widersprüchlichen Suche einen Ausdruck. Götz George als Schauspieler stand für alle, die diese Figur erschaffen hatten – Drehbuchautoren, Produzenten, Regisseure, die anderen Schauspieler, Kameraleute, die Ausstatter, das ganze Filmteam. Götz George half uns, unsere Ruhrstadtherkunft selbstbewusst in die Welt zu bringen, auch wenn ganz Deutschland weiter seinem Bild vom hässlichen Industriemoloch frönte. Den erwachsenen Verwaltern und Schaltern der Ruhrstadt damals gefiel dieser Schimanski nicht so gut. Wie sehr verkannten sie, dass Götz George als Schimanski mehr zum Selbstbewusstsein der Ruhrstadt beitrug als alle ihre hochglanzgeschönten Imagekampagnen-Bilder zusammen. Als ich das Historienbuch über die Ruhrstadt schrieb, war mir klar, ohne einen Beitrag zu Schimanski ist die jüngste Vergangenheit der Ruhrstadt undenkbar.

Bei youtube gibt es einen Zusammenschnitt von Szenen in zwei Teilen, die in diesen Räumen zum Gedenken an Götz George besonders gut geeignet sind. Meine leise Melancholie verliert sich sogar, wenn ich diese Szenen sehe. Sie kommt zurück. Das weiß ich auch.

Das letzte Wort zum Tod von Götz George lassen wir aber Schimanski sprechen, dem es als älter gewordener Mann mit einer gewissen Lust über die Lippen kommt. Die Jahre gehen ins Land und Menschen sterben. Ihre Bilder bleiben fürs erste.

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Favorit sein – MSV kommt wieder

Als Samstag der Gruppenfavorit Portugal gegen Österreich nur ein torloses Unentschieden erreichte, gab es während des Spiels einen wunderbaren Moment der Wahrheit. Der bei Real Madrid spielende Pepe kam an den Ball, und Tom Bartels, der ARD-Kommentator, dachte zugleich an den Sieg von Real im Champions-League-Endspiel gegen Atletico Madrid. In diesem Finale hatte sich Pepe nicht nur als Fußballer vorgestellt. Er dachte schon an die Zeit nach seiner Sportlerkarriere als D-Movie-Schauspieler und sammelte Arbeitsproben. Mit einem beschränkten Repertoire zwar und noch sehr laienhaft, aber gerade D-Movies brauchen  Menschen, die sich grundlos in sterbender Weise oder schwer verletzt am Boden wälzen können.

Samstag führte Pepe also den Ball im langsamen Spielaufbau. Tom Bartels hatte Zeit für die üblichen Randbemerkungen zu Spielern, und schon kam die drängendste Wahrheit aus seinem Mund: „Pepe, der Championslieger“. Was dessen Bedeutung für das Finale besser auf den Punkt bringt als der Titel Champions-League-Sieger. An so was hat Herr Freud da oben bestimmt immer noch seinen Spaß.

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Screenshot der Nachrictht vom MSV Duisburg

Wenn mir das Wort Favorit in diesen Tagen nur im Entferntesten in den Sinn kommt, gibt es für mich ebenfalls neben der EM-Gegenwart eine andere Fußballwirklichkeit, die sich zugleich in den Vordergrund schiebt. An diesem Wort kommen wir in Duisburg beim Blick auf die kommende Drittliga-Saison nicht vorbei. Wie lange ist es her, dass der MSV Duisburg sich so deutlich zu seinem Ziel in der Liga bekennt? Es gibt keine einschränkenden Trainerworte, kein Abwarten, wie die Saison sich entwickelt. Es gibt nur das zum Hashtag gewordene Versprechen „#MSVkommtwieder“.

Für dieses Selbstbekenntnis zum Favorit-Sein gibt es die wirtschaftliche Notwendigkeit. Ein Verein der Größe des MSV Duisburg, mit dessen Personalstand und dessen Infrastruktur muss in der 2. Liga spielen, um wirtschaftlich zu überleben. Momentan denke ich an diesen wirtschaftlichen Hintergrund nicht sehr oft, weil mir dieser Favoritenstatus vor einer Saison so fremd geworden ist. Ich staune in gewisser Weise noch immer und bemühe mich dabei nicht an den bisherigen Verlauf der Fußballeuropameisterschaft zu denken. Favoriten haben es in der Fußballgegenwart öfter als früher ziemlich schwer. Zähe Spiele ergeben sich mit so einem Status. Zähe Spiele, in der eine einzige Situation alles entscheiden kann, nicht selten auch zum Nachteil des Favoriten. Andererseits gab es ja auch Spanien im Spiel gegen die Türkei. MSV kommt wieder, das klingt schon verdammt gut.

Der wirklich wichtige Fußball

Spielt heute nicht Deutschland gegen Polen? Polen, das ist doch der nächste Gegner bei der EM, oder? Und welches Spiel war gestern Nachmittag noch einmal? Ich habe es schon wieder vergessen. Dieser Fußball der Nationalmannschaften rauscht gerade an mir vorbei. Hier ist zwar nicht EM-freie Zone, aber in der zweiten Halbzeit vom Deutschlandspiel gegen die Ukraine hatte ich Mühe wach zu bleiben. Ich war allerdings sehr früh aufgestanden.

Das Schweinsteiger-Tor habe ich dann doch auch in seiner ganzen Entstehung gesehen und mich darüber gefreut, weil in diesem Tor sich all das ausdrückte, warum ich von einem Mannschaftssport nicht lassen kann. Dieses Tor war  ein vollkommener Moment des Spiels – in seiner Entstehung, in der Besetzung der beteiligten Spieler, vor allem eben mit Bastian Schweinsteiger als demjenigen, der es erzielte. In seinem Gesicht und in denen all seiner Mitspieler, der Trainer und Betreuer drückte sich das Wesen dieses Tores klar aus. Alle freuten sich, aber es war eben kein Jubel für vergehendes Glück, sondern ein stilles Vergnügen steckte in dem Lächeln und Grinsen auf all den Gesichtern. Es war ein Vergnügen am Alltag, der jemandem einen Moment glücklichen Erlebens gewährt. Das kann Mannschaftsport auch sein, und weil es mir beim Fußball vor allem um einen alltäglichen Zugang zu diesem Sport geht, rauscht die EM gerade an mir vorbei. Nicht dass wir uns missverstehen, Alltag bedeutet auch hin und wieder ekstatischer Jubel.

Es geht mir um etwas anderes, das schon seit längerem in mir gärt. Neulich beim Endspiel der Champions League fühlte ich mich plötzlich wie ein Kinogänger oder TV-Zuschauer, der sich von einem schlechten Film abwendet. Der Sport war mir abhanden gekommen. Wenn die Qualität nicht stimmt, lege ich das Angebot beiseite. Dieser Fußball der Gegenwart hat es geschafft, dass ich ihn immer öfter so betrachte wie ich jedes andere Unterhaltungsangebot auch betrachte. Woran ich mich reibe ist weniger dieser Vorgang als solcher, als die in dieser inszenierten Welt vorhandenen Appelle ans Gefühlige, die immer wieder aus dem Fußballüberbau der Vergangenheit hervorgeholt werden.

Mein Verhältnis zum Fußball ist nichts Festes, es kommt immer noch vor, dass ich in ein Spiel einsteige, das keinen guten Sport bietet, das aber spannend ist. Es kann immer noch vorkommen, dass ich nach wenigen Minuten zu einer Mannschaft halte, deren Spieler mir völlig fremd sind, deren Weg mich danach nie wieder noch einmal interessiert. So etwas geschieht aber immer seltener bei einem Fußball, der mir medial vermittelt wird. Eine mir per TV-Übertragung dargebotene Mannschaft muss sich inzwischen sehr bemühen, meinen Überdruss zum Verschwinden zu bringen. Sie muss gegen das Missverhältnis anspielen, mit dem dieser Fußball von allen Seiten für etwas anderes als den eigentlichen Sport benutzt wird. Paradoxerweise mache ich das ja selbst in kleinem Rahmen auch, wenn ich hier auf meine Weise schreibe. Der Überdruss ist groß.

2016-06_MSV_kommt_wieder_2Gott sei Dank, gibt es das Stadion in Duisburg, wo das Inszenierte einen schweren Stand hat und der Fußball nah an Sport und Zuschauern ist. In diesem Stadion zerstört sich das Inszenierte mit Mallorca Cowboys und Micki Krause immer wieder auch selbst. Wirklich wichtiger Fußball wird dort gespielt. In diesem Stadion rauscht nichts an mir vorbei. Habe ich das richtig im Kopf? Saisonbeginn ist das letzte Juliwochenende? MSV kommt wieder. Ich übrigens auch.

Warum BILD-Nachrichten über den MSV immer unwichtig sind

Ich muss gerade mal ganz, ganz schnell daran erinnern, dass man BILD-Nachrichten über den MSV Duisburg niemals wichtig nehmen darf.  Niemals! BILD ignorieren. Grundsätzlich. Keine Ausnahme. Ich muss daran erinnern, weil gestern doch glattweg der BILD-Mann Joachim Droll mit seinem Text zu Bernd Maas und dem MSV das erreichte, was er bezweckte. Nämlich ein Gefühl der Zwietracht und Unzufriedenheit mit Menschen rund um den MSV bei einigen, denen der MSV sehr am Herzen liegt. Zwar hielt sich das in Grenzen, doch nur einer, der auf ihn reinfällt und sich Gedanken über Sponsoreneinfluss macht, ist einer zu viel, und wenn ich den einen mit meinem Appell erreiche, ist für das nächste Mal, wenn es wirklich ernst ist, viel gewonnen.

Joachim Droll ist der Tullius Destructivus des Pott-Fußballs. Ihr erinnert euch doch an Cäsars Sonderbeauftragten aus dem Asterix-Band XV Streit um Asterix? Cäsar schickt ihn ins gallische Dorf, um den Zusammenhalt dort zu zerstören. Überall wo Tullius auftaucht, intrigiert er. Sofort bricht Streit aus und alle schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein. Beim VfL Bochum hatte der BILD-Tullius auch seine Finger im Spiel. Dort wurden Fragen von Joachim Droll im Dezember nicht mehr beantwortet, berichtet BILDBlog. Das hatte eine längere Vorgeschichte, die schon im September jene legendär gewordenen Worte von VfL-Trainer Gert Verbeek hervorrief.

Joachim Drolls Ansinnen ist also keine Berichterstattung sondern Zwietracht sähen. Das hat er mit seinem Text über Bernd Maas und den MSV wieder versucht. Entnommen habe ich das mancher Reaktion auf den Text, ihn zu lesen habe ich mir gespart. Unzweifelhaft unter den Anhängern ist die Leistung von Bernd Maas bei der Rettung des MSV. Ich möchte sie auch noch einmal hervorheben, weil ich durch die Interviews zu dem Buch über die zwei Drittligajahre noch einmal das Ausmaß der damals geleisteten Arbeit sehr lebendig vor Augen geführt bekam.

Bernd Maas installierte  beim MSV eine Controlling-Software, als die Nachricht von der ausbleibenden Lizenz die Runde machte. Er bot sofort seine Hilfe an. Nach der Entlasssung von Roland Kentsch war er der einzige Mann im gesamten Verein, der wenigstens ansatzweise einen Einblick in die Zahlen hatte. Kentschs Mann für die Finanzen hatte sich am Tag des Lizenzentscheids krank gemeldet, weil er zu Hause die Treppe herunter gefallen war und sich dabei verletzt hatte. Bernd Maas arbeitete sich innerhalb kurzer Zeit in die vollständige Finanzsituation des MSV ein. Schon damals war es aber keineswegs im Lebensplan von Bernd Maas vorgesehen gewesen, noch einmal Geschäftsführer eines Fußballsvereins zu werden. Dazu waren seine Erfahrungen in Dresden zu schlecht gewesen. In Duisburg übernahm er diesen Job dann schließlich doch, weil er im Ruhrgebiet zu Hause ist. Sein Entschluss ergab sich in einer Mischung aus geschaffenenen Tatsachen durch seine für den MSV geleistete Arbeit und bewusster Entscheidung. Das muss man wissen, wenn man sich fragt, warum der Vertrag mit ihm auslief.

Wer nun die Nichtverlängerung seines Vertrages dazu nutzt, irgendwen, der dem MSV Duisburg gewogen ist, zu diskreditieren, wirft mit Dreck, sonst nichts. Den Dreck findet er nicht beim MSV. Den Dreck holt er aus dem eigenen Haus. Dort liegt er haufenweise rum. Und wer noch einen Beweis dafür braucht, der lese meinen oben verlinkten Text, denn wir alle, wir Anhänger des MSV, sind ebenfalls schon mit diesem Dreck beworfen worden. Im Sommer 2013 sollen unsere Aktionen rund um den MSV Duisburg nämlich nichts anderes gewesen sein als ein blinder Reinfall auf Manipulationen durch Vereinsverantwortliche wie Markus Räuber und dem Vertreter des Hauptsponsors Andreas Rüttgers. Zu dummen Schäfchen hat er euch damals machen wollen, der Joachim Droll. Vergeblich. Ihr seid nur diese dummen Schäfchen, wenn ihr schon ein Wort von ihm glaubt, selbst wenn es zufällig einmal die Wahrheit sein sollte.

Sich erinnern mit dem Umbro-Trikot – Auswärtssiege in Saarbrücken und Schalke

Stefan Naas sammelt MSV-Trikots. Das machen einige Anhänger des MSV Duisburg. Stefan Naas lässt uns aber auf seiner Seite im Netz MSV-Trikots.de am Wachstum seiner Sammlung teilhaben. Die letzte Errungenschaft seiner Sammlung ist ein Umbro-Auswärtstrikot aus der Saison 1977/78. Zu dem Trikot erzählt er eine kurze Geschichte, die eine Frage offen lässt. Denn eigentlich war der Ausstatter der Mannschaft in jener Saison adidas. Wer seine Seite noch nicht kennt, wird sich zudem beim Weiterklicken durch die Sammlung noch an das ein und andere Spieler der eigenen MSV-Vergangenheit erinnern können.

In jener Saison wurde das Trikot zweimal getragen. Es ist ein schöner Zufall, dass ich bei einem dieser Spiele dabei war, und auch ich über diese Auswärtsfahrt bereits eine schöne Geschichte erzählt habe, eine Geschichte, die eine der ersten für mein Fan-Gedächtnis vom MSV Duisburg gewesen ist. Beim 1:0-Auswärtssieg des MSV gegen den FC Schalke 04 habe ich nämlich seinerzeit von diesem FC Schalke 04 als MSV-Fan eine etwas ungewöhnliche und wahrscheinlich nicht beabsichtigte Siegprämie für meine Auswärtsfahrt erhalten.

Ich nutze mal die Gelegenheit, um auf das Fangedächtnis hinzuweisen. Ich hatte es begonnen, um Geschichten zu sammeln, die ihr aus eurem Leben mit dem MSV Duisburg für besonders erinnerwert haltet. Schreibt sie auf, schickt sie mir. Jetzt ist Sommerpause. Da habt ihr vielleicht etwas mehr Zeit. Es reichen auch Stichworte, wenn ihr nicht selbst länger was schreiben wollt. Dann würden wir uns demnächst mal vor einem Spiel des MSV treffen. Ihr erzählt dann. Ich nehme auf und transkribiere.

Zu Recht vertrauen

Einfach war es nicht, die Bedingungen für die Lizenz der 3. Liga zu erfüllen. Nun ist es offiziell, der MSV hat die Lizenz zum Spiel  erhalten. Wir können uns wieder auf Andrea Berg auf Dorftribünen im Süden Deutschland freuen. Schnitzelheinz wird in Erfurt den RWE des Ostens wahrscheinlich ebenso weiter sponsern wie die monothematisch ausgerichtete Speisekarte des Lokals weiterhin exotische Kombinationen von Fleisch und Beilagen notwendig macht. Ich werde mit dem Fahrrad ins Zollstocker Südstadion zu einem Auswärtsspiel fahren können. Wie war das nun nochmal mit dem Dauerkartenverkauf? Und nur zur Vorsicht, damit wir uns in jeglicher Hinsicht vorbereiten und eine Adresse in der Hinterhand haben, in Hamburg wissen sie, was man mit mit so einer Lizenz neben dem Spielen auch noch anfangen kann.

 

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Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 31: Matthias Reuter mit Wir ham keine Kohle

Heute gibt es eine schnelle zweite Folge des Ruhrstadt-Heimatlieds, weil ich von den Orten im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen einen Beitrag in Teilen übernehmen kann. Mathias Reuter ist Kabarettist aus Oberhausen, über den es bei Wikipedia einen kurzen Eintrag gibt und zu dessen eigener Seite im Netz es mit einem weiteren Klick geht.

Mit „Wir ham keine Kohle“ hatte Matthias Reuter eine alternative Hymne zum Kulturhauptstadtjahr 2010 geschrieben. Hätte ich seine Anmoderation seinerzeit schon gekannt, ich hätte laut „ja“ gerufen: „Wer also vielleicht den Herbert-Grönemeyer-Kulturhauptstadt-Song schon mal gehört hat, der weiß, dass da eine Alternative vonnöten ist.“

Das Lied ist ein wunderbarer Kommentar zur historisch gewordenen Kulturhauptstadt-Verstiegenheit mancher Stadtverantwortlicher  sowie zu deren Erlösungsphantasien in Sachen wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Damit ist das Lied nicht nur künstlerischer Ausdruck sondern auch ein aussagestarkes Dokument zum Strukturwandel. Matthias Reuters großartiges Bonmot „Kultur im Ruhrgebiet ist der verzweifelte Versuch ohne Kohle schwarze Zahlen zu schreiben“ gilt auch heute noch.

 

 

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Alle Folgen


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